07. März 2021 / 19:13 Uhr

Glückslos? RB Leipzig muss im Pokal-Halbfinale gegen Bremen oder Regensburg ran

Glückslos? RB Leipzig muss im Pokal-Halbfinale gegen Bremen oder Regensburg ran

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Objekt der Begierde: der DFB-Pokal.
Noch ein Sieg ist es bis zum Pokalfinale für RB Leipzig. © Getty Images
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RB Leipzigs Halbfinal-Gegner im DFB-Pokal steht noch nicht fest. Die Sachsen müssen in der Runde der letzten Vier beim Sieger der Partie zwischen Jahn Regensburg und Werder Bremen ran. Gespielt wird allerdings erst Anfang Mai.

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Leipzig. „Wir wollen ins Finale einziehen“, sagte Peter Gulacsi am Mittwochabend nach dem Viertelfinal-Sieg im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg. Um das zu schaffen muss RB Leipzig noch ein Spiel gewinnen. Der Gegner dort heißt entweder SSV Jahn Regensburg oder Werder Bremen. Die Messestädter müssen auswärts ran. Das ergab die Auslosung am Sonntag in der ARD-Sportschau. Damit konnte RB der ganz großen Hürde Borussia Dortmund zunächst aus dem Weg gehen. Der BVB muss auf seinem Weg ins Endspiel daheim gegen Bayern-Bezwinger Holstein Kiel antreten.

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In jedem Fall eine Premiere

Bis es allerdings soweit ist, geht noch reichlich Zeit ins Land. Die Runde der letzten Vier ist auf den 1. und 2. Mai terminiert und wird live im Ersten sowie bei Sky gezeigt. Zuvor müssen Regensburg und Bremen noch das Viertelfinale austragen. Die Begegnung war aufgrund mehrerer Corona-Fälle beim SSV abgesagt worden. Sie soll am 7. April nachgeholt werden.

DURCHKLICKEN: Bisherige Auftritte von RB Leipzig im DFB-Pokal

29.07.2011: Regionalligist RB Leipzig gibt sein Debüt im DFB-Pokal. Und was für eins! Zu Gast ist Bundesligist VfL Wolfsburg. Der haushohe Favorit fährt geschlagen nach Hause. 3:2 gewinnen die Leipziger. Held des Abends ist Daniel Frahn, der alle drei Tore erzielt. Zur Galerie
29.07.2011: Regionalligist RB Leipzig gibt sein Debüt im DFB-Pokal. Und was für eins! Zu Gast ist Bundesligist VfL Wolfsburg. Der haushohe Favorit fährt geschlagen nach Hause. 3:2 gewinnen die Leipziger. Held des Abends ist Daniel Frahn, der alle drei Tore erzielt. ©

Egal wer am Ende Leipzigs Gegner sein wird: Für den Bundesliga-Zweiten wird es das erstmalige Aufeinandertreffen im Wettbewerb sein. Weder mit Bremen noch mit Regensburg bekam es RB bisher im rahmen des DFB-Pokals zu tun. Unbekannt ist den Kickern von Cottaweg indes natürlich keiner der möglichen Kontrahenten. Gegen den SSV Jahn gab es in der Drittliga-Saison 2013/14 zwei Duelle. Beide gingen jeweils zu null an die Leipziger. Auf den SV Werder trafen die Roten Bullen bisher neunmal, gewannen sechs der Partien, verloren zwei, beide in Bremen.

"Regensburg und Bremen sind beides gute Teams, die in ihrem Stadion versuchen werden, uns das Leben extrem schwer zu machen. Aber wir tun alles dafür, dieses Spiel zu gewinnen", kommentierte RB-Sportdirektor Markus Krösche die Auslosung. "Unsere Mannschaft hat den absoluten Willen, in diesem Jahr etwas Großartiges im Pokal zu erreichen.“

Für RB ist es die zweite Halbfinal-Teilnahme. Im April 2019 gelang das erstmals. Gegner und Gastgeber war Zweitligist Hamburger SV. Leipzig gewann nach Toren von Yussuf Poulsen, Emil Forsberg sowie einem Eigentor von Vasilije Janjicic 3:1 (1:1). Im Finale wartete dann Bayern München. Beim 0:3 hatte RB keine echte Siegchance.

Fußball-Pionierin am Lostopf

Für den noch zu ermittelnden Kontrahenten bedanken kann sich die Elf von Coach Julian Nagelsmann übrigens bei Bärbel Wohlleben. Die inzwischen 77-Jährige stand am Lostopf. Wohlleben ist alles andere als ein unbeschriebenes Fußball-Blatt. 1974 hatte sie mit dem TuS Wörrstadt die erste Deutsche Meisterschaft gefeiert. Im selben Jahr war die Mittelfeldspielerin als erste Frau überhaupt für das "Tor des Monats" geehrt worden. Sie war es, die den Begriff "Frauschaft" statt "Mannschaft" prägte.

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"Der Frauenfußball wird teilweise leider immer noch unterschätzt. Aber das wird sich noch ändern. Es ist großartig, welche Entwicklung dieser Sport in den vergangenen 50 Jahren genommen hat", sagte Wohlleben im vergangenen Jahr. 50 Jahre zuvor war ihr liebstes Hobby vom Deutschen Fußball-Bund offiziell in seine Satzung aufgenommen worden