20. Oktober 2019 / 19:17 Uhr

Grimmener SV atmet auf: erster Ligasieg nach 77 Tagen

Grimmener SV atmet auf: erster Ligasieg nach 77 Tagen

Horst Schreiber
Ostsee-Zeitung
Sven Berndt jubelt nach seinem Freistoß-Tor gegen Ueckermünde. Dank des 12. Ligatreffers klettert der GSV einen Platz noch oben.
Sven Berndt jubelt nach seinem Freistoß-Tor gegen Ueckermünde. Dank des 12. Ligatreffers klettert der GSV einen Platz noch oben. © fotoS (2): H. Schreiber
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Der Verbandsligist revanchiert sich für das Pokal-Aus an Einheit Ueckermünde. Sven Berndt verwandelt eine Freistoß direkt zum Siegtreffer.

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Die Erleichterung bei den Fußballern des Grimmener SV war riesig und entlud sich direkt nach Abpfiff. Die Spieler sackten auf die Knie und reckten die Arme hoch oder lagen sich gegenseitig in den Armen. 77 Tage nach dem letzten „Dreier“ in der Liga siegte der GSV am Sonnabend mit 1:0 gegen den FSV Einheit Ueckermünde. Die Durststrecke ist beendet. Vor lauter Siegesfreude brachte Vizepräsident Christian Bockhahn die Stadionlautsprecher mit Mickie Krauses „Oh, wie ist das schön“ an ihre Grenzen. Übersteuern im Überschwang. „Wir arbeiten und arbeiten. Endlich der Lohn“, pustete Benjamin Peter durch.

Fischer und Wehlitz erstmals von Beginn

Eine Woche nach dem 2:4 im Pokal in Ueckermünde brachte Grimmens Trainer Martin Walewski zwei Startelf-Debütanten. Oliver Fischer und Nico Wehlitz liefen erstmals in dieser Spielzeit von Beginn an auf. Fischer durfte nach 68 Minuten duschen gehen, Wehlitz rackerte 85 Minuten durch, ehe er durch Kevin Beutin ersetzt wurde. „Ich war noch nie so an der Kotzgrenze“, gestand der Angreifer nach Abpfiff.

Beide hatten als Außenstürmer erst einmal wenig mit dem Offensivspiel zu tun. In einem alles in allem höhpunktarmen Spiel, dass wenig Kombinationsfußball bot, waren die Hausherren darauf bedacht, die gegnerische Sturmreihe um Hubert Bylicki, Adam Celeban und Oskar Fijalkowski nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. „Der Vorteil vom Pokalwochenende war, dass wir wussten, wer kommt. So war klar, wir müssen Fijalkowski ausschalten“, sagte Walewski.

Das gelang – bis auf eine Ausnahme. Der Offensivmann der Gäste hatte einmal zu viel Platz, zog aus 20 Metern ab und zwang Torhüter Carl Claas zu einer starken Parade, um den Fernschuss über den Querbalken zu lenken. Die größte Chance auf der anderen Seite hatte Marcel Max, der sich bei einem Freistoß aus dem Halbfeld am langen Pfosten davonstahl, den Ball aber am Tor vorbeispitzelte.

Sven Berndt markiert den 1:0-Siegtreffer für den Grimmener SV gegen Einheit Ueckermünde

Tor statt Platzverweis

Nach der Pause wurde die Partie nicht unbedingt unterhaltsamer. In der 53. Minute wurde Stephan Rambow mustergültig bedient. Abwehrspieler Kacper Chruscinski konnte den GSV-Kapitän nur noch stoppen, in dem er ihn kurz vor dem Strafraum als letzter Mann zu Boden riss. Der Pole hatte schon im Pokalspiel einen Platzverweis erhalten. In diesem Fall ging Schiedsrichter Frank Hübner äußerst milde mit dem Ueckermünder um und zeigte Gelb. Die Strafe für den FSV folgte dennoch auf dem Fuß. Sven Berndt verwandelte den fälligen Freistoß direkt zum Siegtreffer (54.).

Wehlitz hatte die große Chance, die Entscheidung herbeizuführen, doch seinen satten Schuss aus elf Metern nach Vorarbeit von Peter parierte Gäste-Keeper Cezary Szybka. Danach passierte in den Strafräumen nichts mehr, der GSV unterband die gegnerischen Angriffsbemühungen frühzeitig. „Das war nicht schön und eine ziemlich enge Kiste“, bilanzierte Peter. Den Grimmenern kann’s egal sein. Sie bringen drei Punkte zwischen sich und den SV Görmin, der nach dem 1:11-Debakel gegen Aufsteiger Penzlin weiter den ersten Abstiegsplatz belegt.

Pastow-Trainer: Jetzt beginnt für Grimmen die Saison

„Die Zähler gegen Ueckermünde sind Bonuspunkte“, meint Walewski und blickt voraus: „Heiner Bittorf (Trainer des SV Pastow/Anm. Red.) hat vor drei Wochen gesagt, jetzt beginnt die Saison für uns.“ Das harte Auftaktprogramm ist überstanden. Jetzt warten auf den GSV der FSV Kühlungsborn (A), SV Warnemünde (H), Aufbau Boizenburg (A), SV Görmin (H) und FC Förderkader (A). Bis auf den kommenden Gegner stehen alle in der unteren Tabellenhälfte. „Jetzt müssen wir punkten“, weiß Peter.

Das sind die besten Torjäger auf Landesebene (Stand: 15. November 2019):

<b>1. Platz</b>: Malte Pruchner (MSV Pampow II) - 17 Tore Zur Galerie
1. Platz: Malte Pruchner (MSV Pampow II) - 17 Tore ©
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