21. November 2021 / 11:14 Uhr

Greuther Fürth mit schlechtestem Start der Bundesliga-Geschichte:  "Das hatten wir uns auch anders vorgestellt"

Greuther Fürth mit schlechtestem Start der Bundesliga-Geschichte:  "Das hatten wir uns auch anders vorgestellt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Hängende Köpfe bei den Fürthern Paul Seguin (l) und Julian Green nach der Niederlage gegen Gladbach.
Hängende Köpfe bei den Fürthern Paul Seguin (l) und Julian Green nach der Niederlage gegen Gladbach. © IMAGO/Zink
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Die SpVgg Greuther Fürth steht abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Nach der elften Niederlage im zwölften Spiel herrscht beim Aufsteiger eine gewisse Ratlosigkeit. Doch die Hoffnung gibt noch keiner auf.

Stefan Leitl hielt kurz inne - und analysierte dann schonungslos. "Wir haben heute gegen einen Gegner gespielt, der uns einfach in allen Bereichen überlegen war", sagte der Trainer der in der Bundesliga weit abgeschlagenen SpVgg Greuther Fürth nach dem 0:4 (0:3) am Samstag bei Borussia Mönchengladbach. "Das hat man ab der ersten Minute gesehen, deswegen haben wir verdient verloren."

Zwölf Spieltage, elf Niederlagen, kein Sieg, ein Punkt - noch nie stand ein Team in der Bundesliga-Gesichte zu diesem Zeitpunkt mit einer schlechteren Bilanz da als der Aufsteiger. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt bereits neun Punkte. Wie in der vergangenen Saison beim FC Schalke 04 werden Erinnerungen wach an Negativrekordler Tasmania Berlin, der 1965/66 mit zwei Siegen und vier Remis abgestiegen war. Fürth muss sich dringend steigern.

"Wir waren nicht in der Lage, ein gleichwertiger Gegner zu sein", sagte Leitl, der seine Mannschaft dennoch versuchte zu loben. In der zweiten Halbzeit habe eine "gewisse Stabilität" verhindert, "ganz unterzugehen". Mit nur fünf Schüssen in 90 Minuten waren die Fürther so harmlos, wie bislang kein anderes Team in dieser Saison. Früh war die Partie nach den Toren der Gladbacher Jonas Hofmann (9./57. Minute), Florian Neuhaus (28.) und Alessandro Plea (43.) entschieden.

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"Das hatten wir uns auch anders vorgestellt", sagte SpVgg-Mittelfeldspieler Max Christiansen. Seine Kritik: "Alles was uns eigentlich als Aufsteiger auszeichnen muss, das Läuferische und die Zweikämpfe, war nicht da"

Leitl, seit Februar 2019 im Amt, steht trotz des enormen Fehlstarts wohl weiter nicht zur Disposition. Fürths Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi hatte zumindest zuletzt betont: "Ich bin überzeugt von dem Weg, den wir gehen." Mit sportlicher Kontinuität und finanzieller Vernunft gegen den Abstieg zu kämpfen. Am Samstag beobachte Azzouzi die Interviewzone jedoch nur aus der Ferne.

Es war erwartbar, dass auch die zweite Fürther Bundesligasaison sehr schwierig wird, aber nicht so. "Wir wissen alle, wo wir stehen, und dass wir uns die Situation anders vorgestellt haben", sagte Fürth-Keeper Marius Funk. Die Hoffnungen ruhen nun mal wieder auf dem nächsten Spiel, und dass "der Knoten dann irgendwann platzt", sagte Funk.


Bis zum kommenden Heimspiel (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) gegen TSG 1899 Hoffenheim will Leitl "die Spieler wieder bestärken". Denn eins stehe fest, betonte der Trainer: "Denen werden wir mit Sicherheit mehr Paroli bieten als Gladbach."