08. Oktober 2021 / 13:59 Uhr

Glesien/Delitzsch II sagt Pokalspiel aus Personalmangel ab: "Ich musste die Reißleine ziehen"

Glesien/Delitzsch II sagt Pokalspiel aus Personalmangel ab: "Ich musste die Reißleine ziehen"

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Nach Spielabsage: Glesien-Trainer Andreas Pekar ist bedient.
Nach Spielabsage: Glesien-Trainer Andreas Pekar ist bedient. © Alexander Prautzsch
Anzeige

Trotz zweier Mannschaften gehen der SG Glesien/Delitzsch II die Spieler aus. Deshalb tritt die Mannschaft von Trainer Pekar im Kreispokal gegen den TSV Schildau gar nicht erst an und scheidet kampflos aus.

Schkeuditz. Wie bitter ist das denn?! Schon bevor der erste Fußball des Wochenendes rollt, hat sich die Spielgemeinschaft Glesien/Delitzsch II aus dem Kreispokal verabschiedet. Zum für Sonnabend geplanten Achtelfinalspiel gegen Nordsachsenligist TSV Schildau tritt die Mannschaft gar nicht erst an. Der Grund: Personalmangel. Trainer Andreas Pekar ist entsprechend bedient: „Ich musste die Reißleine ziehen, aber es ging nicht anders, leider, leider. Zu elft kann ich den Jungs kein Pokalspiel zumuten. In der Summe ist das natürlich nicht schön.”

Vor allem wenn man bedenkt, dass sich zu Saisonbeginn extra zwei Mannschaften zusammengeschlossen hatten, um solche Situationen zu vermeiden. „Das dürfte bei einer Spielgemeinschaft auch noch nicht vorgekommen sein, dass so wenig Spieler da sind“, klagt Pekar. Wobei das bei mancher Kreisklasse-Kombination durchaus schon vorgekommen sein soll.

Mehr zum Fußball

Im Normalfall hätten die Glesiener in dieser schwierigen Situation sicher einige Routiniers aus glorreichen Zeiten reaktiviert, doch die sind am Sonntag selbst im Einsatz. Die Alten Herren der Kombi Glesien/Zwochau haben ebenfalls das Achtelfinale erreicht und treffen in Zwochau auf die SpG Strelln/Schöna/Röcknitz (14 Uhr). Da rechnet man sich durchaus Chancen aufs Weiterkommen aus.

Anzeige

Andreas Pekar: "Ich bleibe optimistisch"

All dies ändert nichts an der Tatsache, dass das eigentliche Aushängeschild raus ist, ohne den Platz zu betreten. Schon zum Auswärtsspiel in Wermsdorf Mitte September reisten die Männer nur mit einer Rumpf-elf. Urlaub, Arbeit, Krankheit pflügen weiter durch die eh nicht sonderlich dichten Reihen.

Das gipfelt nach fünf Niederlagen in ebenso vielen Partien im letzten Platz der Kreisliga. Unterkriegen lässt man sich trotzdem nicht. „Wir wollen uns stabilisieren, erfolgreicher sein und natürlich da unten rauskommen“, sagt Andreas Pekar. „Ich bleibe optimistisch, verlasse meinen Heimatverein jetzt nicht, obwohl es auch andere Angebote gab.“

Pekar betreut den FSV bereits zum dritten Mal als Chefcoach, führte Glesien schon einmal in die Nordsachsenliga. Nach einem Engagement als Co-Trainer des FSV Krostitz, das im Gewinn der Landesklasse-Meisterschaft 2018 kulminierte, kehrte er im Vorjahr erneut zurück an den Rand von Schkeuditz. Seine Ambitionen muss er aber vorerst zurückschrauben.