13. September 2021 / 14:56 Uhr

Grizzlys-Manager Fliegauf: Mit vier Punkten zufrieden, Anzahl der Fans "enttäuschend"

Grizzlys-Manager Fliegauf: Mit vier Punkten zufrieden, Anzahl der Fans "enttäuschend"

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Hätte sich beim Heimspiel-Auftakt gegen Krefeld über mehr Zuschauer gefreut: Grizzlys-Manager Charly Fliegauf.
Hätte sich beim Heimspiel-Auftakt gegen Krefeld über mehr Zuschauer gefreut: Grizzlys-Manager Charly Fliegauf. © Boris Baschin / City-Press
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Vier Punkte aus den ersten zwei Spielen unter Coach Mike Stewart. Grizzlys-Manager Charly Fliegauf ist mit dem Start zufrieden und sah trotz der Personalprobleme gerade gegen Krefeld eine Verbesserung im spielerischen Bereich. Mit der Anzahl der Fans am Sonntag hadert der Ex-Profi aber.

Personalprobleme, das neue Spielsystem, ein überragender Chris DeSousa, die Fan-Rückkehr bei einem DEL-Spiel in Wolfsburg, vier Punkte aus zwei Spielen, und, und, und: Das erste Liga-Wochenende der Grizzlys Wolfsburg steckt voller Themen. Das sagt Charly Fliegauf, Manager des Eishockey-Erstligisten, über die ersten beiden Spiele (1:2 n.V. in Köln, 6:3 gegen Krefeld) unter dem neuen Coach Mike Stewart. Fliegauf über...

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...den Start: "Für uns war vor dem ersten Spieltag alles ein bisschen schwierig, durch die Probleme in der Vorbereitung wussten wir nicht, wo wir stehen. Am Freitag waren wir vor allem im kämpferischen Bereich gut, haben uns dann spielerisch gesteigert am Sonntag. In Köln war ich auch ganz zufrieden mit einem Punkt - wir haben uns da aber selbst ein bisschen um den Erfolg gebracht. Aber das erste Spiel ist immer von Nervosität geprägt. Gegen Krefeld haben wir uns trotz des Rückstands nicht beirren lassen, es war ein ungefährdeter Sieg, der auch in der Höhe verdient ist. Letztendlich ist Krefeld auch nur durch unsere Fehler zu Chancen gekommen. Mit den vier Punkten bin ich zufrieden. Und wenn wir an jedem Wochenende vier Punkte holen, landen wir ganz weit vorn... (lacht)."

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...die Sturmreihe um Trevor Mingoia, Chris DeSousa und Toto Rech, die vor allem gegen Krefeld stark aufspielte (Coach Stewart sagte bereits vor dem Köln-Spiel, dass bei Mingoia und DeSousa "die Chemie stimmt"): "Auch Toto hat da gut reingefunden. Aber bei der Besetzung erwartet man auch, dass da etwas Musikalisches bei entsteht. (schmunzelt) Das sind Top-Leute für uns, da sollten auch Tore bei rumkommen."

...weitere Neuzugänge: "Darren Archibald arbeitet sehr viel und hat sich gegen Krefeld mit dem Treffer in Unterzahl belohnt. Er hätte in der Situation auch den Puck in die Ecke spielen und zum Wechsel fahren können, aber er wollte das so. Außerdem war es wichtig, dass Jordan Murray nach seiner Verletzung beide Spiele machen konnte."

...die Personalprobleme - gegen Krefeld war mit DeSousa nur ein gelernter Center im Spieltags-Kader: "Ich hoffe, dass Fabio Pfohl im Laufe der Woche wieder ins Training einsteigen wird, das Gleiche gilt für Garrett Festerling und Tyler Gaudet. Das ist wichtig, damit wir auf der Center-Position wieder weitere Optionen haben. Wir sollten nicht auf eine Sturm-Reihe angewiesen sein. Valentin Busch startet nach seiner Gehirnerschütterung möglicherweise am Dienstag ins Return-to-Play-Programm. Ihm geht es besser, vielleicht kommt er früher zurück als befürchtet. Fürs kommende Wochenende ist er aber noch kein Thema. Noch mal personell nachzulegen, war jetzt erst mal kein Thema. Die meisten Spieler fehlen nicht langfristig. Ich hoffe, dass der Trainer am Freitag schon die Qual der Wahl hat."

...die Umsetzung von Stewarts aggressivem Eishockey: "Man kann erkennen, wie wir spielen wollen. Aber es wird noch eine Zeit lang dauern, bis wir das verinnerlicht haben. Zudem haben wir auf Schlüsselpositionen neue Spieler dazugeholt. Das ist ein Prozess. Aber in Grundzügen ist zu sehen, dass wir aggressiv sein wollen. Die Gegentore sind bei uns eher durch individuelle Fehler entstanden. Aber Tore entstehen eben durch Fehler, die gilt es zu minimieren - dann haben wir auch ein anderes Spiel."


...die Fan-Rückkehr am Sonntag: "Es war eine richtig gute Stimmung, das hat die Jungs ordentlich gepusht. Die Fans, die da waren, haben für viel Lärm gesorgt. Was ich aber sehr enttäuschend fand, war die Anzahl von nur rund 1100 Fans in der Eis-Arena. Wir haben ein Jahr lang ohne Zuschauer gespielt, haben da auch nicht schlecht gespielt, wurden Vizemeister und haben jetzt ein neues Trainerteam. Das lässt sich nicht so lapidar nur auf die Umstellung von 3G auf 2G zurückführen."