09. März 2022 / 23:41 Uhr

Göttinger Veilchen stehen nach Heimpleite als Absteiger fest

Göttinger Veilchen stehen nach Heimpleite als Absteiger fest

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Enttäuschung pur: Sylwana Bujniak (l.) und Emese Vida steigen mit den Veilchen aus der Bundesliga ab.
Enttäuschung pur: Sylwana Bujniak (l.) und Emese Vida steigen mit den Veilchen aus der Bundesliga ab. © Swen Pförtner
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Deprimierendes Ende der Heimpartie in der FKG-Halle für den Damenbasketball-Bundesligisten Medical Instinct Veilchen BG 74: Die Göttingerinnen unterlagen dem TSV Wasserburg mit 75:89 und stehen damit als Absteiger aus der DBBL fest.

Im Nachholspiel des 23. Spieltages haben die Bundesliga-Basketballerinnen der Medical Instinct Veilchen BG 74 am Mittwochabend gegen den als Absteiger feststehenden TSV Wasserburg eine 75:89 (35:53)-Heimniederlage hinnehmen müssen. Damit müssen die Veilchen ihre Hoffnungen auf den Klassenerhalt endgültig begraben. Die Mannschaft von Goran Lojo trat vor allem in der ersten Hälfte über weite Strecken desolat auf. Erschwerend kamen für den Göttinger Trainer allerdings kurzfristige Absagen von zwei Leistungsträgerinnen hinzu.

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Nachdem die genesene Nationalspielerin Marie Reichert bereits zu Beginn des Aufwärmens signalisierte, dass ein Einsatz in diesem Spiel unmöglich sei, kam nur fünf Minuten vor Spielbeginn noch das entsprechende Signal von Kat Tudor dazu. Auch „sie fühlte sich nicht in der Lage, das Team für ein paar Minuten im Spiel zu unterstützen“, beschrieb Lojo die schwierige Situation vor dem Start in die entscheidende Begegnung.

Medical Instinct Veilchen BG 74 - TSV Wasserburg, DBBL 2021/22

Medical Instinct Veilchen BG 74 - TSV Wasserburg, DBBL 2021/22 Zur Galerie
Medical Instinct Veilchen BG 74 - TSV Wasserburg, DBBL 2021/22 © Swen Pförtner

Drei Siege aus den vergangenen drei Spielen wären für den Klassenerhalt nötig gewesen, wenn die Konkurrenz aus Halle ihre letzten beiden Saisonspiele zudem verloren hätte. Trotz der beiden Absagen der Spielerinnen war zu erwarten, dass die Göttingerinnen am Mittwochabend alles in die Waagschale werfen würden. Die Gäste aus Wasserburg, die am Sonntagnachmittag ihr Heimspiel gegen Halle nach insgesamt vier Verlängerungen denkbar knapp mit 100:98 gewannen, traten mit lediglich sieben Spielerinnen zum Auswärtsspiel in Göttingen an.

Dennoch zeigten die Gäste schnell, dass sie die Punkte trotz des bereits feststehenden Abstiegs keineswegs abschenken würden. Der Start verlief aus Göttinger Sicht mit 0:6 ernüchternd. Wie so oft in dieser Saison fanden die Veilchen aber ihren Rhythmus und konnten bis zum Ende des ersten Viertels ausgleichen (20:20/10.).

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Als Göttingens Jenny Crowder nach der Pause per Dreier für die erste Führung sorgte, schien sich das Spiel in die gewünschte Richtung zu drehen. Der Rekordmeister aus Wasserburg antwortete jedoch schnell und erzielte in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte fünf Dreier. Immer wieder kamen die Gäste mit sehr ähnlichen Mitteln zum Punkterfolg. Zur Pause lagen die Veilchen überraschend deutlich mit 35:53 zurück.

Veilchen starten Aufholjagd zu spät

Wer auf das große Aufbäumen nach dem Seitenwechsel gewartet hatte, wurde im dritten Viertel enttäuscht. Die Veilchen fanden schlichtweg keine Lösung, um die sehr gute Ballbewegung der Gäste zu unterbrechen. Mit insgesamt elf erfolgreichen Dreiern (Trefferquote 47 Prozent) in den ersten drei Vierteln zogen die Gäste sogar noch weiter davon. Auch der Dreier von Meike Oevermann kurz vor Viertelende war lediglich Ergebniskosmetik (55:76/30.).

Im Schlussviertel sollte nach einem Göttinger 9:0-Lauf noch einmal kurzzeitig etwas Hoffnung aufkommen (64:80/34.). Die aus Herne verpflichtete Dragana Domuzin steuerte im Schlussviertel elf ihrer insgesamt 15 Punkte bei und war damit Göttingens erfolgreichste Punktesammlerin im gesamten Spiel. Der Rückstand aus dem desolaten zweiten Viertel war jedoch zu hoch, um die Gäste noch einmal ernsthaft unter Druck setzen zu können.

Nach der vollkommen verdienten Heimniederlage steht für die Veilchen nach fünf Jahren Erstligazugehörigkeit der sportliche Abstieg fest. Ob es für die Göttingerinnen tatsächlich nächstes Jahr in die zweite Liga geht, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Dann beraten die Liga und Vereine über eine mögliche Aufstockung der Liga.

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Am kommenden Sonntag um 16 Uhr haben die Veilchen noch einmal die Gelegenheit, sich von den eigenen Fans zu verabschieden. Dann empfängt die Mannschaft von Trainer Lojo die Rutronik Stars aus Keltern zum letzten Heimspiel der Saison. – Für die Medical Instinct Veilchen spielten: Crowder (14 Punkte / 3 Rebound / 4 Assists); Domuzin (15/4/1), Karambatsa (12/2/1); Brabencova (12/6/2); Bujniak (13/5/3); Vida (6/8/2); Oevermann, M. (3/2/-); Oevermann, A. (-/-/1); Kretschmar (-/2/1); Tudor (dnp).

Von Florian Schmidt

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