04. September 2021 / 10:03 Uhr

Glück auf und neben dem Platz: Dynamo Dresdens Chris Löwe zum zweiten Mal Vater

Glück auf und neben dem Platz: Dynamo Dresdens Chris Löwe zum zweiten Mal Vater

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Bei Dynamo Dresdens Chris Löwe läuft es derzeit doppelt gut. 
Bei Dynamo Dresdens Chris Löwe läuft es derzeit doppelt gut.  © Getty Images
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Der Routinier erlebt bei den Schwarz-Gelben nach langer Verletzungspause nun einen neuen Frühling - auf und neben dem Feld. Welche Gründe es dafür gibt und welche Neuigkeiten es beim 32-Jährigen gibt, verriet er nach dem Testspielsieg gegen Ústi nad Labem.

Dresden. Neun Monate hat es gedauert und nun ist es raus: Dynamo Dresdens Routinier Chris Löwe ist der Vater von Leo Löwe! Gemeint ist natürlich nicht der nur knapp zehn Jahre jüngere Mannschaftskamerad Justin Leonard Löwe, der auch nicht Namenspate gewesen sei, sondern das gerade mal zwei Wochen alte zweite Söhnchen des gebürtigen Plaueners. Mit seiner Frau Monique feierte Chris Löwe im Juni den zehnten Hochzeitstag, am 19. August machte sie ihm mit der Geburt noch ein wunderschönes Geschenk! „Alle gesund und munter“, gab der 32-Jährige im Anschluss an Dynamos 4:0-Testspielsieg gegen den FK Ústí nad Labem am Freitagnachmittag in Pirna bekannt.

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Löwe in Topform

Nun ist seine Familie im heimischen Chemnitz also zu viert. Über schlaflose Nächte wegen des Neugeborenen kann Chris Löwe dennoch nicht klagen: „Ich schlafe im Gästezimmer, deswegen kriege ich gar nicht so viel mit.“ Nachtruhe und regelmäßiger Schlaf sind für ihn als Fußballprofi zur Regeneration schließlich auch unerlässlich. Ob ihn die Geburt beflügelt hat? „Ich war vorher schon gut drauf“, feixt Chris Löwe – und hat damit völlig Recht. In den bisherigen sechs Saisonspielen brachte der Außenverteidiger als linkes Glied der Viererkette stabil gute Leistungen. Auch eine Torvorlage geht schon auf sein Konto, da er beim 2:1-Sieg im DFB-Pokal gegen Paderborn Tim Knipping per Ecke das 1:0 auflegte.

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Es ist ein neuer Frühling, den der Vogtländer bei den Schwarz-Gelben gerade erlebt. Denn noch in der Vorsaison quälte er sich mit einer langwierigen Verletzung. Mitte Oktober 2020 hatte sich Chris Löwe in einem Zweikampf einen Außenbandriss im Knie zugezogen. Ein hartnäckiges Knochenödem verzögerte die Rückkehr, erst im April 2021 mischte er wieder auf dem Rasen mit. Die lange Pause hatte aber auch etwas Gutes: Er entschloss sich, seine Karriere nicht wie geplant in diesem Sommer zu beenden, sondern seinen bis 2022 laufenden Vertrag zu erfüllen, um einen positiven Abschluss zu erleben. Und dahin ist er auf dem besten Wege, hat großen Anteil am starken Saisonstart des Aufsteigers. Sein Knie macht ihm dabei keine Probleme mehr.

Der 2019 vom englischen Huddersfield zurück nach Sachsen gewechselte Chris Löwe ist aktuell in Topform! „Das ist zumindest die Form, die zeigt, warum ich damals geholt worden bin. Ich glaube schon, dass es zurzeit ziemlich gut ist und dass man sieht, dass ich das auch in dem Alter noch alles so spielen kann“, sagt der 32-Jährige. Doch warum ist er derzeit so gut drauf? „Ich glaube grundsätzlich, dass mir die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, entgegen kommt. Das ist das, was ich jahrelang gespielt habe – dieses Vorwärtsverteidigen und immer dran sein“, erklärt Chris Löwe und ergänzt: „Mit Sicherheit kommt mir auch die Viererkette entgegen.“

An Leistungen anknüpfen

Dort ist er auf der linken Seite der Stabilitätsanker. Dass sich nach Tim Knippings Kreuzbandriss der Verteidigungsriegel um Abwehrchef und Kapitän Sebastian Mai nun großartig neu finden muss, denkt er nicht. „,Basti‘ hat das auch letztes Jahr gespielt, er ist gut genug, um ,Knipser‘ zu ersetzen. Ich glaube, dass wir mit der Viererkette ganz gut gefahren sind, und ich sehe keinen Grund, warum wir das jetzt ändern müssen, nur weil ein Spieler ausfällt.“ Gegenüber Guram Giorbelidze hat Chris Löwe im Kampf um den Stammplatz zurzeit klar die Nase vorn. Der vor mittlerweile mehr als drei Wochen neuverpflichtete georgische Linksverteidiger stand zwar bei der 0:3-Niederlage im Punktspiel gegen Paderborn im Kader, erhielt aber noch keine Gelegenheit, sich in einer Partie zu präsentieren.

Kein Wunder, dass Löwe durchspielte: Trotz der deutlichen Klatsche fungierte er als Hoffnungsschimmer in der Dresdner Mannschaft. Mit 87 Prozent gewonnenen Duellen war er der beste Zweikämpfer aller Akteure auf dem Platz, zudem hatte er die meisten Ballkontakte (76). Eine gute Quote, die so gar nicht zum Spielergebnis passt. Und knüpft Chris Löwe an seine bisherigen Leistungen an, dürfte er wohl auch nur schwer aus der Anfangself von Cheftrainer Alexander Schmidt zu verdrängen sein. Löwe hat dabei ein gutes Gefühl: „Das kam von Spiel zu Spiel, dass es immer ein stückweit besser und stabiler war. Und ich hoffe natürlich, dass es jetzt erst mal so bleibt.“