09. September 2019 / 13:09 Uhr

Greifswalder Radsport-Nachwuchs holt Silber bei Spee-Cup

Greifswalder Radsport-Nachwuchs holt Silber bei Spee-Cup

Alexander Kruggel
Ostsee-Zeitung
Lui Bengelsdorf, Jean Luka Rennack, Arne Hoppe (alle PSV 90 Neubrandenburg) und Tjark Bredenbeck (HSG Uni Greifswald) vom U-15-Team des Radsportlandesverbands MV beim 28. Spee-Cup
Lui Bengelsdorf, Jean Luka Rennack, Arne Hoppe (alle PSV 90 Neubrandenburg) und Tjark Bredenbeck (HSG Uni Greifswald) vom U-15-Team des Radsportlandesverbands MV beim 28. Spee-Cup © Marco Weber
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In Genthin in Sachsen-Anhalt wurde am Sonntag der 28. Spee-Cup ausgetragen. Für die Nachwuchs-Radler aus MV hieß es ein letztes Mal, Mannschaftsgeist zu beweisen und alles aus sich raus zu holen.

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Beim U15-Nachwuchs des Radsportlandesverbandes MV läuft's! Letzte Woche noch erreichte das Team Platz 2 in der Gesamtwertung und im Mannschaftszeitfahren bei der Kids-Tour Berlin. Am Sonntag folgte der nächste Streich: Auch bei der Deutschen Meisterschaft im Mannschaftszeitfahren, die im Rahmen des 28. Spee-Cups in Genthin (SAH) ausgetragen wurde, konnte die Landesauswahl auf den zweiten Platz radeln. Eine Podestplatzierung für MV beim Spee-Cup gab es laut Philipp Vogelgesang von der HSG Uni Greifswald, der das Team als sportlicher Leiter begleitete, die letzten 20 Jahre nicht.

Abstimmung und Einteilung sind A und O

Tjark Bredenbeck (HSG), Lui Bengelsdorf, Arne Hoppe und Jean Luka Rennack (alle PSV 90 Neubrandenburg) heißen die Nachwuchs-Radler des Landesverbandes MV, die in Genthin angetreten sind. Für sie hieß es: zusammenarbeiten. „Es geht vor allem darum, sich abzustimmen und eine gute Einteilung umzusetzen. Auf dem Hinweg kamen die langen und schnellen Führungen von Lui. Auf der Rücktour hat das Tjark übernommen – da waren die Führungen am längsten.“

Erst kurz vor Schluss übertrumpft

Die 20 Kilometer hat die U15-Mannschaft in 28:02 Minuten zurückgelegt. Immer im Begleitfahrzeug dabei: Philipp Vogelgesang und sein Kollege Marco Weber vom PSV 90. „Wir haben von hinten angefeuert und Hinweise gegeben. Schon im Auto haben wir gemerkt, dass die Zeit etwas taugt. Auf dem letzten Viertel der Strecke war allerdings klar, dass wir die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit nicht halten können“, erinnert sich Vogelgesang, „Wir sind relativ in der Mitte gestartet und hatten dann lange die Bestzeit. Die Brandenburger kamen als Vorletzte und waren dann besser als wir. Das habe ich aber erwartet.“

Brandenburger mit Vorteil

Wie schon in der Gesamtwertung zur Kids-Tour, musste die Landesauswahl auch beim Spee-Cup den ersten Platz dem Nachbar-Verband überlassen. 19 Sekunden betrug der Rückstand auf die U15-Radler aus Brandenburg. Kein Zufall, denn mit der Lausitzer Sportschule in Cottbus befindet sich dort ein namhafter Leistungsstützpunkt für den Ausdauer-Radsport im Nachwuchs-Bereich. „Wenn man nach der U15 auf hohem Niveau fahren will, dann muss man auf die Schule in Cottbus“, stellt Philipp Vogelgesang klar. Und genau darin liegt das Problem – auch zwei seiner eigenen Fahrer werden den Landesverband verlassen und künftig für den RSC Cottbus antreten. „Für die U17 haben wir keine Mannschaft. Die Leute gehen weg oder machen Sprint – die können dann keine Straße mehr fahren. Das Training ist einfach zu unterschiedlich“, erklärt Vogelgesang.

Mannschaft geht auseinander

Die beiden, die es nach Brandenburg verschlägt, sind Lui Bengelsdorf und Arne Hoppe. Für Jean Luka Rennack hingegen geht es an das Schweriner Sportgymnasium. Hier wird jedoch vor allem der Bahnradsport trainiert. Einzig der Greifswalder Tjark Bredenbeck, der vor Genthin als einziger aus dem Team eine Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft – Silber bei der DM Omnium in Köln – holen konnte, möchte bisher keine Sportschule besuchen. „Wir müssen das in den nächsten Wochen noch eruieren. Er wird aber auf jeden Fall erst einmal weiter fahren“, heißt es dazu von Trainer Philipp Vogelgesang.

„Mehr war nicht drin“

Nach der Einschätzung von Vogelgesang ist der U15-Vierer im vergangenen Jahr gut zusammengewachsen. Darauf, dass die Kids-Tour Berlin und der Spee-Cup noch als Mannschaft bestritten wird, obwohl das neue Schuljahr sowohl in Mecklenburg-Vorpommern, als auch in Brandenburg schon begonnen hat, habe man sich im Vorfeld geeinigt. Der Ansporn, bei diesem letzten gemeinsamen Rennen einen Erfolg zu holen, war groß. Entsprechend stolz war die Mannschaft auf den Erfolg. „Zu Recht!“, freut sich Vogelgesang, „Das Ziel ist immer, dass alle – Trainer und Sportler – hinterher sagen können: Wir wissen nicht, wo wir noch eine Sekunde mehr hätten rausholen können. Ich denke das haben wir geschafft. Alle waren sich einig – mehr war nicht drin.“

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