15. Februar 2021 / 19:28 Uhr

Grizzlys: Topscorer Max Görtz spürt „wieder Wind unter den Flügeln“

Grizzlys: Topscorer Max Görtz spürt „wieder Wind unter den Flügeln“

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Läuft beim ihm, läuft bei den Grizzlys: Max Görtz ist Topscorer in Wolfsburg, tankte zuletzt viel Selbstvertrauen.
Läuft beim ihm, läuft bei den Grizzlys: Max Görtz ist Topscorer in Wolfsburg, tankte zuletzt viel Selbstvertrauen. © Foto: Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH
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Das Überzahl-Spiel läuft, auch die Defensive der Grizzlys Wolfsburg war zuletzt effektiv. Die Formkurve der Eishockey-Profis zeigt vor dem Dienstags-Duell bei der Düsseldorfer EG (20.30 Uhr) nach oben - genau wie bei Stürmer Max Görtz.

Die Grizzlys Wolfsburg sind gut in Fahrt gekommen: Das 3:2 nach Verlängerung bei den Krefeld Pinguinen war der vierte Sieg in Serie, die Play-Off-Plätze sind wieder ganz nah. Es läuft im Powerplay, defensiv brennt's selten - und offensiv lief Max Görtz zuletzt zu Höchstform auf: Der Schwede punktete konstant - in jeder der jüngsten sechs Grizzlys-Partien im Eishockey-Oberhaus. Am Dienstag (20.30 Uhr) kann er diese Serie im Gastspiel bei der Düsseldorfer EG ausbauen.

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Bis der Angreifer in die Spur fand, hat es allerdings etwas gedauert: Aus den ersten neun Partien gab's sechs Scorer-Punkte, dann begann der Sommer-Neuzugang seinen Scoring-Streak: In sechs Spielen machte Wolfsburgs Nummer 88 satte acht Punkte, hatte dabei zudem Anteil am effektiven Powerplay.

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Das Wolfsburger Überzahlspiel machte zuletzt unglaubliche acht Tore in vier Spielen, Görtz traf dabei selbst zweimal. Beide Male war es ein Handgelenkschuss aus dem aus Goalie-Sicht rechten Bullykreis ins kurze Eck. Von dort traf Görtz bereits mehrfach. "Ich trainiere das häufig, auch aus anderen Winkeln oder mit anderen Schüssen", erzählt der Schwede. "Unser Co-Trainer Tyler Haskins hilft mir dabei."

Während seine Schüsse zu Saisonbeginn das Tor noch oft verfehlten, ist Görtz jetzt zum Top-Scorer der Grizzlys avanciert. "Am Anfang war ich sauer auf mich selbst. Aber es war gut, dass ich nicht aufgehört habe, zu schießen", so Görtz. "In solchen Situationen kann es passieren, dass man dann lieber passt, anstatt zu schießen." Der Wille des Rechtsschützen setzte sich letztlich durch, 14 Punkte aus 15 Saisonspielen sind das Resultat.

Görtz betont aber auch: "Wir haben als Gruppe zuletzt besser gespielt, haben ein wirklich gutes Team." Und das wurde durch die Rückkehr von Kapitän Sebastian Furchner und den Zugang von Pekka Jormakka nur noch besser. "Furchi bringt viel Selbstvertrauen und Erfahrung mit. Als Kapitän ist er natürlich sehr wichtig, wenn er ruhig ist, ist es das Team auch - es ist ein bisschen wie bei der Arbeit: Wenn dort der Chef reinkommt und herumschreit, werden die Mitarbeiter nicht gerade selbstbewusst arbeiten. Ist er aber gelassen, sind es die Mitarbeiter auch", sagt Görtz.

Auch Jormakkas Erfahrung helfe, und "nachdem wir Bremerhaven und Berlin geschlagen hatten, wussten wir, dass wir eine gute Mannschaft sind. Das hat uns Selbstvertrauen gegeben", erinnert sich Görtz. "Vorher waren wir rechnerisch noch in Reichweite der Play-Off-Plätze, danach waren wir mitten im Rennen." Ein Knackpunkt: "Wir haben unser Spiel vereinfacht, wollten vorher zu viel, sind nicht genug gelaufen. Wenn du deine Füße bewegst, bekommst du auch deine Chancen", so der 28-Jährige.


Letztlich sei es aber eine einfache Gleichung, sagt Görtz: "Wenn du Spiele gewinnst, hilft das sehr viel. Es ist das Wichtigste in einer Situation wie der, in der wir waren - es fühlt sich an, als würdest du wieder Wind unter den Flügeln spüren."