29. November 2019 / 18:36 Uhr

Göttinger Oberbürgermeister schließt Bezuschussung des Sparkasse & VGH CUPs aus

Göttinger Oberbürgermeister schließt Bezuschussung des Sparkasse & VGH CUPs aus

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Sparkasse & VGH CUP: Die Düsseldorfer Fortuna freut sich im vergangenen Jahr über den Titelgewinn in der Lokhalle.
Sparkasse & VGH CUP: Die Düsseldorfer Fortuna freut sich im vergangenen Jahr über den Titelgewinn in der Lokhalle. © Pförtner
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Eine Förderung des Hallenfußballturniers Sparkasse / VGH CUP aus Steuermitteln ist so gut wie vom Tisch. Der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) schloss eine Subventionierung kategorisch aus – signalisierte aber Unterstützung durch Marketingmaßnahmen.

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Nach dem Willen von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) gibt es vorerst keine Förderung des Hallenfußballturniers Sparkasse & VGH CUP aus Steuermitteln. Die Veranstalter des A-Juniorenturniers in der Lokhalle hatten sich wegen Einnahmeausfällen und Kostensteigerungen eine Subventionierung von rund 50000 Euro gewünscht.

„Wir helfen da, wo wir können, aber nicht durch steuerliche Zuschüsse“, stellte Köhler gegenüber dem Tageblatt klar. Im Frühjahr hatte Lutz Renneberg, zusammen mit Holger Jortzik Geschäftsführer des Cup-Veranstalters Fest GmbH, im Sportausschuss des Göttinger Rates eine Förderung in Höhe von 52 500 Euro aus Haushaltsmitteln erbeten. In der vergangenen Ausschussitzung im November hatte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Christian Henze (SPD) den Wunsch noch mal in Erinnerung gerufen.

„Es ist ein privates Turnier, und wir sind nicht für Gewinne zuständig“, sagte Köhler nun. „Meine Empfehlung ist, das Turnier nicht zu bezuschussen. Wir unterstützen auch nicht die BG.“ Auf der anderen Seite sei unter anderem die städtische Tochter Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) bereits Werbepartner des Cups und verfüge genauso über ein Marketingbudget wie andere kommunale Unternehmen, beispielsweise die GWG oder die Stadtwerke. „Alles, was wir haben, kann Marketingmaßnahmen durchführen.“

Cup biete „Aktivitäten, für die wir dankbar sind“

Der Sparkasse & VGH CUP, so Köhler, „stärkt Göttingen, weil er seit vielen Jahren Jugendfußball der Spitzenklasse bietet, Aktivitäten, für die wir dankbar sind“. Aber eine Bezuschussung aus öffentlichen Mitteln komme nicht in Betracht. Wenn SPD oder Grüne anderer Meinung seien, müsse ein Antrag gestellt werden.

Alexander Frey, Geschäftsführer des Cup-Sponsors GoeSF, bestätigte Gespräche mit der Fest GmbH, allerdings habe man über die Inhalte Stillschweigen vereinbart. „Die GoeSF ist weiterhin Werbepartner. Wir erachten das Turnier nicht nur als sportliches Ereignis für wichtig, sondern auch als tolle Plattform für eine werberische Tätigkeit, weil die Zielgruppe des Cups unserem Kundeneinzugsgebiet entspricht“, sagte Frey.

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Weil sich Köhler bezüglich einer Bezuschussung im Sportausschuss bereits entsprechend geäußert habe und von den Ausschussmitgliedern keine weitere Intervention erfolgt sei, sei davon auszugehen, dass die Politik mit dem Oberbürgermeister konform gehe und ein Bericht der Verwaltung nicht notwendig sei. Frey: „Der Bericht ist ja quasi abgeliefert, und es gab keinen Widerspruch aus dem Ausschuss.“

Eintrittspreise sind um zwei Euro erhöht worden

Fest-Geschäftsführer Lutz Renneberg hat die Hoffnung auf eine Subventionierung aus der öffentlichen Hand und einen entsprechenden Beschluss der Politik noch nicht aufgegeben: „Eine öffentliche Förderung ist unser Bestreben, wir wünschen uns eine Gleichbehandlung mit anderen öffentlich geförderten Veranstaltungen wie zum Beispiel der Deutschland Tour“, sagte er am Freitag und ergänzte: „Letztlich entscheidet die Politik.“

Damit Göttingen ein Etappenort des Profi-Radrennens wird, hatte die Stadt einen sechsstelligen Betrag investiert. „Unsere Mediawerte sind eigentlich besser. Vor allem haben wir bereits Nachhaltigkeit für Göttingen als Turnierstandort erreicht. Das ist nachhaltiges Marketing für die Region, die Stadt und die Lokhalle“, so Renneberg.

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Unterdessen seien bis auf die günstigste Kategorie die Eintrittspreise um zwei Euro erhöht und Kostensenkungen umgesetzt worden, berichtete der Cup-Geschäftsführer. „Wir wollen die Qualität erhalten und hoffen nicht, dass wir ins Soll gehen. Wir strengen uns sehr an und werden auch mehrere kleinere Partner versuchen zu gewinnen“, sagte Renneberg, der verriet, dass im Anschluss an das Turnier weitere Gespräche mit der Politik anstehen.

„Wenn eine Lösung gefunden wird, mit der alle leben können, finde ich das in Ordnung“, sagte SPD-Ausschussmitglied Christian Henze über das GoeSF-Sponsoring. „Ich finde es schön, dass meine Nachfrage Bewegung in die Sache gebracht hat, und gehe davon aus, dass irgendwann eine entsprechende Mitteilung erfolgt.“

Den Autor erreichen Sie per E-Mail an sport@goettinger-tageblatt.de

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