18. Juni 2020 / 14:18 Uhr

Erstes Euro-League-Endspiel für den VfL! Glasner: "Werden alle Körner reinwerfen"

Erstes Euro-League-Endspiel für den VfL! Glasner: "Werden alle Körner reinwerfen"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Trainer Oliver Glasner freute sich über die Moral seines Teams in Berlin.
Will mit seinem Team zurück in die Erfolgsspur: Oliver Glasner, der Trainer des VfL Wolfsburg. © Andreas Gora/dpa
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Nach der schwachen Vorstellung am Dienstagabend beim 0:3 in Gladbach will der VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) im Spiel bei Schalke 04 zurück in die Erfolgsspur. Für VfL-Trainer Oliver Glasner ist es eines von zwei Endspielen um die Euro League. Nicht gut: Die VfL-Bilanz auf Schalke ist mies.

Nur 2:2 nach 2:0-Führung gegen Europa-League-Konkurrent Freiburg, ganz schwach beim 0:3 am Dienstag in Gladbach, dazu noch Siege von Freiburg (gegen Hertha) und 1899 Hoffenheim (in Augsburg) - und schon war der dünne Vorsprung des VfL in Sachen Europa fast aufgebraucht. Aus der lange angenehmen Situation des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten im Kampf um Platz sechs ist eine angespannte geworden. Und jetzt muss das Team von Trainer Oliver Glasner am Samstag (15.30 Uhr) auch noch bei Schalke 04 ran, das zwar in der Rückrunde schwächelt wie nie, jedoch ausgerechnet gegen den VfL eine Mega-Heimbilanz hat.

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"Wir wollen die Saison auf einem Europapokal-Platz beenden"

Seit zehn Partien sind die Schalker gegen den VfL ungeschlagen, aber damit nicht genug: Neun der vergangenen zehn Heimspiele gewann S04. Nur ein einziges Mal gab's ein Remis - und der letzte Wolfsburger Sieg in Gelsenkirchen liegt schon ganz lange zurück: Im September 2009 siegte der VfL mit 2:1. Am Samstag will und muss der VfL es besser machen, um weiterhin Platz sechs (direkte Euro-League-Quali) zu halten. "Wir wollen die Saison auf einem Europapokal-Platz beenden", gibt sich Wolfsburgs Trainer trotz des Gladbach-Spiels kämpferisch. "Das ist unser vorletztes Endspiel in dieser Saison." Nach dem Schalke-Spiel kommt zum Saisonfinale Meister Bayern München nach Wolfsburg. Aber das interessiert den Österreicher jetzt noch nicht.

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Koen Casteels: Der Torhüter hatte eigentlich nicht viel zu tun, musste dennoch dreimal hinter sich greifen. Bei den Gegentoren aber insgesamt nicht ganz so souverän wie gewohnt. - Note: 4 ©

"Haben alles in der eigenen Hand"

Es gehe einzig und allein um das Duell mit Schalke. Sein Team ist punktgleich mit Hoffenheim, aber wegen des besseren Torverhältnisses (44:41) gegenüber 1899 (45:53) steht Wolfsburg vor dem Kraichgau-Klub. Die Freiburger wiederum haben einen Punkt weniger als der VfL und Hoffenheim auf ihrem Konto. Glasner: "Es gibt noch zwei Spieltage - wenn wir noch zwei Siege holen, werden wir die Saison auf Rang sechs beenden. Wir haben alles in der eigenen Hand. Ich kann versprechen, dass wir alles dafür tun werden, dass wir zunächst einmal auf Schalke die drei Punkte holen."

Gleichwohl habe er trotz der schlechten Rückrunde "großen Respekt vor Schalke", das seit 14 Spielen ohne Sieg ist. Dennoch: "Sie haben es in den vergangenen Spielen dem Gegner immer wieder schwer gemacht. Sie werden für uns nicht den roten Teppich ausrollen, sondern sie werden versuchen, das Spiel zu gewinnen." Glasner wiederholte mit kämpferischer Stimme: "Wir werden alle Körner, die wir noch im Tank haben, in diesen beiden letzten Spielen rauswerfen."

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Personelle Sorgen

Nicht mit dabei sein können am Samstag Admir Mehmedi. Manager Jörg Schmadtke hatte bereits nach dem Bremen-Spiel gesagt, dass der Offensivmann in dieser Runde wohl nicht mehr spielen könne, weil er Achillessehnenprobleme hat. Glasner: "Bei ihm wird es nichts mehr in dieser Saison." Kapitän Josuha Guilavogui ist Gelb-gesperrt. "Das ist auch bitter", so der Trainer. Probleme gibt's auch bei Jerome Roussillon, der in Gladbach wegen Wadenproblemen gefehlt hatte. Ob der Linksverteidiger auf Schalke spielen könne, sei jetzt "noch nicht sicher. Aber ich hoffe, dass wir ihn bis Samstag fit bekommen." Angeschlagen ist auch der zuletzt gute Rechtsverteidiger Kevin Mbabu (muskuläre Probleme). Durch die William-Verletzung (Kreuzbandriss) müsse Mbabu jedes Spiel über 90 Minuten machen, er bräuchte mal eine Pause. Aber die kann Glasner ihm mangels Alternativen in dieser Saison nicht mehr einräumen.