15. Juni 2021 / 21:12 Uhr

Gleitschirmflieger landet neben Rüdiger: Greenpeace mit Protest-Aktion vor deutschem EM-Auftakt

Gleitschirmflieger landet neben Rüdiger: Greenpeace mit Protest-Aktion vor deutschem EM-Auftakt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Star Antonio Rüdiger half dem Gleitschirm-Springer beim Aufstehen.
DFB-Star Antonio Rüdiger half dem Gleitschirm-Springer beim Aufstehen. © 2021 Getty Images
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Eine Protestaktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace hat vor dem Anpfiff des deutschen EM-Auftakts gegen Frankreich für Aufsehen gesorgt. Ein Gleitschirmflieger landete auf dem Spielfeld der Münchner Allianz Arena und wurde anschließend von Sicherheitskräften aus dem Innenraum geführt.

Vor dem ersten deutschen Gruppenspiel bei der Europameisterschaft hat ein Mann mit einer Protestaktion für Aufsehen gesorgt. Unmittelbar bevor der spanische Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande die Partie gegen Frankreich in der Münchner Allianz Arena anpfeifen wollte, landete ein Gleitschirmflieger in der deutschen Hälfte. Auf dem Fallschirm des Mannes, der zuvor über dem Stadion geflogen war, dabei von der an der Dachkonstruktion installierten "Spider-Cam" erwischt wurde und die Zuschauerränge im Innenraum aufgrund dieser unfreiwilligen Richtungsänderung nur knapp verfehlte, standen die Worte "Kick Out Oil!" und "Greenpeace".

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Zuvor hatte er versucht, einen großen gelben Ball in die Arena zu werfen. Laut Sportschau wurde bei der Landung technisches Equipment beschädigt, außerdem wurde demnach eine Beleuchterin verletzt, die medizinisch versorgt werden musste. Ob die es zu ernsthafteren Verletzungen kam, blieb zunächst unklar.

Greenpeace bekennt und entschuldigt sich

Der gefährliche Flug des Mannes endete in der Nähe des deutschen Innenverteidigers Antonio Rüdiger, der sich nach der unsanften Landung prompt nach dessen Wohlbefinden erkundigte. Der Springer wurde von zwei Sicherheitskräften abgeführt, die TV-Regie blendete die Szene aus. Die Partie konnte trotz des Zwischenfalls planmäßig um 21 Uhr angepfiffen werden. Die Hintergründe der Protestaktion waren zunächst unklar. Die Umweltorganisation Greenpeace setzt sich seit ihrer Gründung vor 50 Jahren vorrangig für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz ein.

Noch während der ersten Halbzeit bekannte sich die Nonprofit-Organisation zu dem Vorfall, der offenbar gegen DFB- und UEFA-Sponsor VW gerichtet war. "Hey Volkswagen, Zeit, Öl rauszuschmeißen! Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen den Sponsor beim #FRAGER-Match und fordern: Schluss mit dem Verkauf von klimaschädlichen Diesel- und Benzinautos", twitterte der englischsprachige Greenpeace-Account.

Gegenüber der Sportschau entschuldigte sich die Organisation dafür, dass der Mann überhaupt in den Innenraum geflogen war. "Der Pilot wollte gar nicht ins Stadion. Er wusste, dass es zu gefährlich ist", erklärte ein Greenpeace-Sprecher.