22. Januar 2020 / 12:13 Uhr

Göttinger Tanzsportteam belohnte sich mit einer Reise nach Wien

Göttinger Tanzsportteam belohnte sich mit einer Reise nach Wien

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kai und Vanessa Feldhusen mit Tochter Fenja.
Kai und Vanessa Feldhusen mit Tochter Fenja. © R
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Ehemalige Tänzer der Göttinger Standardformation erinnern sich: Vanessa und Kai Feldhusen haben in der Formation getanzt, sind heute noch als Einzelpaar aktiv. Das Ehepaar hat viel zu erzählen.

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Eine wechselvolle, spannende und von Erfolg gekrönte Zeit hat das Tanzsportteam Göttingen als eine für die Stadt nicht mehr wegzudenkende Größe schon geschrieben. Mit dem Gewinn der Bundesliga, der Bronzemedaille bei der WM in Moskau und dem Titel eines Deutschen Meisters ist 2019 gerade das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte des TSC Schwarz Göttingen zu Ende gegangen. Vor knapp zwei Wochen sind meist junge Tänzer der Göttinger A-Formation in die zwölfte Bundesligasaison eingestiegen, fast selbstredend als Sieger des ersten Turniers in Ludwigsburg.

Ehemalige Formationstänzer erinnern sich im Umfeld der fünf Erstligaturniere gern an ihre erfolgreiche Zeit zurück. Heute Vanessa und Kai Feldhusen.

Da kommt dem heute 33-jährigen Mathematik- und Informatik-Lehrer Kai Feldhusen gerade das Aufstiegsturnier zur 2. Bundesliga 2007 in Oberhausen in den Sinn: „Der Finaldurchgang war gefühlt voller Patzer und legendärer Stürze. Wochen und Monate hatten wir auf diesen Durchgang hin trainiert. Wir sind von der Fläche gegangen und dachten, es sei vorbei. Kurz vor der Wertung hatten wir alle richtig Muffe und es schlotterten die Knie. Als die Tafeln hochgingen und wir mit der Wien-Choreografie als Turniersieger feststanden, war dies ein überwältigendes Gefühl.“ Das Team feierte den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit einer gemeinsamen Fahrt nach Wien, schließlich wollten doch alle in der besungenen „Grinzinger Allee“ einen Heurigen getrunken haben.

Apfelmus durfte auf Buffet nicht fehlen

Und eine Geschichte aus dem Nähkästchen darf nicht fehlen: „Ein ganz besonderer Moment während jedes Turniers war für mich die Zeit, in der wir unser eigenes Buffet plündern konnten. Das selbstgemachte Apfelmus der Oma einer Mittänzerin vermisse ich noch heute.“ Das war übrigens vor 2012, als Kai Feldhusen seine letzte Saison mit der Choreografie „Believe!“ in der A-Formation tanzte.

Die Liebe zum Tanzsport hat auch das eine oder andere Paar bis vor den Traualtar geführt, zum Beispiel Vanessa Kuhnert und Kai Feldhusen, die seit 2017 verheiratet und seit August 2019 stolze Eltern der kleinen Fenja sind: „Insgesamt denken wir gern an die Zeit zurück, in der wir beide in der Formation getanzt haben“, erinnert sich die 29-jährige Steuerfachangestellte Vanessa Feldhusen, auch wenn sie Stress hatten und es nicht immer einfach war. „Ich hatte bei den Turnieren und insbesondere danach häufig Pech. Per Zufall wurden immer eine Tänzerin und ein Tänzer ausgelost um zur Dopingkontrolle zu gehen. Dreimal hintereinander fiel das Los auf mich. Es hat mich noch nie so gestört bei einer Lotterie zu gewinnen“, erzählt Vanessa augenzwinkernd. „Dennoch war es eine tolle Zeit, voller einzigartiger Momente mit ganz tollen Menschen.“ Zu vielen Mittänzern haben Vanessa und Kai Feldhusen heute immer noch Kontakt und treffen sich regelmäßig. „Unsere Kinder spielen sogar schon miteinander", erzählt das sympathische Paar.

Noch als Einzelpaar aktiv

Geblieben ist die große Liebe zum Tanzen. Als Einzelpaar schweben sie immer noch über das Parkett. Dass dies mit einem erheblichen Organisationsaufwand verbunden ist, weiß jeder, der Kinder hat. Unterstützt werden sie dabei von ihren Eltern, die sich liebevoll um das Enkelkind kümmern. Am 23. November 2019 tanzten Vanessa und Kai Feldhusenden den Deutschlandpokal. Das laufende Jahr soll jetzt dazu dienen, ihre tänzerische Darbietung weiter auszubauen. Mit großem Interesse verfolgen sie natürlich die Erfolgsstory der aktuellen Formation, die am kommenden Sonnabend in Nienburg die Spitzenposition in der Bundesliga ausbauen will und am 8. Februar beim Heimturnier in der Sparkassen-Arena vor ausverkauften Rängen tanzt. Kai Feldhusen vernimmt es mit Genugtuung, schließlich ist er der aktuelle Kassenwart des gastgebenden TSC Schwarz Gold Göttingen.

Nächstes Turnierwochenende in Nienburg

Eingebunden in das kommende Formationswochenende des TSC Blau-Gold Nienburg ist am Sonnabend ab 18 Uhr in der Triftweghalle vor ausverkauften Rängen (600 Fans) das zweite Standardturnier 2020 der 1. Bundesliga. „Nach dem Auftaktturnier in Ludwigsburg haben wir uns vorgenommen, weiter fleißig an uns zu arbeiten, um mit Energie und höherer Qualität das zweite Turnier zu bestreiten. Wir freuen uns sehr darauf, erstmalig dem Nienburger Publikum unsere Choreografie ,Happy together’ präsentieren zu dürfen und eine Steigerung zum letzten Turnier zu zeigen", erhofft sich Rebecca Feider. „Geschlossen, fokussiert und mit ungebremsten Willen gehen wir jedenfalls an den Start", ergänzt Christopher Neumeyr. Die Formationen der 2. Bundesliga Nord treffen sich an gleicher Stelle am Sonntag ab 12.30 Uhr zusammen mit dem Göttinger B- und C-Team.

Von Ferdinand Jacksch

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