07. Juli 2021 / 17:57 Uhr

Grizzlys-Goalie Strahlmeier über Ex-Klub Bietigheim: "Finde es cool, dass sie aufsteigen"

Grizzlys-Goalie Strahlmeier über Ex-Klub Bietigheim: "Finde es cool, dass sie aufsteigen"

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Freut sich auf sein Ex-Team Bietigheim Steelers in der DEL: Dustin Strahlmeier, Torhüter der Grizzlys Wolfsburg.
Freut sich auf sein Ex-Team Bietigheim Steelers in der DEL: Dustin Strahlmeier, Torhüter der Grizzlys Wolfsburg. © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH
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Mit den Bietigheim Steelers erweitert ein Aufsteiger die DEL in der kommenden Saison. Dass es für sein Ex-Team hoch ins Eishockey-Oberhaus geht, hatte sich bereits vor zehn Jahren angebahnt, verrät Grizzlys-Goalie Dustin Strahlmeier.

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Aus 14 werden 15: Mit den Bietigheim Steelers stößt in dieser Saison ein zusätzliches Team zur DEL. Das bedeutet nicht nur vier mehr Saisonspiele für jede Mannschaft, sondern durch die ungerade Zahl an Teams auch vier spielfreie Tage. Und für Dustin Strahlmeier, Goalie der Grizzlys Wolfsburg, bedeutet dieser Aufsteiger eine Reise ein die Vergangenheit, zu der es bereits am vierten Spieltag kommt, wenn die Niedersachsen das erste Mal in Baden-Württemberg zu Gast sein werden.

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In der Saison 2011/12 absolvierte Strahlmeier insgesamt 21 Partien für die Steelers in der DEL2. "Ich freue mich, dass der Auf- und Abstieg geregelt ist und finde es cool, dass sie aufsteigen", sagt der Goalie. "Man hat immer noch Sympathien für die Vereine, bei denen man selbst mal gespielt hat, man kennt schließlich den einen oder anderen." Doch Strahlmeiers Saison in Bietigheim ist mittlerweile fast zehn Jahre her, enge Drähte zum Aufsteiger bestehen dadurch nicht mehr.

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Was sich aber in zehn Jahre nicht verändert hat, sind die Ambitionen des Teams. Auf den Aufstieg wurde lange hingearbeitet, verrät der Grizzly. "Schon als ich damals noch in Bietigheim gespielt habe, war das ein Gesprächsthema. Sollte es den Auf- und Abstieg irgendwann mal geben, dann will man schon irgendwie in die DEL." Nun hat es also mit der sportlichen Qualifikation geklappt - und die Steelers haben als erstes Team von der Neu-Regelung zwischen den Ligen profitiert. "Jetzt ist die Karte in der DEL ein wenig breiter gefächert", freut sich der gebürtige Gelsenkirchener Strahlmeier, der aber mit einem Grinsen nachschiebt: "Ich hätte mich auch über eine weitere Mannschaft aus NRW gefreut."

Auch der Goalie weiß: Mehr Teams bedeuten mehr Spiele, in der Saison-Vorbereitung werde das aber keine große Rolle spielen. Aber in der Feiertags-Planung. Denn: Rund um die Weihnachtstage haben die Grizzlys nicht nur drei Heimspiele (21. Dezember (Berlin), 23. Dezember (Köln) und am 28. Dezember (Mannheim)), sondern am 26. Dezember dazu noch spielfrei. Und das sehr zur Freude von Strahlmeier, der es dann nicht so weit in die Heimat hat. "Ich habe es in jedem Jahr geschafft, nach Hause zu meinen Eltern zu fahren. Das ist eine Tradition bei uns." Gerade Auswärtsspiele am 23. würden das umso schwieriger machen. "Wenn man dann noch vier oder fünf Stunden nach Hause fährt, brauchen wir nicht darüber sprechen, wie kaputt man am nächsten Tag ist."

Doch Weihnachten ist noch lange hin, vorher liegt der Fokus auf dem Saison-Start am 10. September (19.30 Uhr) in Köln. "Die Vorfreude ist auf jeden Fall da. Man hat ja im letzten Jahr gesehen, wie schnell sowas dann auch verlegt werden kann." Doch daran glaubt Strahlmeier nicht und hofft auf möglichst gut gefüllte Hallen. "Die Fans gehören einfach dazu. Aber die letzte Saison hat gezeigt, dass Dinge, die man als selbstverständlich ansieht, plötzlich gar nicht selbstverständlich sind." Dass der Start in Köln ist, ist für Strahlmeier eher zweitrangig, aber im Hinblick auf seinen Trainer Mike Stewart und dessen weniger erfolgreiche Kölner Vergangenheit freut ihn das Duell. Der Goalie schmunzelnd: "Der Start in Köln ist für unseren Coach gleich eine gute Mission..."