06. Februar 2022 / 16:59 Uhr

Grizzlys Wolfsburg: Duo kommt aus der Wüste zurück aufs Eis

Grizzlys Wolfsburg: Duo kommt aus der Wüste zurück aufs Eis

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
 Björn Krupp von den Grizzlys Wolfsburg nach dem Spiel zwischen EHC Red Bull München und den Grizzlys Wolfsburg am 17.04.2017 in München, Deutschland. (Foto von City-Press GbR)
Aus der Wüste zurück aufs Eis: Grizzlys-Verteidiger Björn Krupp verbrachte die Pause genau wie Teamkollege Julian Melchiori mit Sonne, Meer und Kamel-Safari in Dubai. © City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg, privat/Instagram
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Die Atempause ist vorbei, Eishockey-Vizemeister Grizzlys Wolfsburg legt wieder los. Einige Profis dürften einen Kälteschock bekommen, Manager Charly Fliegauf sitzt derweil in einer Single-Falle.

Eine ganz kurze Trainingswoche, dann startet der deutsche Eishockey-Vizemeister Grizzlys Wolfsburg in die Rest-Saison. Die Profis konnten zuvor teils mehr als eine Woche Freizeit genießen. Die sollten sie sowieso bekommen, nur aus der längeren Vorbereitungszeit vor dem Re-Start wurde nichts, weil ausgefallene Spiele nachgeholt werden müssen. Die Olympiapause endet nicht wie mal geplant am 24. Februar, sondern für viele Klubs viel früher.

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Los geht es für die Wolfsburger am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Iserlohn Roosters. Am Montag müssen alle Grizzlys-Akteure zurück sein, dann muss in wenigen Tagen der Rost abgeschüttelt sein. Dass es vielleicht noch über den Freitag hinaus dauert, bis alle Mann wieder richtig im Fluss sind, sei nicht schlimm, meint Manager Charly Fliegauf. Der Ex-Profi erklärt: "Die folgenden zweieinhalb Monate werden noch stressig, da war es einfach mal gut und nötig, vom Eis wegzukommen, die Köpfe frei und die Beine frisch zu bekommen. Die mentale Fitness ist auch wichtig. Das wird allen gutgetan haben."

Und ganz untätig durften die Profis nicht sein, sie mussten ein Fitnessprogramm abspulen. Manche konnten sich noch einmal ein wenig mehr der Familie widmen, blieben daheim. Andere machten Reisen. Die Verteidiger Björn Krupp und Julian Melchiori könnten einen Kälteschock bekommen, sie vergnügten sich in Dubai unter anderem bei einer Kamel-Safari, vor allem aber bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.

Melchiori wird mit den Eisbären Berlin in Verbindung gebracht, genau wie sein Abwehrkollege Jordan Murray. Fliegauf gibt zu, dass er zwar fast alle deutschen Spieler gebunden hat, aber noch keinen der Imports mit auslaufendem Vertrag. Alle zu behalten wird unmöglich, da alle eingeschlagen haben und teurer werden. Und - das ist der Lauf der Dinge, wenn man gut eingekauft hat - weil Konkurrenten die Fühler ausstrecken. Dennoch bleibt Fliegauf optimistisch. Es gab einen Grund für etwas Verzögerung: "Vier Spieler haben den gleichen Berater, der war im Krankenhaus." Jetzt würden die Gespräche konkret.

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Es habe ihm noch kein Spieler oder Berater in Sachen Vertragsverlängerung einen Korb gegeben. Doch es ist spürbar, dass der Manager damit rechnet, dass er den einen oder anderen Akteur verlieren wird. Doch das sieht er gelassen, "denn es gibt viele gute Spieler auf dem Markt, wir werden so oder so auch in der neuen Saison eine gute Mannschaft haben". Wobei er die vorhandene am liebsten so weit we möglich beisammenhalten möchte. Doch Fliegauf sitzt in der Single-Falle. Sprich: Mit Topscorer Chris DeSousa und den Top-Abwehrspielern Jordan Murray und Melchiori sind drei absolute Leistungsträger Singles oder zumindest noch kinderlos. Ein Umzug oder das Abenteuer einer größeren Stadt kann sie neben möglicherweise verbesserten Bezügen leichter locken.

Am Montag machen Stab und Spieler Corona-Schnelltests, am Dienstag soll wieder trainiert werden. Bleiben alle Corona-frei dürften nur zwei Akteure fehlen: Olympia-Teilnehmer Dominik Bittner aus der Abwehr und Trevor Mingoia. Der starke Stürmer könnte mit seiner Unterkörperverletzung zwei bis drei Wochen ausfallen. Erst einmal will Fliegauf auf dem Transfermarkt nicht reagieren, internationale Transfers sind bis Ende Februar möglich.

Ob die vor der Olympiapause immer heftiger anschwellende Corona-Welle nun abebbt, ist fraglich. Die Liga möchte gern alle Spiele sportlich durchkriegen, in den vergangenen Tagen "wurden Modelle durchgespielt", so Fliegauf, der sich klar positioniert und gefordert hatte, dass die Liga "nicht immer nur reagieren" dürfe.

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