07. Februar 2020 / 12:08 Uhr

Grizzlys: Wird Aubin beim Importspieler-Poker zum Joker?

Grizzlys: Wird Aubin beim Importspieler-Poker zum Joker?

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fan-Liebling: Wolfsburgs Brent Aubin.
Fan-Liebling: Wolfsburgs Brent Aubin. © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH
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Wie stellen sich die Grizzlys für die neue Saison auf? Zum Teil ist das schon geklärt, ein anderer wesentlicher Teil ist noch offen bei Wolfsburgs Eishockey-Erstligist. Bei den Spielern mit deutschem Pass ist vieles klar, dafür laufen die Verträge von sieben Importspielern aus. Schlüsselpositionen. Wobei: ein bekannter und beliebter Import könnte die Nationalität wechseln. Und Deutscher werden.

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Manager Charly Fliegauf hat angedeutet, sich Zeit lassen zu wollen mit den Vertragsverlängerungen von Importspielern. Er würde sie sich gerne noch ein wenig beweisen sehen. Mathis Olimb hat einen weiterlaufenden Kontrakt, mit Top-Torjäger Toto Rech wurde schon verlängert.

Sportlich positiv ist: Wolfsburgs Ausländer sind allesamt solide bis gut, keiner fällt ab. Das sehen offenbar auch die Fans so. Der Sportbuzzer hatte ein Umfrage gemacht, welche Imports die Anhänger gern behalten würden. Oder gehen lassen würden. Heraus kam: So richtig unzufrieden ist man mit keinem. Über 300 User nahmen an der Abstimmung teil, weder bei Brent Aubin noch bei Jeff Likens, Nick Jones, Alexander Johansson, Chris Casto, Spencer Machacek oder Lucas Lessio würde sich der Daumen senken nach dem Motto: du kannst gehen!

Allstars der Grizzlys Wolfsburg

Tyler Haskins: Er spielte 2010 mit einem Probevertrag vor, Coach Pavel Gross griff schnell zu. Swifty, was so viel wie flink bedeutet, wurde der Mittelstürmer genannt. Mannschaftsdienlich und immer mit hoher Intensität und Laufbereitschaft unterwegs, wurde er zu einem Gesicht der Grizzlys. Und aufgrund seines gesamten vorbildlichen Auftretens auch zum Kapitän, bis ihn die Folgen einer Gehirnerschütterung 2018 mit erst 31 Jahren zur Aufgabe zwangen - nach 405 Spielen (83 Tore und 242 Vorlagen). Er steht dem Klub nun als Scout zur Verfügung. Zur Galerie
Tyler Haskins: Er spielte 2010 mit einem Probevertrag vor, Coach Pavel Gross griff schnell zu. Swifty, was so viel wie flink bedeutet, wurde der Mittelstürmer genannt. Mannschaftsdienlich und immer mit hoher Intensität und Laufbereitschaft unterwegs, wurde er zu einem Gesicht der Grizzlys. Und aufgrund seines gesamten vorbildlichen Auftretens auch zum Kapitän, bis ihn die Folgen einer Gehirnerschütterung 2018 mit erst 31 Jahren zur Aufgabe zwangen - nach 405 Spielen (83 Tore und 242 Vorlagen). Er steht dem Klub nun als Scout zur Verfügung. ©
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Bei einer Zwischenwertung am frühen Freitagnachmittag gab es folgende Rangfolge (Prozentzahl Stimmen für „Bleiben“): Lucas Lessio (86 Prozent), Brent Aubin (77 Prozent), Chris Casto (73 Prozent), Spencer Machacek (71 Prozent), Jeff Likens (63 Prozent), Nick Jones (52 Prozent), Alexander Johansson (51 Prozent).

Es ist nicht immer leicht, Entscheidungen zu treffen - wie würdet ihr es machen? Welche Importspieler sollten bleiben?

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Manager Charly Fliegauf muss sicher viele Gesichtspunkte berücksichtigen. Etwa, wie er das zukünftige Potenzial der Cracks einschätzt, ob das Preis/zu-erwartende-Leistung-Verhältnis passt und der Mix der verschiedenen Spielertypen. Zumindest von der sportlichen Einschätzung her dürften sich die Sicht der Fans und des Managers nicht sonderlich unterscheiden.

Und ein Sonderfall könnte Brent Aubin werden: denn der beliebte Angreifer spielt inzwischen so lange in Deutschland, dass er einen deutschen Pass bekommen könnte. Der Scharfschütze ist inzwischen wie einige andere Profis in Wolfsburg verwurzelt, die ganze Familie macht sogar Werbung für das Designer-Outlet-Center, der Profi und seine Gattin spielen in einem Kurzfilm mit, seine drei Töchter besuchen hier Schule und Kindergarten. Den Einbürgerungstest dürfte er bestehen. Als deutscher Spieler wäre er für viele Klubs sehr interessant, aus Wolfsburg will er eigentlich nicht weg, da er aber die kanadische Staatsbürgerschaft ablegen müsste, ergäbe eine Einbürgerung für ihn nur Sinn, wenn er noch einmal länger als eine Saison an einem Ort spielen könnte.

Mitte Januar hatten wir gefragt, ob die Grizzlys die Play-Offs noch erreichen. 21 Prozent meinten, das wird nichts, 27,5 Prozent trauten ihnen zu, dass es sogar noch Platz sieben oder acht wird, 51,5 Prozent glaubten, dass es reicht, aber dass es knapp wird. Inzwischen haben die Grizzlys ein wenig aufgedreht. Wie sieht jetzt das Meinungsbild aus?

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