08. Januar 2021 / 18:38 Uhr

Grizzlys Wolfsburg: Cortina appelliert an den Stolz des Teams

Grizzlys Wolfsburg: Cortina appelliert an den Stolz des Teams

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Eishockey, Grizzlys Wolfsburg, erstes Training, Pat Cortina
Hat Geduld, fordert aber mehr Stolz: So will Coach Pat Cortina die Grizzlys wieder auf Kurs bringen. © Roland Hermstein
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Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg hat nur einen mäßigen Saisonstart hingelegt, ist im Kampf um Platz vier seiner Guppe im Hintertreffen, vor allem weil es jede Menge Gegentore hagelt. Manager Charly Fliegauf hat die Trainer unter Druck gesetzt, Chefcoach Pat Cortina appellierte am Donnerstag an den Stolz des Teams.

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Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg hat nur einen mäßigen Saisonstart hingelegt, ist im Kampf um Platz vier seiner Guppe im Hintertreffen, vor allem weil es jede Menge Gegentore hagelt. Manager Charly Fliegauf hat die Trainer unter Druck gesetzt, Chefcoach Pat Cortina appellierte am Donnerstag an den Stolz des Teams.

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Wolfsburgs Trainer ist geduldig. Dass er hinter der Bande oft emotionslos wirkt, kreiden ihm seit Amtsantritt vergangene Saison viele Fans in den sozialen Medien an. Cortina nimmt das gelassen, meint, man beurteile ein Buch ja auch nicht unbedingt nach seinem Coverfoto.

Fakt aber ist: Der Chefcoach haut nicht verbal auf den Putz, stellt sich schützend vor sein Team, betont: "Ich traue der Mannschaft." Und vertraut darauf, dass sie es nach 18 Gegentreffern in regulärer Spielzeit binnen vier Partien bereits am kommenden Mittwoch im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG besser macht.

Defensiven Biss hatte Manager Charly Fliegauf gefordert. Das Ganze schnell. Cortina will keinen Zeitrahmen beziffern, sagt aber: "Wenn es nicht fruchtet, gibt es andere Wege." Heißt auch: Momentan sieht er keine Veranlassung, mal Spieler, die zu weit neben der Spur fahren, zuschauen zu lassen oder etwas am System zu verändern. Im Meeting am Donnerstag vor dem Training, das laut Cortina nicht länger als die üblichen 15 Minuten dauerte, appellierte er aber an die Mannschaft, "mit mehr Stolz" zu spielen. "Wir müssen unserer Defensive mehr Gewicht geben, gewinnen startet mit Defensive."

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Ein Baustein dafür sei die nun laufende Trainingswoche, in der ein paar Akteure mehr dabei sind als zuletzt. Nämlich Sebastian Furchner (wenn auch noch ohne Körperkontakt), Jan Nijenhuis und Steven Raabe. Auch Mathis Olimb, der am Donnerstag noch pausierte, sollte wieder einsteigen. Das erhöht die Trainingsqualität. Die Personalnot könne keine Entschuldigung für unsere letzten Auftritte sein, betont der Trainer, "aber einiges von dem, was nicht funktioniert hat, gehört zur täglichen Arbeit." Und die war mit teils bis zu sechs fehlenden Akteuren, darunter drei der neun Verteidiger, nicht optimal leistbar. Die kommenden Partien werden also der Gradmesser. Cortina neigt, das ist spürbar, nicht zu Aktionismus, setzt auf Vertrauen in die Spieler: Sie sollen über Kampf zu mehr Punkten kommen, aber "aus eigener Überzeugung und Glauben, denn dann setzen sie es besser um."

Viele Profis spielen um neue Verträge - allerdings braucht auch Cortina Ergebnisse. Die Vorsaison war durchwachsen, die aktuelle stottert, auch sein Vertrag läuft aus. Das allerdings ficht ihn nicht an: "Der beste Weg, den Job morgen noch zu haben, ist ihn heute gut zu machen."