27. September 2020 / 18:47 Uhr

Glückliches Unentschieden: Optik Rathenow punktet beim BFC Dynamo

Glückliches Unentschieden: Optik Rathenow punktet beim BFC Dynamo

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Gojko Karupovic
Gojko Karupovic sorgte mit einem herrlichen Freistoß-Tor für die zwischenzeitliche Rathenower Führung. © Nico Roesenberger
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Regionalliga Norost: Vor allem vor der Pause waren die Gastgeber das deutlich bessere Team.

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Am Ende hätte es beinahe noch zum Auswärtssieg für den FSV Optik Rathenow gereicht. Im Spiel beim BFC Dynamo, das 2:2-unentschieden endete, hatte Glodi Zingu weit in der Nachspielzeit noch den 3:2-Siegtreffer auf dem Fuß, verfehlte das Tor aus Nahdistanz aber ganz knapp. Letztlich geht das Remis, aufgrund einer couragierten zweiten Halbzeit der Rathenower, aber in Ordnung.

Ingo Kahlisch musste nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Lok-Spiel gesperrt auf der Tribüne Platz nehmen. „Ich konnte zwar noch die Einweisung machen, eine halbe Stunde vor dem Spiel musste ich aber den Innenraum verlassen“, so der Rathenower Trainer, der an der Seitenlinie wieder durch Co-Trainer Marcel Subke ersetzt wurde. Und dieser schickte die gleiche Start-Aufstellung wie gegen Lok Leipzig auf das Feld und sah zunächst eine stürmische Heimelf.

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„In der ersten Halbzeit haben wir keinen guten Fußball gespielt. Wir hatten überhaupt keine Ordnung im Spiel und sind auch ganz schlecht in die Zweikämpfe gekommen“, erklärte Marcel Subke im Anschluss an die Partie. Die Hauptstädter erspielten sich zahlreiche Torchancen, scheiterten aber entweder am glänzenden Optik-Torwart Lucas Hiemann, der eine ganz starke Vorstellung ablieferte, oder am eigenen Unvermögen.

Nach gut einer halben Stunde schien der Bann dann aber endgültig gebrochen. Ronny Garbuschewski verwandelte einen Foul-Elfmeter souverän. „Das war auch ein Strafstoß, da haben wir uns vorher blöd angestellt“, räumt der Rathenower Co-Trainer ein und sah, wie seine Mannschaft fast im Gegenzug zum Ausgleich kam. Caner Özcin bediente Nicola Köhler, der platziert zum 1:1 einschießen konnte (37.). Das war auch der Halbzeitstand. „Wir hatten Glück, hätten zur Pause eigentlich 3:0 oder 4:0 hintenliegen können. Vorne waren wir effektiv, hatten eine Chance und machen das Tor“, so Marcel Subke.

Optik findet nun besser in die Ordnung

Nach dem Seitenwechsel machten es die Rathenower dann besser. sie hielten jetzt den Ball und Gegner weiter vom eigenen Tor weg und versuchten immer wieder Nadelstiche zu setzen. Zwar versuchte es der BFC weiterhin vehement, der letzte Zug zum Tor ging den Weinrot-Weißen aber ab.

Auf der Gegenseite ging Optik dann nach 65 Minuten etwas überraschend in Führung. Der gerade eingewechselte Gojko Karupovic verwandelte einen Freistoß in den Berliner Maschen. „Das war ein richtig schön anzusehendes Tor“, lobte Marcel Subke.

Hausherren in doppelter Unterzahl

Danach wurde es turbulent und die Gastgeber dezimierten sich. Jonas Zickert sah Gelb-Rot. „Da versucht er einen Elfmeter zu ziehen. Die Karte geht in Ordnung“, so Subke. Und wenig später hagelte es gleich mehrere Gelbe Karten in Folge einer Rudelbildung. „Benny Wilcke wurde von Garbuschewski umgestoßen und der sah dafür Rot. Es war sehr unübersichtlich“, schätzte der Rathenower Co-Trainer ein.

Trotz der doppelten Unterzahl mobilisierten die Gastgeber noch einmal die letzten Kräfte und kamen nach einem Freistoß durch Chris Reher, der den Ball einköpfte, zum 2:2-Ausgleich. „Das haben wir ganz schlecht verteidigt“, ärgerte sich Marcel Subke über das unnötige Gegentor. Danach kam Optik zwar noch zu zwei, drei kleineren Chancen und dem „Riesen“ von Zingu, der Siegtreffer wollte aber nicht mehr fallen.

„Wir haben wieder toll gekämpft und uns den Punkt nach der Pause auch ein Stück weit verdient. Die erste Halbzeit war aber schwach von uns. Wir sind mit dem Punkt zufrieden und können darauf weiter aufbauen“, so Marcel Subke.