25. September 2021 / 10:56 Uhr

Grimma will bei Wacker Nordhausen den nächsten Schritt machen

Grimma will bei Wacker Nordhausen den nächsten Schritt machen

Tom Rietschel
Leipziger Volkszeitung
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Nach dem klaren 3:0 gegen Rudolstadt war die Freude in Grimma groß: Können die Muldestädter am Sonntag bei Schlusslicht Wacker Nordhausen nachlegen? © hanni
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Nach dem Befreiungsschlag gegen Einheit Rudolstadt geht es für die Muldenstädter Oberliga-Fußballer auswärts gegen Wacker Nordhausen. Dort möchte die Elf um Trainer Alexander Kunert ihren zarten positiven Trend fortsetzen.

Grimma. Die Erleichterung war am vergangenen Sonntag im Lager des FC Grimma deutlich sichtbar. Soeben hatten die Muldestädter im heimischen Husaren-Sportpark den FC Einheit Rudolstadt mit 3:0 (2:0) bezwungen und feierten damit ihren ersten Heimsieg der laufenden Saison. Doch nicht nur das. Nachdem die Elf von Trainer Alexander Kunert aus den ersten sechs Begegnungen nur vier Punkte holte, war dieser Erfolg von eminent wichtiger Bedeutung, den Weg aus der unteren Tabellenregion verlassen zu können. Allerdings ist dieser dreifache Punktgewinn nur etwas wert, wenn die Mannschaft nun nachlegt.

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Kunert warnt vor Schlusslicht aus Nordhausen

Diese große Möglichkeit bietet sich der Truppe am Sonntag, wenn man beim Schlusslicht Wacker Nordhausen antritt. Die Südharzer, jahrelanger Regionalligist mit großen Ambitionen, müssen nach ihrer Insolvenz nun erst einmal kleinere Brötchen backen und haben in der Oberliga derzeit große Anpassungsprobleme. Erst zwei Zähler aus sechs Partien stehen auf der Habenseite – die Nordhäuser sind die bisher einzig sieglose Mannschaft der Oberliga. Doch genau dies ist die große Gefahr – darauf weist auch Trainer Alexander Kunert explizit hin. „Wir werden den Gegner definitiv nicht unterschätzen“, so der Coach.„Dazu haben wir auch überhaupt keinen Grund. Auch wenn wir letzte Woche gegen Rudolstadt gewinnen konnten, eine gewisse Selbstzufriedenheit soll bei uns gar nicht erst aufkommen.“Der Anstoß im Nordhäuser Albert-Kuntz-Sportpark erfolgt am Sonntag um 14 Uhr.

„Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe“, so Nordhausen Trainer Greschke, der jedoch ohne seinen Kapitän und Routinier Marcus Vopel (Rotsperre) auskommen muss, welches sich dieser am vergangenen Wochenende bei der 0:3-Niederlage in Erfurt abholte. Für die Grimmaer kommt es indes darauf an, an das letzte gute Heimspiel anzuknüpfen. „Diese Begegnung muss unser Maßstab sein“, so Trainer Alexander Kunert. „Wir müssen, wie in jedem Spiel, wieder an die Leistungsgrenze gehen. Zumal uns die Gastgeber aufgrund deren tabellarischer Situation mit Sicherheit nichts schenken werden.“

Trotz zahlreicher Ausfälle: Das Ziel bleibt ein Sieg

Innerhalb der Trainingswoche wurde bei den Muldestädtern gut gearbeitet, die positive Stimmung war nach dem Sieg allgegenwärtig. Zwar fallen am Sonntag mit den verletzten Stefan Tröger, Toni Ziffert, Vincent Markus, Kevin Ruppelt, Jakob Funken, sowie dem noch nicht spielberechtigten Alexander Irwin weiterhin einige Akteure aus, dennoch gibt sich der Coach sehr zuversichtlich. „Wenn wir wieder die Grundtugenden wie Leidenschaft, Wille, Laufbereitschaft und Aggressivität an den Tag legen, bin ich sehr optimistisch, dass wir in Nordhausen etwas mitnehmen“, so Kunert. „Ein frühes Tor würde uns natürlich sehr helfen, doch primär ist für uns erst einmal, dass hinten die Null steht.“Da kommt dem ehemaligen Grimmaer Mittelfeldspieler äußerst gelegen, dass Robin Brand nach fünfwöchiger Verletzungspause wieder in den Kader zurückkehrt.

Ob der vielseitig einsetzbare Routinier von Beginn an auflaufen wird, ließ der Coach zwar noch offen, doch nichtsdestotrotz ergeben sich mit dieser Personalie sofort die dringend notwendigen Optionen. „Wir wollen nachlegen und sind auf alles vorbereitet“, so der Grimmaer Coach. „Der nächste Schritt in die richtige Richtung wäre für unsere junge Elf extrem wichtig, doch dafür müssen wir in Nordhausen alles abrufen.“