06. November 2020 / 15:59 Uhr

Grizzlys-Manager Fliegauf glaubt: Zur Not startet die DEL mit zehn Teams

Grizzlys-Manager Fliegauf glaubt: Zur Not startet die DEL mit zehn Teams

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fliegauf
Rechnet fest mit dem DEL-Start und ist froh über den Deutschland-Cup: Grizzlys-Manager Charly Fliegauf. © Boris Baschin / dpa
Anzeige

Der gerade laufende Deutschland-Cup ist quasi DAS Lebenszeichen der Sportart, der Auftakt fürs Comeback des deutschen Eishockeys. Charly Fliegauf, Manager der Grizzlys Wolfsburg, ist froh, dass es ihn gibt, und rechnet fest mit dem DEL-Start am 18. Dezember. Im schlimmsten Fall mit nicht komplettem Feld.

Anzeige

Am 18. Dezember könnte es losgehen mit der Saison, diesen Fahrplan hatte die DEL vor einigen Wochen ausgegeben, wollte sich vorher aber darüber abstimmen. Diese Abstimmung ist nun für den 19. November fest terminiert. Wie es ausgeht, weiß keiner, Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf sagt: "Wir wünschen uns dass wir loslegen." Aber: Bei den Iserlohn Roosters, den Augsburger Panthern und dem ERC Ingolstadt ein Fragezeichen hinter der Teilnahme steht.

Anzeige

Dass die acht Starter des Magenta-Sport-Cups dabei sein wollen, davon ist auszugehen, die Nürnberg Ice Tigers haben ebenfalls ihr Comeback zur Saison angekündigt. Die Straubing Tigers haben einige ausgeliehene Spieler inzwischen zu ihrem Team beordert. Allen Klubs war gemein: Der Zuschauer-Teilausschluss, der wegen der wieder aufgeflammten Pandemie inzwischen als Totalausschluss zu erwarten ist, bringt alle in finanzielle Bedrängnis. Die Kölner Haie versuchen mit ideellen Tickets eine Million Euro einzusammeln, haben rund 320.000 Euro schon geschafft. Bei vielen Klubs geben die Sponsoren Gas. Ob es reicht, wird sich am 19. November zeigen, dann legen alle die Karten auf den Tisch.

Fliegauf ist optimistisch. der gut vernetzte Manager glaubt: "Die Liga würde auch mit nur zehn Teams in eine Saison gehen." Aber er betont: "Das ist nicht das erklärte Ziel, das Ziel heißt: eine DEL-Saison mit allen 14 Teams." Mit Blick auf die Saison empfindet Fliegauf den Deutschland-Cup als wichtiges Zeichen: "Es ist der Restart des deutschen Eishockeys." Sport1 überträgt die Partien des A-Teams im Free-TV. Fliegauf: "Es ist gut, dass unsere Sport durch dieses Turnier wieder auf der Bildfläche erscheint, es ist gut, dass mit dem Magenta-Cup direkt danach Anschluss ist." An den Cup würde sich nahtlos die DEL-Saison anschließen, wenn sich die Liga für den Start entscheidet.

Mehr zu den Grizzlys Wolfsburg

Turnier für Raabe und Nijenhuis wichtig

Die Grizzlys sind mit zwei U20-Akteuren im Turnier vertreten. Verteidiger Steven Raabe und Stürmer Jan Nijenhuis stehen im Top-Team Peking, das zum Auftakt ein 2:7 gegen die A-Nationalmannschaft bezog. Vor allem die Youngster zahlten Lehrgeld, "aber es wäre ja ein Wunder, wenn das nicht so wäre", meint Fliegauf. Das A-Team war trotz etlicher Absagen sehr stark besetzt. "Für die A-Nationalspieler ist die Praxis wichtig im Hinblick auf die WM, und für die Jüngeren im Top-Team, zu denen auch Raabe und Nijenhuis zählen, ist auch jedes Spiel gut, denn im Dezember steht die Junioren-Weltmeisterschaft in Kanada an." Insgesamt so fand er, "haben sie es gut gemacht - und das Spiel der beiden deutschen Nationalmannschaften konnte man sich gut anschauen".