07. Februar 2022 / 17:30 Uhr

Grizzlys-Kapitän Furchner: "Jeder war sicherlich froh, ein wenig Abstand zu haben"

Grizzlys-Kapitän Furchner: "Jeder war sicherlich froh, ein wenig Abstand zu haben"

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
War natürlich auch während der Pause fleißig: Sebastian Furchner, Kapitän der Grizzlys Wolfsburg.
War natürlich auch während der Pause fleißig: Sebastian Furchner, Kapitän der Grizzlys Wolfsburg. © City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg
Anzeige

Die Grizzlys Wolfsburg legen nach der Pause am Dienstag wieder mit dem Training los. Kapitän Sebastian Furchner betont, wie wichtig, die kleine Unterbrechung gewesen ist und sieht die kurze Vorbereitung vor dem Iserlohn-Spiel nicht als Problem.

Die kleine Pause für Eishockey-Vizemeister Grizzlys Wolfsburg ist vorbei: Am Dienstag treffen sich Spieler und Trainer wieder in der Eis-Arena - vorausgesetzt die Corona-Tests am Montag sind negativ. Manager Charly Fliegauf hatte unlängst betont, wie wichtig die gut einwöchige Pause mitten in der Saison ist und dass die Grizzlys dafür auch gern eine verkürzte Vorbereitung auf das erste von drei während der Olympia-Pause angesetzten Nachholspielen am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Iserlohn Roosters in Kauf nehmen. Kapitän Sebastian Furchner sieht das genauso - doch nur die Füße hochgelegt hat der 39-Jährige ganz gewiss nicht.

Anzeige

Wie alle anderen Grizzlys hatte auch der Stürmer einen Trainingsplan für die freien Tage bekommen. Und war natürlich fleißig. "Ich habe zu Hause viel gearbeitet", sagt er und ergänzt mit einem Schmunzeln: "Wenn man in meinem Alter ist und der Motor mal ausgeht, hat man Angst, dass er nicht wieder anspringt." Doch auch der Routinier betont, wie wichtig die Pause für alle Profis war. "Das hat allen für den Kopf gutgetan."

Mehr zu den Grizzlys Wolfsburg

Gerade auch angesichts des stressigen Corona-Wirbels bei den Grizzlys vor der Pause war das eine willkommene Abwechslung für die Wolfsburger. Und so war auch der Kontakt unter den Profis in dieser Woche deutlich weniger. "Es war sehr ruhig. Jeder war sicherlich froh, ein wenig Abstand zu haben - wenn auch unbewusst", sagt Furchner. Denn: "Die Zeit vor der Pause war mental wahnsinnig anstrengend. Anstrengender als vor der letzten Saison."

Was der Wolfsburger Kapitän damit meint: den Saisonstart, der sich 2020 wegen Corona mehrfach nach hinten geschoben hatte, die Vorbereitung aller Teams so ungemein gestört hatte. "Die Voraussetzungen waren damals ganz andere. Als die Liga in Gang gekommen war, ist es gelaufen. In dieser Saison ist sie gut angelaufen - und das Schwierige ist, sie in Gang zu halten."

Anzeige

Da könnte genau jetzt die Olympia-Pause geholfen haben. Aber nicht nur die Grizzlys hatten frei - auch andere Teams haben nicht trainiert. Viele Spieler sind verreist. Hat Furchner Sorgen, dass es nun mit den Corona-Wellen in der DEL weitergeht? "Einerseits war es gut, dass Ruhe eingekehrt ist. Aber andererseits waren viele unterwegs. Man muss abwarten, wie sich das entwickelt." Aber, so betont der Angreifer: "Ich gehe positiv an die Sache ran."

Am späten Dienstagnachmittag geht's für die Grizzlys aller Voraussicht nach weiter. Freitag dann gegen Iserlohn. Eine zu kurze Vorbereitung sei das nicht, das Eishockey-Spielen hat über die Zeit schließlich keiner verlernt. "Es war wichtig, diese freie Zeit jetzt zu nutzen", sagt Furchner, der mit seiner Familie in Wolfsburg geblieben war. Er ist sich sicher: "Es wird sich auszahlen, dass wir nun die nötige Frische haben. Ich glaube auch, die Jungs sind diszipliniert, jeder hat in den Tagen trainiert." Und sowieso: "Wir kommen über den Willen."

[Anzeige] Alle Spiele der Fußball WM live und exklusiv in der Konferenz bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.