27. November 2019 / 15:05 Uhr

Grizzlys gegen Adler: "Talker" Johansson vielleicht ganz ruhig

Grizzlys gegen Adler: "Talker" Johansson vielleicht ganz ruhig

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburg, SPORT, Eishockey-Bundesliga, Grizzlys Wolfsburg - Iserlohn Roosters
Kein Fan von Statistiken: Grizzlys-Center Alexander Johansson (2.v.r.) will lieber Taten auf dem Eis sprechen lassen - wie zuletzt mit seinem Siegtor in Overtime. © Boris Baschin
Anzeige

Im Spiel bei den Fischtown Pinguins war Alexander Johansson in Bremerhaven zuletzt der Overtime-Held der Grizzlys Wolfsburg: Sein Treffer zum 4:3 bescherte den Eishockey-Profis zwei Punkte. Am Donnerstag (19.30 Uhr) sollen es gegen die Adler Mannheim am besten sogar drei werden - und Grizzlys-Fans können dem Schweden während des Spiels ein wenig zuhören. 

Anzeige
Anzeige

Denn Johansson ist für die Partie gegen den amtierenden Meister als Cable Guy vorgesehen, trägt während des Spiels also ein Mikrofon. Auf Deutsch wird man ihn aber kaum zu hören bekommen: "Ich hatte Deutsch vier Jahre in der Schule und lerne es wieder, seit ich in Wolfsburg unterschrieben habe. Es wird besser", erklärt der Schwede mit einem Schmunzeln. "Ich kann immerhin etwas zu Essen bestellen oder im Supermarkt einkaufen gehen, hier und da nehme ich immer wieder mal neue Wörter mit."

Auf dem Eis greift der 30-Jährige dann aber doch lieber auf Englisch zurück. "Ich sehe mich selbst als Talker, als redselig, aber vielleicht bin ich wegen des Mikros dann leise wie eine Maus", sagt der Center und lacht. Ein wenig Schwedisch kann er hin und wieder aber doch sprechen: Teamkollege Mathis Olimb ist zwar Norweger, hat aber jahrelang in Schweden gespielt. "Er spricht die Sprache ein wenig, also unterhalten wir uns manchmal auf Schwedisch", so Johansson.

Abenteuer Deutschland

Für den Mittelstürmer ist das Engagement bei den Grizzlys das erste außerhalb seiner Heimat. "Aber es ist kein allzu großer Unterschied zu Schweden. Und meine Familie und ich lieben es hier", so der Linksschütze. "Wir haben es als Abenteuer gesehen, nach Deutschland zu kommen und fühlen uns hier sehr wohl. Die Kita, in die meine Kinder gehen, ist toll, und alle haben uns im Sommer gut aufgenommen."

Eine gute Grundlage, um sich auf den Job als Eishockey-Profi konzentrieren zu können. Das tut Johansson auch, "der Fokus liegt voll auf Hockey. Ich habe mittlerweile alle DEL-Teams gesehen und weiß, was sie können, was auf uns zukommt."

Grizzlys Wolfsburg gegen die Kölner Haie

Grizzlys Wolfsburg gegen die Kölner Haie Zur Galerie
Grizzlys Wolfsburg gegen die Kölner Haie © Tim Schulze
Anzeige

"Sehe nicht, wie wir kein Top-Sechs-Team sein können"

Und der Schwede weiß auch, was die Grizzlys können. Er hält viel von seinen Teamkollegen: "Wenn ich unseren Kader so anschaue, dann sehe ich nicht, wie wir kein Top-Sechs-Team sein können, wenn wir gesund bleiben. Ich hoffe, wir können dem gerecht werden", betont der Center. "Das hängt aber am ganzen Team." Auch wenn es am Sonntag in Bremerhaven nicht zu drei Punkten gereicht hat, "ist ein Sieg ein Sieg. Auch mental für uns", so Johansson. "Wir haben noch zu viele Höhen und Tiefen, die müssen wir ausgleichen."

Am besten schon angefangen gegen die Adler um Wolfsburgs Ex-Coach Pavel Gross und Ex-Grizzlys-Verteidiger Björn Krupp. Das Mittelfeld ist dicht gedrängt, die Grizzlys sechs Punkte dahinter. "Ich bin kein Fan davon, auf die Tabelle zu schauen. Aber wir wissen, dass wir klettern können, wenn wir zwei, drei Spiele am Stück gewinnen - und dass wir genauso schnell abrutschen können, wenn wir sie verlieren", erklärt Johansson.

Zuletzt haben die Grizzlys zu viele Chancen angeboten, "das haben wir auch im Hinspiel in Mannheim getan", erinnert sich der Schwede. Damals verloren die Grizzlys mit 2:5. Um das zu vermeiden, "müssen wir unser Skating in Bewegung kriegen, besser mit dem Puck umgehen. Schließlich ist Mannheim ein technisch starkes Team." Das weiß natürlich auch Grizzlys-Coach Pat Cortina: "Die Adler haben 15:3 Tore in ihren letzten drei Spielen, haben in die Spur gefunden. Das ist eine große Herausforderung."

Aber, so der Coach: Der Fokus müsse auf dem eigenen Spiel liegen. "Wir können nicht glücklich sein mit dem, was wir zuletzt an Chancen angeboten haben. Wenn wir Mannheim 20 oder 25 Möglichkeiten geben, geben wir uns selbst keine Chance."

Pickard startet, Pfohl vielleicht dabei

Die Rückkehr von Fabio Pfohl nach Wolfsburg war ein Paukenschlag, der Stürmer verließ die Kölner Haie in der vergangenen Woche. Ob er gegen Mannheim sein Comeback für die Grizzlys gibt, ließ Cortina aber noch offen. "Er hat sich gut integriert. Ob er spielt, weiß ich noch nicht - er war ja lange Zeit ohne Spiel und Training." Pfohl war drei Wochen lang krank ausgefallen, trainierte am Montag erstmals wieder. Cortina verriet aber: "Ich habe eigentlich nicht darüber nachgedacht, ihn im Kader zu haben. Aber nachdem ich ihn auf dem Eis gesehen habe, entscheiden wir das am Donnerstag." Fehlen wird derweil Brent Aubin (Oberkörper), auch Armin Wurm (Handverletzung) wird nicht an Bord sein. Chet Pickard wird wie in Bremerhaven im Tor stehen.

Mehr zu den Grizzlys Wolfsburg
Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN