14. Februar 2020 / 15:46 Uhr

Greifswalder FC wieder auf Punktejagd

Greifswalder FC wieder auf Punktejagd

Philipp Weickert/Alexander Kruggel
Ostsee-Zeitung
Robin Krolikowski (M.) fiel zum Ende der Hinrunde durch seine Qualitäten in der Offensive auf – wird er der neue GFC-Spitzentorjäger?
Robin Krolikowski (M.) fiel zum Ende der Hinrunde durch seine Qualitäten in der Offensive auf – wird er der neue GFC-Spitzentorjäger? © Philipp Weickert
Anzeige

Kroos-Kicker melden sich nach der Winterpause zurück in der Oberliga. Das Nachholspiel beim 1. FC Lok Stendal steht an.

Anzeige
Anzeige

Greifswald/Stendal. Eine Woche vor Ende der Winterpause sind die Spielpläne in der Fußball-Oberliga immer noch blank. In der ganzen Oberliga? Nein! Ein Team aus Vorpommern läuft schon auf Hochtouren und begibt sich bereits an diesem Sonntag auf die Jagd nach weiteren Punkten.

Die erste Mannschaft des Greifswalder FC startet ein wenig früher als alle anderen in den Rest der aktuellen Saison der NOFV-Oberliga Nord. Für die Boddenstädter geht’s zu Lok Stendal, um die im letzten Jahr aufgrund eines unbespielbaren Stendaler Rasens ausgefallene Partie nachzuholen. Keinen Nachholbedarf hat das Team von Roland Kroos offensichtlich im sportlichen Bereich: In allen sechs Testspielen der Vorbereitung konnte der GFC einen Sieg verbuchen.

„Licht und Schatten" in Testspielen

Jetzt warten noch 15 Partien auf die Greifswalder, die dann spätestens im Sommer wissen, ob es in der neuen Saison erneut in der Oberliga oder aber in der Regionalliga um Punkte geht. „Wir wollen immer das Maximum rausholen. Dafür haben wir uns gut vorbereitet und sind gerüstet für die kommenden Aufgaben“, sagt GFC-Trainer Roland Kroos, der seinen Vertrag vor kurzem um drei weitere Jahre verlängerte.

Mehr zur NOFV-Oberliga Nord

So richtig überzeugt ist der Coach trotz der Erfolge aus den Testspielen aber nicht: „Es gab Licht und Schatten – aber das hatte natürlich auch damit zu tun, dass wir ein paar Dinge ausprobiert haben.“ Licht war vor allem in der Offensive zu sehen, der in der Oberliga-Hinrunde noch die Abschlüsse Probleme bereiteten. Aber hierbei handelt es sich wohl eher um ein Problemchen, denn in den 15 Ligaspielen konnten die Greifswalder immerhin 29 Treffer erzielen.

Torhungrige Greifswalder

In den Tests trafen die GFC-Kicker satte 34-mal. Dafür waren die Jungs aus dem Volksstadion aber auch hinten deutlich anfälliger, als noch in der Liga. In jedem der sechs Testkicks gab es mindestens einen Gegentreffer. Dabei stellt die Abwehr mit nur zwölf Gegentoren die beste Defensive der Oberliga. Für Kapitän John Berger war es eine „gelungene Vorbereitung, die aber am Wochenende in Stendal nichts zu bedeuten hat“, so der 27-jährige Mittelfeldspieler, der sich in der Vorbereitung wieder oft auf der Sechserposition vor der Verteidigung wiedergefunden hat, „Wir haben gute Spiele gemacht und ich bin froh, dass wir mit so wenig Verletzten rausgekommen sind.“

Auch am Wochenende werden die Greifswalder fast aus den Vollen schöpfen können. Zwar stehen hinter ein paar Akteuren noch Fragezeichen, doch mit dem Großteil plant GFC-Trainer Roland Kroos: „Kamil Pozniak ist seit Montag zurück im Training. Ryo Miyazaki ist gestern Abend wieder ins Training eingestiegen. Ein paar Fragezeichen sind noch, aber wir bekommen am Sonntag auf jeden Fall elf Spieler zusammen“, scherzt der 60-Jährige.

Jovanovic fehlt noch

Definitiv nicht dabei ist „Neuzugang“, besser Rückkehrer Velimir Jovanovic, der noch individuell mit dem Ball trainiert und langsam ins Mannschaftstraining eingefügt wird. Auch für Angreifer Tom Fraus könnte Stendal zu früh kommen. Eine positive Meldung gab es aber dennoch, denn Maxim Banaskiewicz trainiert wieder mit dem Team und könnte bald wieder eine Option werden. „Wir wollen überhaupt nichts überstürzen und bei „Bana“ kein Risiko eingehen“, sagt Kroos, der sich auf den Pflichtspielauftakt freut, „Es wird wieder eine andere Intensität bekommen, aber ich bin mir sicher, dass wir gut vorbereitet sind und in Stendal etwas holen können.“

Das sieht GFC-Kapitän John Berger fast genauso: „Wir werden in Stendal wieder alles mobilisieren, was in uns steckt, um unsere sportlichen Ziele zu erreichen. Und dann gibt es für mich nur einen Sieger. Jeder von uns weiß, um was es in der Rückrunde geht.“ Wie man in Stendal gewinnt, wissen die Greifswalder auf jeden Fall, denn in der vergangenen Spielzeit konnten die Hansestädter mit einem 3:2-Auswärtssieg die Heimreise antreten.

Lok Stendal tat schon Tennis Borussia weh

Die wichtigsten Wintertransfers in der Saison 2019/20 in M-V:

<b>NOFV-Oberliga Nord:</b> Florian Esdorf vom FSV Wacker Nordhausen (Regionalliga Nordost) zum FC Hansa Rostock II Zur Galerie
NOFV-Oberliga Nord: Florian Esdorf vom FSV Wacker Nordhausen (Regionalliga Nordost) zum FC Hansa Rostock II ©

Doch hinter dem 1.FC Lok Stendal verbirgt sich ein kleiner Favoritenschreck, der vor allem mit dem Unentschieden gegen Tennis Borussia Berlin für Aufsehen sorgte. Der Greifswalder FC ist also gewarnt, aber auch Favorit und hat mit der Meldung zur Regionalliga, die bis zum 5. März geschehen muss, ja auch den perfekten Anreiz vor der Nase.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Sport aus Mecklenburg Vorpommern
Sport aus aller Welt