02. Dezember 2019 / 17:45 Uhr

Grimmener SV rettet einen Punkt nach Zwei-Tore-Rückstand

Grimmener SV rettet einen Punkt nach Zwei-Tore-Rückstand

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
GSV-Kapitän Stephan Rambow, hier im Spiel gegen den SV Görmin, traf zum späten 3:3-Ausgleich gegen den FC Förderkader.  
GSV-Kapitän Stephan Rambow, hier im Spiel gegen den SV Görmin, traf zum späten 3:3-Ausgleich gegen den FC Förderkader.   © Niklas Kunkel
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Verbandsligist kommt nach einem 1:3 im Kellerduell beim Förderkader zurück. Tom Müller und Stephan Rambow treffen in den Schlussminuten zum Remis.

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Grimmen. Die Gefühlswelten bei den Mannschaften lagen nach dem 3:3 des Grimmener SV beim FC Förderkader im Kellerduell der Verbandsliga weit auseinander. „Das fühlte sich wirklich so ein bisschen an wie ein kleiner Sieg. Zwischendurch schien das Spiel verloren. Da hat man bei uns schon in leere Gesichter geguckt“, beschreibt GSV-Kapitän Stephan Rambow den Punktgewinn, nachdem seine Mannschaft bis zehn Minuten vor dem Ende noch mit 1:3 hinten gelegen hatte. Bei den Rostockern herrschte hingegen Ernüchterung. „Das ist brutal“, konstatierte Trainer Stephan Malorny vom FC Förderkader René Schneider. Sein Team wartet auch nach dem 14. Spiel auf einen Erfolg. „Bis auf die gravierenden Fehler, die zu den Gegentoren geführt haben, machten wir ein gutes Spiel“, ärgerte sich der 61-Jährige nach Abpfiff. Mit dem Remis können die Grimmener (13. Platz/12 Punkte) den direkten Verfolger FC Förderkader (14./7) auf Abstand halten.

Müller sorgt für die Führung

Für die Trebelstädter begann das Spiel zunächst nach Maß. Auf der linken Seite vertändelte der Förderkader den Ball. GSV-Akteur Sven Berndt kam an das Spielgerät und hebelte die gegnerische Abwehr mit einem Diagonalball aus. Seine Vorarbeit fand Tom Müller, der eiskalt zum 1:0 traf. „Danach stimmten bei uns die Einstellung und das Zweikampfverhalten nicht mehr. Förderkader wurde spielerisch immer stärker und bei uns hat die Mentalität gefehlt“, erklärt Rambow. In der 34. Minute traf Bjarne Böhm zum verdienten 1:1 für die Gastgeber.

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Malchows Torjäger Tobias Täge bei einer Trinkpause. Zur Galerie
Malchows Torjäger Tobias Täge bei einer Trinkpause. ©
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Mit Beginn der zweiten Hälfte war der Förderkader bemüht, Kontrolle in sein Spiel zu bekommen. Aus dem anfänglichen Druck der Grimmener nach dem Seitenwechsel befreiten sich die Hausherren und erarbeiten sich eine 3:1-Führung. Zunächst schlenzte Ron Tarra den Ball sehenswert in die GSV-Maschen. Kurz darauf überlupfte Paul Baaske nach Vorarbeit von Jonah Grest den Gästekeeper Carl Claas. Alles schien nach Plan zu laufen.

Ein Ruck geht durch das Team

Die Partie schien entschieden, doch zehn Minuten vor Schluss kam plötzlich wieder Leben in die GSV-Akteure. „Da ging nochmal ein richtiger Ruck durch die Mannschaft. Wir haben uns alle angeschrien und dann kam der Elfmeter. Danach haben wir gemerkt, dass noch was geht“, so Rambow. Besagten Strafstoß verwandelte Tom Müller in der 74. Minute zum Anschluss. Zuvor war der Doppeltorschütze von Böhm gefoult worden. „Der Gegner war zu dem Zeitpunkt weg“, befand Malorny, doch er haderte: „Wir machen den Grimmenern dann allerdings komplett die Tür auf.“

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Flügelspieler Müller hatte auch beim dritten Treffer seine Finger, oder besser seinen Kopf, im Spiel. Nach einer GSV-Ecke wollte Förderkader eigentlich kontern, aber ein Pass von Paul Baaske landete direkt in den Füßen von Sven Berndt. Der Blondschopf löffelte daraufhin den Ball in den Rostocker Strafraum. Müller legte per Kopf quer für seinen Kapitän, der das Spielgerät über die Linie drückte – 3:3 und riesige Freude beim GSV über den wichtigen Punktgewinn im Kampf um den Klassenverbleib.

Weiter „zum Punkten verdammt“

Beruhigt in Richtung Winterpause gucken kann Rambow aber noch nicht: „Wenn man auf die Tabelle guckt, stehen da erst zwölf Punkte, weil wir einfach zu viele Punkte liegengelassen haben.“ Positiv stimmt den Stürmer aber die wiedergefundene Treffsicherheit in seiner Mannschaft. „Wir sind variabler geworden und versuchen das umzusetzen, was der Trainer sagt. Wir spielen flach und nicht nur mit langen Bällen auf mich vorne drin“, erklärt der mit sieben Treffern erfolgreichste Torjäger des GSV. Vom neuen Spielstil profitieren aber besonders seine Nebenleute. Tom Müller, der in Rostock mit zwei Toren und einer Vorlage glänzte, traf bereits in der Vorwoche gegen den SV Görmin. „Wir treffen aus verschiedenen Positionen – über die Außen und auch die Spieler hinter mir schießen Tore. Bei mir als Stürmer läuft es natürlich auch wieder besser, wenn man erstmal wieder trifft“, sagt Rambow.

Noch zwei Partien bestreitet der GSV vor der Winterpause. Bis es beruhigt in die fußballfreie Zeit gehen kann, hat der Führungsspieler noch eine klare Ansage: „Das sind zwei ganz wichtige Spiele. Wir sind sozusagen zum Punkten verdammt. Nach der Pause haben wir gleich wieder sechs schwere Spiele wie zu Beginn der Saison, in denen es ganz schwer wird etwas zu holen.“

GSV: Claas – Tilse, Rambow, Ziems (76. Ziems), Vit, Müller, Berndt, Peter, Thesenvitz (65. Wascher), Schmidt, Reinhauer.
Tore: 0:1 Müller (7.), 1:1 Böhm (34.), 2:1 Tarra (60.), 3:1 Baaske (66.), 3:2 Müller (74., Strafstoß), 3:3 Rambow (82.).

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