13. Januar 2021 / 22:58 Uhr

Grizzlys Wolfsburg: Druck auf Coach Pat Cortina wird größer

Grizzlys Wolfsburg: Druck auf Coach Pat Cortina wird größer

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Trainer Pat Cortina von den Grizzlys Wolfsburg während des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg gegen die Düsseldorfer EG am 13.01.2021 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Mathias Renner/City-Press GmbH)
Unter Druck: Grizzlys-Coach Pat Cortina war mit Wolfsburgs Auftritt gegen Düsseldorf (1:2 n. V.) nicht glücklich. © Boris Baschin (1), Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH (1)
Anzeige

Teilverbessert, aber erneut Verlierer. Für Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg gab es am Mittwoch nicht den erhofften Befreiungsschlag und der vom Manager geforderte Aufwärtstrend war beim 1:2 n. V. gegen die Düsseldorfer EG nur teilweise sichtbar, Coach Pat Cortina bleibt unter Druck.

Anzeige

"Es muss sich ändern, da muss Aggressivität und Biss rein, das müssen die Coaches den Spielern schnell klar machen", hatte Fliegauf mit Blick auf das Defensivspiel gefordert. In der Hoffnung, dass Wolfsburg dann auch besser punktet. Die Grizzlys waren defensiv gegen Düsseldorf verbessert, doch vorn waren sie harmlos. Mit dem "schnell klar machen" dürfte Fliegauf aber auch die Ergebnisse gemeint haben, denn Platz vier ist das Minimalziel und dem hinkt man weiterhin hinterher. Und: die DEG hatte sich bislang noch nicht als Top-Team der Nordgruppe erwiesen.

Anzeige

Der Coach redete den Auftritt nicht schön, sagte: „In der ersten Hälfte des Spiels war unsere Intensität nicht hoch genug, wir waren langsam, hektisch mit der Scheibe, nicht kompakt, konnten nicht viel Druck machen. Es war besser nach der Unterzahl im zweiten Drittel. Da haben wir mehr Zweikämpfe gewonnen, Torchancen gehabt. Wir waren zuvor nicht glücklich mit unserem Unterzahlspiel und der Defensive. Das war nun besser, aber wir müssen auch Balance und Rhythmus finden mit der Scheibe.“ Und das wohl schnell. Gegen Düsseldorf präsentierte sich das Team nicht so, wie er sich das nach einer Woche ohne Spiel vorgestellt hatte. Am Freitag (18.30 Uhr) kommen die torgefährlichen Iserlohn Roosters nach Wolfsburg - die erstmalige Rückkehr das langjährigen Publikumslieblings Brent Aubin, der bei den Roosters mit bislang fünf Treffern, davon vier in Überzahl und zwei davon am Mittwoch Abend beim 6:5 gegen Köln, wie erhofft eingeschlagen hat. Eine weitere Niederlage am Freitag würde die Grizzlys im Kampf um Platz vier schwer zurückwerfen und eine Trainerdiskussion weiter befeuern.

Nicht gut: Angreifer Gerrit Fauser spielte nicht durch, dürfte angeschlagen sein.

Grizzlys Wolfsburg gegen Düsseldorfer EG

Szenen vom Spiel zwischen den Grizzlys Wolfsburg und der DEG am 13. Januar 2021. Zur Galerie
Szenen vom Spiel zwischen den Grizzlys Wolfsburg und der DEG am 13. Januar 2021. © Boris Baschin

Kapitän Sebastian Furchner war auch unzufrieden,haderte: „Das waren wieder keine 60 konstanten Minuten. Es gibt Zonen, da ist geradliniges Spiel gefragt und das schaffen wir nicht über 60 Minuten. Wenn wir es machen, sind wir gut drin, wir müssen es über 60 Minuten machen, dann kriegen wir nicht nur einen oder zwei Punkte, sondern drei.“ Der Druck, den die Erfolglos-Serie (fünf Partien ohne Dreier, dabei nur vier Punkte geholt) lässt ihn kalt, sagt er: „Wir müssen konzentriert bleiben, als Gruppe zusammenhalten und arbeiten, das ist der einzige Weg, wie man erfolgreich sein kann.“

Torschütze Toto Rech war nach seiner Elf-Spiele-Torflaute einerseits „froh, dass ich getroffen habe, jetzt redet wenigstens keiner mehr darüber.“ Er fand: „Wir haben defensiv gut gespielt, aber klar, wir müssen mehr Tore schießen.“ Die Torfreude war begrenzt: „Wir haben verloren. Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir gewonnen hätten.“