21. Juli 2014 / 19:32 Uhr

Glienick, Cottbus, Berlin

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Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Dahmeland: Joshua Putze begann in Glienick mit dem Fußballspielen und ging zum FCE, nun wird er für den BFC spielen

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Am Ende hatte sich der Termin zerschlagen, Terminschwierigkeiten sozusagen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, das steht für Bodo Wosch fest, „hundertprozentig“. Natürlich werde er demnächst zu einem der Spiele des BFC Dynamo fahren, sagt Wosch, der sportliche Leiter der SG Glienick. Am Ziel der Reise, beim Berliner Fußballclub Dynamo, wird Wosch auf einen alten Bekannten treffen: Joshua Putze, der in der Jugend bei der SGG aus dem Altkreis Zossen kickte, hat vor kurzem beim Regionalliga-Aufsteiger einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnet. „Er ist damals als Sechsjähriger zur SG Glienick gekommen“, erinnert sich Wosch, der Putze wie auch Axel Niestle und René John in der Jugend trainierte, „er war sehr talentiert und es war schnell zu sehen, dass er mal ein sehr guter Fußballer werden wird.“
In Kevin Meinhardts Stimme schwingt mit, dass es sich um mehr handelt als die üblichen Floskeln nach der Verpflichtung eines Fußballspielers. „Ich bin hundertprozentig von seinen Fähigkeiten überzeugt. Er wird seinen Weg machen, wir werden noch viel Freude an ihm haben“, sagt Meinhardt, der sportliche Leiter des BFC Dynamo. Derzeit befindet sich der Club in der Saisonvorbereitung, auf dem Programm stand auch das Testspiel am Sonntag gegen den Goslarer SC, das Bodo Wosch eigentlich besuchen wollte. Gearbeitet wird unter Profibedingungen. „Das ist die Grundvoraussetzung“, sagt Meinhardt, „um einen Spieler wie Joshua Putze verpflichten zu können und um Erfolg in dieser Liga zu haben.“
Die Spielklasse ist ungewohnt für den Club: In der vergangenen Saison schaffte der BFC souverän den Sprung aus der NOFV Oberliga Nord in die vierte Liga, zu den Neuzugängen in diesem Sommer gehört auch Putze, der als kreativer Mittelfeldspieler eingeplant ist – und bisher überzeugen konnte. Eine Berliner Zeitung ordnete ihn vor wenigen Tagen in einem Artikel in die Kategorie „der richtig guten Jungs“, die neu gekommen sind, ein. Ziemlich Aufmerksamkeit – Meinhardt hat deshalb zu medialer Zurückhaltung geraten. „Ich habe geraten“, sagt er, „im Moment nicht so viele Pressetermine wahrzunehmen, denn es prasselt unheimlich viel ein.“ Nach einer Rücksprache mit dem Neuzugang mit den Glienicker Wurzeln richtet der umtriebige sportliche Leiter die Antwort auf die Fragen aus: „Ja, das Ziel ist es, Profifußballer zu werden. Joshua würde gerne öfter in seinen Heimatort fahren, aber das ist aus zeitlichen Gründen leider nicht möglich.“ Putze selber redet nicht viel, er lässt Taten sprechen. „Er hat gute Chancen, am ersten Spieltag des BFC in Jena in der Startelf zu stehen“, sagt Meinhardt. Die Gründe für seine Verpflichtung? „Er ist noch sehr, sehr jung und hat ein hohes Entwicklungspotential. Es gab noch andere Vereine, die ihn haben wollten, aber wir waren am Schnellsten.“
Gewechselt zum BFC war Putze unlängst vom FC Energie Cottbus, der Verein, für den er nach seinem Abschied aus Glienick in der C-Jugend gespielt hatte. „Entdeckt haben sie ihn bei den Hallenlandesmeisterschaften, bei denen wir mit Glienick zweimal gespielt haben“, erinnert sich Wosch, „da wurden die Kontakte geknüpft und dann nahm die Sache ihren Lauf.“ Trainiert hatte Putze auch am DFB-Stützpunkt in Ludwigsfelde. In Cottbus durchläuft er die Nachwuchsmannschaften des FC Energie, spielt für das Reserveteam und schafft regelmäßig den Sprung in den Kader der Profimannschaft. Am 11. Mai 2014, unmittelbar vor dem Abstieg des Vereins in die dritte Liga, kommt das Nachwuchstalent beim FC Ingolstadt im Energie-Trikot zu einem Einsatz in der zweiten Bundesliga – mit einer Startelfnominierung.
Bodo Wosch ist regelmäßig zu den Heimspielen des FC Energie in die Lausitz gefahren, als Putze in der A-Jugend spielte und später im Kader der Zweitliga-Mannschaft stand. „Ich habe immer gehofft, dass er eingewechselt wird“, sagt Wosch über die Partien des Profiteams, „aber leider ist das nicht passiert.“ Die Chancen stehen gut, dass sich die Einsatzzeiten in Zukunft deutlich erhöhen werden.