04. Juni 2019 / 09:02 Uhr

Marvin Stefaniak zu seiner Zeit beim VfL Wolfsburg: „Es ist einfach nicht gut gelaufen...“

Marvin Stefaniak zu seiner Zeit beim VfL Wolfsburg: „Es ist einfach nicht gut gelaufen...“

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Marvin Stefaniak geht für zwei Jahre nach Fürth.
Marvin Stefaniak geht für zwei Jahre nach Fürth. © imago/Christian Schroedter
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Der VfL Wolfsburg gibt den nächsten Spieler in die 2. Bundesliga ab. Marvin Stefaniak wird für zwei Jahre an Greuther Fürth ausgeliehen. Trotz seiner wenigen Einsatzzeiten hat ihm der VfL zumindest in einem Punkt sehr geholfen.

Diesen Wechsel hatte sich Marvin Stefaniak anders vorgestellt. Im Sommer 2017 war der Linksaußen aus der 2. Liga von Dynamo Dresden zum VfL Wolfsburg gewechselt, um in der Bundesliga spielen zu können. Aber dieser Wunsch ging nie in Erfüllung. Nun hat sich Stefaniak für zwei Jahre an Zweitligist Spielvereinigung Greuther Fürth ausleihen lassen.

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Nach Paul Jaeckel und Paul Seguin ist der 24-Jährige schon der dritte VfLer, der bei den Kleeblättern anheuert. Alles Zufall? „Ja, das denke ich schon“, sagt Stefaniak. „Ich freue mich darauf, dass ich bald mit ihnen zusammenspielen kann.“ Aber nicht nur darüber freut er sich. „Es fühlt sich gut an, wieder geschätzt zu werden“, sagt er. Fürth-Trainer Stefan Leitl wollte ihn unbedingt, schon vor eineinhalb Jahren, als sich Stefaniak nach Nürnberg hatte ausleihen lassen, wollte Leitl (damals noch Trainer in Ingolstadt) den Offensivmann verpflichten.

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"Alles versucht, kam aber nicht zum Zug"

In Fürth will Stefaniak zeigen, dass er nichts verlernt hat, nachdem er in Wolfsburg gerade mal auf drei Spiele für die U23 des Klubs gekommen war. Warum er beim VfL nicht den nächsten Schritt machen konnte, darüber will Stefaniak nicht mehr viel reden. „Ich habe so viel gearbeitet, alles versucht, kam aber nicht zum Zug. In der Vergangenheit herumzukramen, bringt nichts mehr. Es ist einfach nicht gut gelaufen für mich.“

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Und doch kann er den vergangenen Wochen und Monaten auf der Tribüne auch etwas Positives abgewinnen: „Die Zeit in Wolfsburg hat mich härter gemacht – ich habe gelernt, Rückschläge hinnehmen zu müssen. Ich habe die andere Seite des Fußballs kennengelernt.“ Vorbei, Stefaniak schaut nach einem Muskelbündelriss im Oberschenkel nur noch nach vorn. Am 19. Juni startet er mit dem Zweitligisten in die Vorbereitung, zuvor genießt er noch ein paar Tage Urlaub mit seiner Michaela und der gemeinsamen Tochter, die im vergangenen Sommer in Wolfsburg zur Welt gekommen war.

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25. August: Was für ein Saisonstart! Durch den Sieg gegen den Vize-Meister (zu dem Zeitpunkt wusste man noch nicht, welch unterirdische Saison S04 spielen würde) lässt der letztjährige Relegations-Teilnehmer gleich mal aufhorchen. Zumal der Siegtreffer von Daniel Ginczek in der Nachspielzeit Gefühle freisetzte, die man so beim VfL lange nicht mehr gekannt hatte. ©
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"Jetzt zählt nur Fürth"

Bleibt die Frage: Kehrt Stefaniak, der in Wolfsburg einen Vertrag bis 2022 hat, noch mal zum VfL zurück? Es ist nicht ausgeschlossen. Stefaniak: „Wenn ich viele gute Spiele mache, vielleicht melden sich die Wolfsburger Verantwortlichen und wollen mich zurückhaben. Aber all das zählt jetzt nicht – jetzt zählt nur Fürth.“