13. Dezember 2020 / 20:11 Uhr

Göttinger flippo Baskets kassieren dritte Niederlage innerhalb einer Woche

Göttinger flippo Baskets kassieren dritte Niederlage innerhalb einer Woche

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Den flippo Baskets BG 74 Göttingen ging gegen die Eisvögel USC zum Ende der Partie die Luft aus. Hier ist Göttingens Jennifer Crowder am Ball.
Den flippo Baskets BG 74 Göttingen ging gegen die Eisvögel USC zum Ende der Partie die Luft aus. Hier ist Göttingens Jennifer Crowder am Ball. © Swen Pförtner
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Zwei Siege, vier Niederlagen. Noch haben die flippo Baskets BG 74 in der Damenbasketball-Bundesliga in dieser Saison kein Heimspiel gewonnen. Auch gegen Freiburg musste sich die Mannschaft von Headcoach Goran Lojo geschlagen geben. Der hatte auch noch Stress mit den Schiedsrichtern.

Für die flippo Baskets BG 74 war es eine aus Ergebnissicht gebrauchte Woche. Nach der Niederlage beim Rekordmeister in Wasserburg und dem Aus im Pokalachtelfinale gegen Keltern mussten die Göttingerinnen beim Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen die Eisvögel USC Freiburg die dritte Niederlage binnen einer Woche einstecken. Am Ende stand ein 71:82 (46:46).

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„Wir haben 17 Würfe mehr, verlieren aber das Spiel. Wir haben nur acht Turnover und sind im Rebound-Verhältnis annähernd ausgeglichen“, stellte Göttingens Trainer Goran Lojo nach Spielende enttäuscht fest. Die Gäste aus dem Breisgau hatten, anders als das Team vom Göttinger Headcoach, nach dem Erstrundenaus im Pokal unter der Woche kein Spiel und gingen so ausgeruhter in die Begegnung.

flippo Baskets BG 74 - Eisvögel USC Freiburg

Die Göttinger flippo Baskets begannen stark gegen Freiburg, mussten am Ende aber dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Zur Galerie
Die Göttinger flippo Baskets begannen stark gegen Freiburg, mussten am Ende aber dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. © Swen Pförtner

Insbesondere zu Beginn spielten die flippo Baskets im Vergleich zum Pokalspiel gegen Keltern wie ausgewechselt. Besonders auffällig agierte in den ersten Minuten Samantha Roscoe, die offensiv wie defensiv hellwach agierte und so einen maßgeblichen Anteil an der frühen 16:6-Führung hatte (6. Minute). Als Ivana Blazevic von der Bank kommend den Freiburger Korb attackierte und die nächsten Punkte für die flippo Baskets von der Freiwurflinie erarbeitete, wirkte die Göttinger Führung beruhigend.

Einen Bruch erlitt das Spiel der Gastgeberinnen mit der kurzzeitigen Auswechslung von Jenny Crowder Mitte des zweiten Viertels. Die deutsche Nationalspielerin steuerte allein 19 Punkte zum 46:46-Halbzeitstand bei und kam am Ende des Spiels auf 38 Minuten Einsatzzeit. Auf Sandra Azinovic, die gegen Keltern ihr „bisher vermutlich bestes Spiel im Göttinger Trikot zeigte“ (Lojo), musste der Göttinger Headcoach dabei verzichten. Die Aufbauspielerin zog sich beim Abschlusstraining eine Verletzung am Knöchel zu, die genaue Diagnose steht noch aus.

War es im Pokalspiel gegen Keltern noch das dritte Viertel, das die flippo Baskets auszeichnete, lief gegen Freiburg vor allem in den ersten vier Minuten des Spielabschnitts nichts zusammen. Die Göttingerinnen verteilten vorweihnachtliche Geschenke an die Gäste, indem sie selbst keinen Korb erzielten und mehrere Offensivrebounds zuließen. So sorgte Sara Kranzhöfer für die 46:50-Führung der Eisvögel (24. Minute).

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Nach einem schönen Spielzug zwischen Crowder und Roscoe, der auf ähnliche Weise bereits für die ersten zwei Punkte der Partie sorgte, kam die Hoffnung bei den flippo Baskets zurück. Dann übernahm allerdings die Kanadierin Daneesha Provo, vor der Lojo im Vorfeld ausdrücklich gewarnt hatte.


Die Kanadierin überzeugte zuletzt gegen Heidelberg und Halle (41 bzw. 33 Punkte) und übernahm mit vier erfolgreichen Dreipunktwürfen, der letzte davon mit viel Selbstbewusstsein aus dem Lauf, zunehmend die Verantwortung. Ein weiterer Dreipunktwurf von Pauline Mayer sorgte schließlich dafür, dass die Gäste aus Freiburg mit einer Fünf-Punkte-Führung in das Schlussviertel starten konnten (61:66, 30. Minute).

Mit zunehmender Spieldauer war den flippo Baskets die hohe Anfangsintensität anzumerken. Die erneut stark aufspielende Ivana Blazevic und anschließend Ruzica Dzankic verkürzten jeweils mit einem erfolgreichen Drei-Punkt-Spiel den Rückstand auf vier Punkte (35. Minute). Spätestens mit Karambatsas Foul an Provo beim Drei-Punkt-Wurf war das Spiel dann entschieden.

Trainer Lojo kassiert technisches Foul

Da sich Lojo lautstark beschwerte und zusätzlich ein technisches Foul vom guten Schiedsrichterduo erhielt, sorgte erneut Provo mit vier erfolgreichen Freiwürfen für die Entscheidung. Am Ende erzielte die Topscorerin der DBBL 33 Punkte und trug erneut maßgeblich dazu bei, dass ihr Team als Sieger das Feld verließ.

Der Sieg für Freiburg war nicht unverdient, da die Gäste ab dem zweiten Viertel jeden Spielabschnitt für sich entschieden. Die Leistungen von Jenny Crowder (22 Punkte) und Ivana Blazevic (19) waren in der Offensive insgesamt zu wenig, um die Freiburgerinnen noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Während sich die Eisvögel in der Spitzengruppe festsetzen, geht es für die Flippo Baskets am kommenden Sonnabend beim Auswärtsspiel in Keltern darum, die Negativserie möglichst zu beenden.

Statistik

flippo Baskets BG 74: Blazevic (19 Punkte/ 5 Rebounds/- Assists), Wagner (DNP), Roscoe (9/4/1), Oevermann (-/-/-), Crowder (22/7/4), Karambatsa (2/7/-), Göttling (DNP), Weski (DNP), Lupfer (7/3/-), Dzankic (9/4/-), Bosilj (3/0/-), Kentzler (DNP).

Von Florian Schmidt