31. Januar 2020 / 16:44 Uhr

Greifswalder FC II: Kein klares Ja zum Aufstieg

Greifswalder FC II: Kein klares Ja zum Aufstieg

Alexander Kruggel
Ostsee-Zeitung
Selbst das gestreckte Bein von Hannes Lange (r.) konnte Charbel Chougourou nicht
 am Treffen hindern. Insgesamt kassierte der Greifswalder FC II neun Tore.
Selbst das gestreckte Bein von Hannes Lange (r.) konnte Charbel Chougourou nicht am Treffen hindern. Insgesamt kassierte der Greifswalder FC II neun Tore. © Ronald Krumbholz
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Zweite Mannschaft misst sich im Testspiel mit der eigenen Oberliga-Elf und verliert 1:9. Landesliga-Team hat sich noch nicht konkret zur Aufstiegsfrage positioniert.

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Greifswald. „Schlaft aus!“ und „Das ist halbherzig!“, schallte es am Mittwochabend über den Kunstrasenplatz des Volksstadions. Von der Freude über die Rückkehr von Velimir Jovanovic war zu diesem Zeitpunkt nichts zu merken. In den ersten 15 Minuten des Testspiels der Oberliga-Kicker des Greifswalder FC gegen den „kleinen Bruder“ aus der Landesliga hatte der Trainer der ersten Mannschaft, Roland Kroos, einiges zu meckern.

Ganz anders sah es bei seinem Gegenüber Mathias Raths aus. Der Coach der zweiten Mannschaft sah von seiner Mannschaft einen druckvollen Auftakt, der die bisher beste Abwehr der NOFV-Oberliga Nord ganz schön in Bedrängnis brachte. Zu häufig hatte unter anderem Philipp Sundt auf der linken Außenbahn freie Hand und die richtigen Ideen. „Wir hatten uns vorgenommen, in der ersten Halbzeit voll drauf zu gehen und viel Druck zu erzeugen“, sagte Raths nach dem Spiel.

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Das ist seinem Team auch fast gelungen, aber eben nur fast. Nach einer guten Viertelstunde war Schluss mit dem temporeichen Spiel. Und während dem Landesligisten die Luft ausging, war beim Oberligisten der Knoten geplatzt. In der 18. Minute ließ Julian Rüh das Netz erstmals zappeln. Ihm folgten Peterson Appiah, Charbel Chougourou, Jannis Farr, Tom Fraus und Kamil Pozniak.

Der Ablauf war fast immer der Gleiche: Ein routinierter Pass von der Außenposition auf einen Stürmer, der im Sechzehner lauerte und nur noch einschieben musste. Zur Pause stand es bereits 6:0, der Endstand lautete dank GFC II-Mittelfeldspieler Maximilian Stöck 9:1. Den Treffer kassierte jedoch nicht der etatmäßige Keeper der Oberligisten, Nico Barz, sondern Torwarttrainer Stefan Hafermann, der kurzfristig zwischen den Pfosten einspringen musste. „Nico hat sich bei einem Arbeitsunfall am Finger verletzt. Ich gehe aber davon aus, dass er in der nächsten Woche wieder zum Einsatz kommen kann“, sagte Cheftrainer Kroos.

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NOFV-Oberliga Nord: Florian Esdorf vom FSV Wacker Nordhausen (Regionalliga Nordost) zum FC Hansa Rostock II ©

Neben Barz musste der 60-Jährige am Mittwoch größtenteils auch auf Fatlind Memaj verzichten. Der 20-Jährige musste bereits in der 10. Minute den Platz aufgrund einer Blockade verlassen. Ebenfalls nicht mit von der Partie waren Robin Krolikowski und Ryo Miyazaki. Auch in dieser Hinsicht verhält es ich bei der zweiten Mannschaft genau entgegengesetzt: „Alle sind gesund, das ist ohnehin das Wichtigste“, vermeldete Coach Raths. Gegen Ende der Rückrunde war zum Beispiel Stürmer-Ass William Gutknecht ausgefallen, der sich laut Raths derzeit wieder einarbeite.

In einer Sache jedoch geht es beim Landesligisten genauso zu wie in der ersten Mannschaft. Obwohl der GFC II schon seit längerem die Tabelle anführt, gibt es seitens des Vereins derzeit auch in diesem Fall kein klares Ja zum Aufstieg in die Verbandsliga.

Unterdessen hat die GFC-Reserve mit Richard Leinius einen Neuzugang geholt. Der Mittelfeldspieler kommt vom Weißenseer FC aus Berlin.