25. März 2018 / 20:28 Uhr

Grimmens Verbandsliga-Elf holt einen Punkt

Grimmens Verbandsliga-Elf holt einen Punkt

Christian Bockhahn
Ostsee-Zeitung
Tom Müller (M.) traf gleich zweimal für den Grimmener SV.
Tom Müller (M.) traf gleich zweimal für den Grimmener SV. © Manuela Wilk
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GSV zeigt beim 3:3 gegen den Tabellenfünften Neubrandenburg starke Nerven.

Grimmen. „Diesen Punkt hat sich die Truppe verdient, und er geht nach dem Spielverlauf auch in Ordnung“, kommentierte Gunnar Schütt, einer der GSV-Fans, die kaum ein Spiel verpassen. Er war zur ungewohnten Zeit am Freitagabend ins Grimmener Sportforum gekommen, um sich das Nachholspiel des GSV gegen den Tabellenfünften 1. FC Neubrandenburg anzusehen. Nach der 2:1-Pausenführung des FCN erkämpfte sich der Gastgeber ein 3:3.

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Nach dem Punktgewinn in der Vorwoche gegen Bützow wollten die Grimmenener ihre ansteigende Form bestätigen und gegen die Vier-Tore-Städter etwas Zählbares holen. Die Gäste waren perfekt in die Rückrunde gestartet – zwei Spiele, zwei Siege, 8:3 Tore. Personell musste GSV-Trainer Burghard Schultz auf drei Stammkräfte verzichten.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Einen langen Ball verteidigte der GSV nur halbherzig, Anton Wieting erzielte das 0:1. Die Heimelf benötigte zehn Minuten, um ins Spiel zu kommen. Eine Standardsituation des Gegners nutzte der GSV zu einem Konter, den Tom Müller in überragender Manier zum 1:1 vollendete. Damit waren die Hausherren im Spiel und hatten nach einer Flanke von Patrick Jeschke die Chance zur Führung, doch Stephan Rambow scheiterte. Die Gastgeber zeigten sich in den Zweikämpfen stark. Doch wie aus dem Nichts konnte der FCN erneut die Führung erzielen – Denis Schmidt markierte das 2:1.

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Die besten Szenen der Partie in der Zusammenfassung:

Die Folgeminuten überstand der GSV unbeschadet und kam kurz vor Pause zu weiteren Möglichkeiten, doch Hannes Bruch fand zweimal seinen Meister in FCN-Keeper Rahming. Die Stimmung war auf GSV-Seite nicht schlecht. Das änderte sich erst in der 50.Minute, als ein langer Ball von FCN-Kapitän Fischer Teamkollege Tom Kliefoth erreichte, der das 3:1 besorgte. Im Gegensatz zu den ersten Treffern hatte Grimmen nun gleich eine Antwort parat. Angriff über links und Stephan Rambow bediente seinen Offensivpartner Hannes Bruch, der mit seinem dritten Saisontreffer den Anschluss wieder herstellte.

Nun war der GSV die bessere Mannschaft. Nach einem Freistoß von Christian Schmidt testete Oliver Fischer erneut Rahming, der festhalten konnte. Nach einer Ecke von Patrick Jeschke konnte der Gast zunächst klären, doch den „zweiten Ball“ brachte die Heimelf zurück in den Strafraum, wo Oliver Fischer plump gelegt wurde – es gab Elfmeter. Tom Müller zeigte sich eiskalt und machte das 3:3. Der GSV war wieder da.

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Nun war es ein Spiel auf Messers Schneide. Die Fußballer aus der Trebelstadt agierten nicht mehr ganz so offensiv. Neubrandenburg monierte nach einem Zweikampf von Niendorf-Kliefoth auf Elfmeter. Den gab es aber nicht, und der GSV hatte durch den eingewechselten Rainer Schmidt die Chance zur Führung, doch er vergab. Auf der Gegenseite brachten zwei Fischer-Freistöße in der Nachspielzeit Gefahr, doch die Hausherren hielten dem Druck stand und konnten sich nach dem 3:3 über einen Punkt freuen. „Dieses Spiel hätten wir noch gewinnen können. Unsere Gegentore waren viel zu einfach“, teilte Trainer Schultz nicht ganz die positive Meinung der gut 100 Zuschauer im Sportforum.

Nun gilt es, am Sonnabend im nächsten Heimspiel gegen den SVGörmin nachzulegen, um sich weiter von den Abstiegsrängen zu entfernen.

Grimmener SV: Griwahn, Ehrig (90.Füsting), Rambow, Müller, Niendorf, Fischer, Wollenburg (75.R.Schmidt), C. Schmidt, Jeschke Piepelow, Bruch.
Tore: 0:1 Wieting (2.), 1:1 Müller (14.), 1:2 D. Schmidt (24.), 1:3 Kliefoth (50.), 2:3 Bruch (52.), 3:3 Müller (66./Foulelfmeter).