17. Februar 2020 / 19:43 Uhr

Greifswalder FC rückt durch Sieg im Nachholspiel auf Platz eins vor

Greifswalder FC rückt durch Sieg im Nachholspiel auf Platz eins vor

Philipp Weickert
Ostsee-Zeitung
Die Doppeltorschützen Robin Krolikowski und Peterson Appiah. Kamil Pozniak (v.r.) hatte weniger Glück und traf nur Aluminium. 
Die Doppeltorschützen Robin Krolikowski und Peterson Appiah. Kamil Pozniak (v.r.) hatte weniger Glück und traf nur Aluminium.  © Philipp Weickert
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4:0 gegen Lok Stendal besiegelt Tabellenführung. Peterson Appiah und Robin Krolikowski treffen jeweils zweimal.

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Stendal/Greifswald. Besser spät als nie: Mit den drei Punkten, die der Greifswalder FC am Sonntag aus Stendal mitnahm, befindet sich das Team von Roland Kroos in der ungewöhnlichen Situation, sich kurz vor dem regulären Ende der Winterpause doch noch Herbstmeister nennen zu können. Das erste Pflichtspiel in diesem Jahr hätte nicht besser laufen können: Die Boddenkicker meldeten sich mit einem satten 4:0 in der NOFV-Oberliga Nord zurück.

Greifswalder kommen gut aus der Winterpause

Zwar unterstreicht der erste Tabellenplatz die Ambitionen des GFC, Kroos bleibt angesichts des Erfolges jedoch gewohnt gelassen: „Natürlich freue ich mich über den Sieg. Die Herbstmeisterschaft ist mir aber egal, weil sie für mich nichts zu bedeuten hat“, so der Cheftrainer, der mit seinem Team an eine makellose Testspielphase anknüpfte: „Man weiß nie wie man aus einer Winterpause kommt, aber wir haben das sehr gut gemacht und sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen.“

Der Auswärtserfolg des GFC war vor allem den beiden Doppeltorschützen Robin Krolikowski und Peterson Appiah zu verdanken. Beide Akteure knipsten in beiden Halbzeiten jeweils einmal und brachten ihre Mannschaft auf die Siegerstraße. „Es lief heute sehr gut. Ich freue mich, dass es bei unserem Team so hervorragend klappt“, so Krolikowski, der neben seinen zwei Toren auch einen Treffer für Peterson Appiah auflegte: „Wir verstehen uns sehr gut und insgesamt passt es einfach.“

Krolikowski in guter Form

Der 20-Jährige erzielte mittlerweile sechs Saisontore und bereitete acht Treffer vor. Damit ist der Sommerneuzugang nach Appiah (13 Tore, 4 Vorlagen) zweitbester Scorer beim GFC. „Robin hat sich gut in die Mannschaft eingefügt und ist einfach gut in Form“, kommentierte Kroos diese Leistung. Zwischen den beiden Treffern im ersten Durchgang hatten die Greifswalder noch eine Riesen-Möglichkeit durch Kamil Pozniak, der seinen Meister in Torwart Westphal fand. Der junge Lok-Keeper glänzte im zweiten Durchgang mit starken Paraden, zeigte sich damit allerdings als einzige Gegenwehr.

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„Wir waren heute einfach nicht da. Es hat in allen Belangen gefehlt und somit war Greifswald der verdiente Sieger“, meinte Stendals Trainer Jörn Schulz. Dass die Greifswalder in den Schlussminuten noch zweimal Alu trafen kam dann auch noch dazu. Julian Rüh und Tom Fraus waren die beiden Pechvögel, die das Ergebnis noch deutlicher hätten machen können.

Nach verhaltenem Beginn übernimmt GFC das Spiel

Der Einstieg in die Partie erfolgte noch ein wenig zögerlich, denn alle wussten, dass Stendal in der Vergangenheit schon ein paar Favoriten überraschen konnte. Davon war am Sonntag allerdings nichts zu merken und so brachten die Greifswalder das Spiel innerhalb von 20 Minuten voll unter Kontrolle.

„Wir haben ein wenig gebraucht und mussten uns erstmal an die Platzverhältnisse gewöhnen, aber dann haben wir defensiv stabil gestanden und nach vorne unsere Qualitäten gezeigt“, analysierte Kroos. Die Platzverhältnisse waren es auch, die Ende des vergangenen Jahres überhaupt dazu geführt hatten, dass die ursprüngliche Ansetzung wieder abgesagt werden musste (die OZ berichtete). Mit dem Nachholespiel am Wochenende standen Greifswald und Stendal übrigens allein auf weiter Flur.

Nächster Gegner ist MSV Pampow

Alle anderen Teams der NOFV-Oberliga Nord hatten ihre 16 Begegnungen vor der Winterpause bereits abgehakt. Da der GFC auch mit einem Spiel weniger auf der Uhr bereits den dritten Rang bekleidete, wurde schon seit längerem hinter vorgehaltener Hand vom designierten Herbstmeister gesprochen. Jetzt gilt es, die Tabellenspitze zu verteidigen – eine anspruchsvolle Aufgabe.

„Wir gewinnen immer gern, aber wir wissen auch, dass wir jetzt nicht nachlassen dürfen“, so Doppeltorschütze Krolikowski, der sich auf das Kommende freut: „Wir wollen einfach genau so weitermachen, wie in der Hinrunde und daran anknüpfen.“ Das bezieht sich sicherlich auch auf das anstehende Match gegen den Tabellenfünften Pampow, denn in der Hinrunde besiegten die Greifswalder den MSV auf heimischen Rasen mit 2:0.

Die wichtigsten Wintertransfers in der Saison 2019/20 in M-V:

<b>NOFV-Oberliga Nord:</b> Florian Esdorf vom FSV Wacker Nordhausen (Regionalliga Nordost) zum FC Hansa Rostock II Zur Galerie
NOFV-Oberliga Nord: Florian Esdorf vom FSV Wacker Nordhausen (Regionalliga Nordost) zum FC Hansa Rostock II ©

Lok Stendal: Westphal – Gödecke, Gross, Buschke (78. Seidel-Holland), Schubert, Neumann, Kolzenburg (58. Kühn), Schaarschmidt, Hey, Baudis (46. Krüger), Behling.
Greifswalder FC: Barz - Bütterich (46.Selchow), Rüh, Czarnecki, Lösel - Pozniak (63. Horiuchi), Berger - Chougourou, Krolikowski, Farr - Appiah (72. Fraus).
Tore: 0:1 Robin Krolikowski (28.), 0:2 Peterson Appiah (37.), 0:3 Peterson Appiah (49.), 0:4 Robin Krolikowski (62.).
Schiedsrichter: Jacob Pawlowski,
Zuschauer: 252.

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