28. November 2021 / 19:11 Uhr

Göttinger Veilchen Ladies unterliegen Marburg nach frühem Blackout

Göttinger Veilchen Ladies unterliegen Marburg nach frühem Blackout

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Göttingens Neuzugang Sylwia Bujniak (r.) verlor mit den Veilchen Ladies ihr erstes Heimspiel.
Göttingens Neuzugang Sylwia Bujniak (r.) verlor mit den Veilchen Ladies ihr erstes Heimspiel. © Swen Pförtner
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Sie kommen von den Abstiegsplätzen nicht weg: Die Medical Instinct Veilchen BG 74 mussten sich Pharmaserv Marburg im Heimspiel am Sonntag deutlich geschlagen geben.

Nach der knappen Auswärtsniederlage in Wasserburg (72:75) haben sich die Veilchen am zehnten Spieltag der Damenbasketball-Bundesliga gegen Marburg deutlich 61:78-geschlagen geben müssen. Dabei hielt die Mannschaft von Trainer Goran Lojo im ersten Viertel vor eigenem Publikum gut mit, anschließend ging der Zugriff auf das Spiel jedoch verloren. Während Kat Tudor eine ihrer besten Saisonleistungen zeigte, konnte Neuzugang Sylwia Bujniak nicht an ihre starke Vorstellung bei ihrem Debüt anknüpfen.

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Der Start in die Begegnung verlief für die Veilchen zunächst verheißungsvoll. Die starke Tudor (21 Punkte) sorgte mit ihrem ersten erfolgreichen Dreier direkt für die Göttinger Führung – es sollte bis zum Ende allerdings die einzige bleiben. Die Marburgerinnen agierten in der Verteidigung hochkonzentriert und kamen zu Abschlüssen in Korbnähe. Als Tudor in der sechsten Minute bei ihrem zweiten Dreier gefoult wurde und ein eher seltenes Vier-Punkt-Spiel vollendete, kamen die Veilchen wieder in Schlagdistanz (9:10). Mit sechs Punkten in Folge hielt die zuletzt unauffällige Morgan Pullins ihr Team bis zum Ende des ersten Spielabschnitts im Spiel (16:17, 10. Minute).

Die Medical Instinct Veilchen BG 74 kassieren gegen Marburg eine deutliche Heimniederlage. Zur Galerie
Die Medical Instinct Veilchen BG 74 kassieren gegen Marburg eine deutliche Heimniederlage. ©

Im zweiten Viertel dauerte es mehr als vier Minuten, bevor Lena Wenke die ersten Göttinger Punkte von der Freiwurflinie erzielte. Die Schwächephase nutzten die Gäste konsequent mit einem 11:0-Lauf aus, in dem vor allem die beste Marburgerin Alexandra Wilke mit sieben Punkten in Folge herausstach. Der erste Korberfolg aus dem Spiel ließ bei den Gastgeberinnen im zweiten Viertel sage und schreibe sieben Minuten auf sich warten. Dann erzielte der in Wasserburg mit 28 Punkten so starke Neuzugang Sylwia Bujniak die ersten drei Punkte im Spiel.


Nach der Pause zeigte sich erneut Pullins für die ersten Veilchen-Punkte verantwortlich. Es folgte jedoch eine Phase, in der sich Marburg in einen weiteren Lauf spielte. Ausgerechnet die in der ersten Hälfte noch erfolglose Ex-Göttingerin Theresa Simon sorgte dafür, dass sich die Gäste schnell weiter absetzten. Die erneut ohne Jenny Crowder angetretenen Veilchen konnten sich in diesem Abschnitt nur auf Tudor verlassen, die bis kurz vor dem Ende des Viertels weitere acht Zähler beisteuerte. Dennoch war die Begegnung beim Stand von 43:61 vor Beginn des Schlussviertels praktisch entschieden.

Die Gäste ließen weiterhin nicht nach und spielten das vierte Viertel souverän zu Ende. Göttingens Thalia Kretschmar kam in den Schlussminuten mit fünf Punkten noch zu ihrer Saisonbestleistung. Zu dieser Zeit hatten die Gäste den deutlichen Auswärtssieg aber schon längst festgemacht.

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Auch Goran Lojo fand die Ursache für die Niederlage im schwachen zweiten Viertel: „Wir haben im ersten und vierten Viertel sehr gut gespielt, im zweiten Abschnitt lief es gar nicht. Marburg hat mit 56 Prozent aus dem Feld deutlich besser getroffen als wir mit lediglich 36. Auch bei den Dreiern waren sie effektiver als wir. Bei der kleinen Rotation, mit der wir aktuell spielen, ist es wichtig, dass alle auf einem hohen Level agieren. Wir haben heute zu viele Fehler gemacht, an denen wir in der kommenden Woche arbeiten müssen. Unser Ziel ist es, in den kommenden Spielen in der Tabelle Richtung Mittelfeld zu schauen.“

Für die Medical Instinct Veilchen spielten: Tudor (21 Punkte / 8 Rebounds / 1 Assists); Wenke (3/-/-); Pullins (14/2/1); Brabencova (-/7/-); Reichert (4/8/-); Karambatsa (6/5/1); Bujniak (8/1/9); Kretschmar (5/3/-); Oevermann, M. (-/1/-); Oevermann, A. (-/1/-).

Von Florian Schmidt