11. November 2021 / 18:08 Uhr

Göttinger Oberligisten wollen aus dem Tabellenkeller heraus

Göttinger Oberligisten wollen aus dem Tabellenkeller heraus

Ferdinand Jacksch
Göttinger Tageblatt
Sascha Heiligenstadt und der MTV Rosdorf wollen gegen Lüneburg punkten.
Sascha Heiligenstadt und der MTV Rosdorf wollen gegen Lüneburg punkten. © Swen Pförtner
Anzeige

Für die heimischen Vertreter in der Handball-Oberliga der Frauen soll es am Wochenende endlich wieder bergauf gehen. Während Rosdorf und Geismar Heimspiele haben, tritt Plesse-Hardenberg auswärts an.

Ihre Lage deutlich verbessern wollen die heimischen Oberligahandballerinnen, die derzeit das untere Tabellenbild der Liga prägen. Beste Chancen dafür hat der MTV Rosdorf, der sich vor einer dreiwöchigen Pause zu Hause zwei Punkte gegen den HV Lüneburg holen will. Viel schwerer hat es das sieglose Schlusslicht MTV Geismar, das den Tabellendritten HG Heidmark empfängt. Auch die HSG Plesse-Hardenberg ist beim Ligafünften TV Oyten II krasser Außenseiter.

Anzeige

MTV Rosdorf – HV Lüneburg (Sbd., 15.30 Uhr). Für die mit 38 Treffern erfolgreichste MTV Torjägerin Amrei Gutenberg „wird es entscheidend sein, ob wir endlich wieder zu unserer alten Form finden. Wenn wir den Schalter umlegen und mit Kampfgeist in das Spiel gehen, ist ein Sieg möglich“, ist die Rückraumspielerin überzeugt. „Dafür muss die Mannschaft aber ihre Schockstarre ablegen“, gibt Trainer Sascha Heiligenstadt zu bedenken. Auch das Negativszenario kehrt Gutenberg nicht unter den Teppich: „Sollte uns das nicht gelingen und wir an die Form der letzten Wochen anknüpfen, dann sehe ich schwarz.“ Dennoch überwiegt die Zuversicht. „Wir müssen wieder als Team auftreten und uns auf unsere Stärken verlassen“, appelliert Nele Diek an ihre Mitspielerinnen.

Mehr aktuelle Themen in Göttingen

MTV Geismar – HSG Heidmark (Sbd., 17.15 Uhr). Die Gäste sind für ihr siebtes Saisonspiel gegen das erfolglose Ligaschlusslicht aus der Göttinger Südstadt gewappnet. Die anstehende Aufgabe ist nach dem bisherigen Abschneiden schon fast wie eine Pflichtübung. Am vergangenen Wochenende schickte die HSG den MTV Rosdorf mit einer deprimierenden 23:42-Niederlage nach Hause. Unterschätzen die Gäste allerdings den abermals personell deutlich reduzierten MTV Geismar, könnte der Tabellenletzte Morgenluft wittern. Das Schlusslicht aus Geismar hat dabei eine Spitzenreiterin in ihren Reihen: Mit 49 Treffern ist Ricarda Reinholz zurzeit erfolgreichste Torjägerin der Oberliga. Sie will sich gegen Sonja Wortmann (43) und Kim Burmester (35) von der HSG Heidmark behaupten.

MTV Oyten II – HSG Plesse-Hardenberg (So., 15 Uhr). Die zu Hause ungeschlagene Drittliga-Reserve des MTV Oyten ist für die südniedersächsische Konkurrenz wie ein rotes Tuch. Der MTV Rosdorf kam im Kreis Verden mit 17:38 und der MTV Geismar mit 18:36 unter die Räder. „Wir treffen also auf eine sehr erfahrene und routinierte Mannschaft, die auch gut in die Saison gestartet ist“, hat sich HSG-Trainer Lennart Versemann längst kundig gemacht. „Für uns geht es darum, weiterhin mit sehr viel Kampfgeist anzutreten, um dann den Favoriten Oyten möglichst lange zu ärgern.“ Und Yasmin Hemke aus dem Mannschaftsrat des Burgenteams verbreitet ihrerseits ein Hauch von Optimismus: „Wenn wir uns weiter entwickeln und unsere Fehler minimieren, dann sind wir in Oyten nicht chancenlos.“