14. Januar 2022 / 16:53 Uhr

Grimmaer Volleyballer trennen sich von Coach Poluga, Seyfferth/Stöckmann übernehmen

Grimmaer Volleyballer trennen sich von Coach Poluga, Seyfferth/Stöckmann übernehmen

Roger Dietze
Leipziger Volkszeitung
Trainerwechsel bei den Vorwärts Sachsen Volleys aus Grimma: das Duo Kristin Stöckmann und Sandra Seyfferth übernimmt.
Trainerwechsel bei den Vorwärts Sachsen Volleys aus Grimma: das Duo Kristin Stöckmann und Sandra Seyfferth übernimmt. © Memofotografie
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Die Verbindung hielt lediglich eine Hinrunde plus ein Rückrundenspiel: Bundesligist Vorwärts Sachsen Volleys und Coach Nikola Poluga gehen ab sofort getrennte Wege. Bis zum Saisonende übernimmt das Duo Sandra Seyfferth und Kristin Stöckmann die Geschicke der Grimmaer Volleyballerinnen.

Grimma. Der gebürtige Serbe hatte zu Saisonbeginn beim Zweitligisten in Nachfolge von Ronny Lederer die neu geschaffene Trainer-Vollzeitstelle angetreten. „Wir haben uns im beiderseitigen Einvernehmen getrennt“, so Manager Christian Beutler.

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„Dominantes Auftreten von der ersten Spielminute an“

Am Sonntag in der zweiten Rückrundenpartie gegen Stuttgart II und auch bei den restlichen Spielen der laufenden Saison wird das Duo Sandra Seyfferth/Kristin Stöckmann auf der Trainerbank Platz nehmen – wobei letztere offiziell als Cheftrainerin formieren wird. „Wir sind seit vielen Jahren als Spielerinnen und im Trainingsbereich mit dem Verein verbunden. Deshalb haben wir nicht lange gezögert, ihn und vor allem das Team in dieser Situation zu unterstützen“, so die neue Cheftrainerin, die von 2009 bis 2013 und noch einmal zwischen 2014 und 2019 das Grimmaer Trikot trug. „Wir sind froh und dankbar, mit den beiden Nachfolgerinnen für Nikola Poluga gefunden zu haben, die die DNA des Vereins in sich tragen und keine Eingewöhnungszeit benötigen“, so Christian Beutler. Nichtsdestotrotz werde das Einspielen zwischen Mannschaft und Trainerduo naturgemäß etwas Zeit in Anspruch nehmen.

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Entsprechend besonders konzentriert und hellwach müsse das Sonntags-Heimspiel gegen die Stuttgarter Reserve angegangen werden. „Diese Nachwuchs-Teams steigern sich in aller Regel im Meisterschaftsverlauf und sind von einer hohen Trainingsintensität geprägt“, so Beutler. Lasse man sie einmal ins Spiel kommen, könne man Probleme bekommen. „Ein dominantes Auftreten von der ersten Spielminute an muss also unsere Devise sein“, so der Vorwärts Sachsen Volleys-Teammanager.


Endlich wieder vor Fans

Dessen Mannschaft, die es zum Ende der Hin- und zum Auftakt der Rückrunde mit den beiden Top-Teams der Südstaffel Wiesbaden II und Altdorf zu tun bekommen und dabei zweimal mit 1:3 den Kürzeren gezogen hatte, ist mit Wiederaufnahme des Spielbetriebes angehalten, ihre Aufmerksamkeit auf die untere Tabellenregion zu richten. Bevor die Muldestädterinnen am 23. Januar die lange Reise an die französische Grenze zum Tabellenletzten TV Holz antreten müssen, steht an diesem Sonntag ab 16 Uhr die Heimpartie gegen die aktuell lediglich einen Rang besser platzierte zweite Mannschaft aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt auf dem Programm.

Nach einem grottenschlechten Saisonstart mit sieben Niederlagen am Stück hat sich das Team von Trainer Johannes Koch, das am Tag vor der Grimma-Partie beim VCO Dresden antreten muss, stabilisiert. „Wir haben den Anschluss an die vor uns liegenden beiden Teams aus Waldgirmes und Planegg-Krailling hergestellt und zudem gegenüber diesen ein Spiel beziehungsweise zwei Spiele weniger bestritten“, so Koch.

Sein Team habe sich nach dem verkorksten Saisonstart gesteigert, sei aber zugegebenermaßen noch weit von den Spitzenteams der Staffel entfernt. „Entsprechend sind wir auch gegen Grimma absoluter Außenseiter. Gleichwohl mögen und benötigen wir die Spiele gegen die Top-Teams der Staffel, um unsere junge Nachwuchsmannschaft zu entwickeln“, so der gebürtige Dresdener, der aus diesem Grund auch die Entwicklung der beiden sächsischen Teams genauestens verfolgt. „Grimma hat sich im Saisonverlauf spielerisch sehr gut entwickelt und verfügt über eine sehr erfahrene Mannschaft.“ Diese kann am Sonntag erstmals wieder vor Fans spielen. Der Zugang zur Muldentalhalle, vor der eine Teststation verfügbar sein wird, erfolgt auf Basis der 2G plus-Regelung. Der Verein bittet seine Fans deshalb um ein zeitnahes Erscheinen.