11. November 2019 / 14:24 Uhr

Glasner: "Mir gehen die Niederlagen auf die Nerven!"

Glasner: "Mir gehen die Niederlagen auf die Nerven!"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburg, SPORT, Fußball-Bundesliga, VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen,
Wolfsburg, SPORT, Fußball-Bundesliga, VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen, © Boris Baschin
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Viermal in Folge hat der VfL Wolfsburg verloren, Trainer Oliver Glasner erlebt gerade seine erste schwierige Phase seit er VfL-Coach ist. In der Länderspielpause muss er an einigen Schrauben drehen, gleichwohl ist ihm eines besonders wichtig: Ruhe.

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Lange Zeit war der VfL unbesiegbar – das ist nach vier Niederlagen in Folge Vergangenheit. Wie geht der Wolfsburger Fußball-Bundesligist damit um? Oliver Glasner zumindest lässt sich davon nicht unterkriegen. Der Österreicher muss die erste schwierige Phase beim VfL in seiner erst kurzen Amtszeit in Wolfsburg meistern – und gibt sich dafür zuversichtlich. Gegen Leverkusen wurde zwar erneut verloren, aber der 45-Jährige hat viele Dinge gesehen, „die wieder in die richtige Richtung gehen, deswegen geht es mir deutlich besser“. Deutlich besser als nach den Pleiten gegen Leipzig (Pokal, 1:6), in Dortmund (Liga, 0:3) und Gent (Europa League, 1:3).

Dabei hat der VfL seit dem 1:0 am 6. Oktober gegen Union Berlin nicht mehr gewinnen können - und das sieben Spiele in Folge. „Mir gehen Niederlagen auf die Nerven - ich bin auch ein ganz, ganz schlechter Verlierer“, sagt der VfL-Trainer und fügt hinzu: „Vielleicht sind wir zwischendurch von unserem Weg abgekommen, aber nun habe ich den Eindruck, dass wir alle wieder auf demselben Weg sind, dass wir alle in dieselbe Richtung marschieren – und dann weiß ich, dass wir wieder erfolgreich sein und Spiele gewinnen werden.“

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VfL-Geschäftsführer <b>Jörg Schmadtke</b>: Für mich ist es ein Foulspiel. Unser Spieler geht in die Luft und wird von hinten gestoßen. Der vierte Offizielle steht 3,85 Meter weit weg. Ich weiß nicht, wofür der da ist. Um Kaffee zu holen? Aber so ist das. Ich will hier auch kein Schiedsrichter-Bashing betreiben. Wir hätten nach dem Foul auch noch verteidigen können. Zur Galerie
VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke: "Für mich ist es ein Foulspiel. Unser Spieler geht in die Luft und wird von hinten gestoßen. Der vierte Offizielle steht 3,85 Meter weit weg. Ich weiß nicht, wofür der da ist. Um Kaffee zu holen? Aber so ist das. Ich will hier auch kein Schiedsrichter-Bashing betreiben. Wir hätten nach dem Foul auch noch verteidigen können." ©

Die Liga macht jetzt Länderspielpause und in der muss Glasner nachjustieren – vor allen Dingen das Spiel nach vorn bereitet weiterhin große Sorgen. Wenn im Spiel gegen Bayer mal so etwas wie Gefahr aufkam, war der letzte Pass schlecht oder die Laufwege nicht richtig. Ebenfalls nicht gut: die Standards. Beispielhaft für den zurzeit viel zu harmlosen VfL sei die letzte der neun VfL-Ecken gegen Bayer gewesen. „Bei der kommen zwei Spieler von uns frei zum Kopfball – und irritieren sich gegenseitig – da müssen wir wieder effizienter werden“, fordert Glasner.

Warum sein Team vom vorgegebenen Weg abgekommen war, „dafür gibt es nicht diese eine Erklärung“, sagt der Coach. „Wichtig ist, dass wir ruhig bleiben im Klub, im Team sind wir ruhig. Wir haben uns zusammengesetzt und gesagt: 'Das reißt uns nicht auseinander, sondern schweißt uns noch mehr zusammen' – und ich denke, das hat man gegen Bayer auch schon gesehen.“

In der Länderspielpause will er jetzt den einen oder anderen Langzeitverletzten wieder ans Team heranführen. Gut: Am Montagmorgen machten Daniel Ginczek (Rücken-OP), Admir Mehmedi (Muskelfaserriss), Koen Casteels (Haarriss im Wadenbein) und Xaver Schlager (Knöchelbruch), alles Stammspieler, Teile des Mannschaftstrainings mit. „Ein fitter Ginczek tut uns enorm gut, über Casteels brauchen wir uns gar nicht zu unterhalten, wie wichtig er ist und Schlager ist es auch“, so Mehmedi, der am übernächsten Samstag beim Spiel in Frankfurt erstmals wieder spielen könnte. Der Schweizer Nationalspieler: „Das ist das Ziel.“

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