15. Dezember 2020 / 17:02 Uhr

Grizzlys Wolfsburg: Oberbürgermeister und Aufsichtsrats-Chef Mohrs fordert Play-Off-Teilnahme

Grizzlys Wolfsburg: Oberbürgermeister und Aufsichtsrats-Chef Mohrs fordert Play-Off-Teilnahme

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Eis-Arena, Saisoneröffnungs-Pressekonferenz der Grizzlys Wolfsburg, Klaus Mohrs
Fordert die Play-Off-Teilnahme: Klaus Mohrs, Oberbürgermeister Wolfsburgs und Aufsichtsrats-Chef der Grizzlys. © Roland Hermstein
Anzeige

Klare Ansage vor dem Start in die DEL-Saison. Klaus Mohrs, Oberbürgermeister und Aufsichtsrats-Chef des Eishockey-Erstligisten Grizzlys Wolfsburg fordert die Play-Off-Teilnahme in der am Donnerstag beginnenden Saison, die im Zeichen von Corona steht.

Anzeige

Mit dem rheinischen Derby zwischen der Düsseldorfer EG und den Kölner Haien beginnt endlich am Donnerstag die Spielzeit im Eishockey-Oberhaus nach zuvor zwei Verschiebungen. Wolfsburgs Erstligist Grizzlys steigt am Sonntag mit dem Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine ein. In der traditionellen Saisoneröffnungs-Pressekonferenz am Dienstag gab Aufsichtsrats-Chef Klaus Mohrs eine klare Zielsetzung aus. Wolfsburgs Oberbürgermeister sagte: "Play-Offs sind auf jeden Fall das Ziel, das kann gar nicht anders formuliert werden. Da sind Trainer und Mannschaft jetzt gefordert, das auch zu erreichen."

Anzeige

Mohrs führte aus: "Es ist eine extreme Situation für uns alle aber auch für den Sport, insbesondere für den Leistungssport. Es war die große Frage nach dem Saison-Abbruch im März: ,Wie geht es weiter?' Ich sage mit Stolz und großem Dank an die Mitarbeiter der Geschäftsführung und er Geschäftsstelle: ,Die Grizzlys haben die Hausaufgaben für die neue Saison geleistet', und es kann nicht verwundern, dass wir unter den ersten Vereinen waren, die gesagt haben, wir sind in der Lage, in eine neue Saison zu starten."

Mehr zu den Grizzyls Wolfsburg

Mohrs würdigte die Anstrengungen aller: "Der Neustart ist zweimal verschoben worden, das war für die Mannschaft sehr schwer, genau wie die Opfer, die den Spielern abverlangt wurden." Das sei schwer gewesen für die, die die Forderungen nach Gehaltsstundungen stellen mussten, aber auch für die Spieler, die einwilligen mussten. Mohrs lobte auch den Einsatz von Teamarzt Dr. Axel Gänsslen und Geschäftsstellen-Mitarbeiter Yannick Imler, die in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt ein "exzellentes Hygiene-Konzept" erstellt hatten. "Das verhindert nicht, dass sich nicht doch mal ein Spieler infiziert, aber wir haben vieles dafür getan, dass die Situation schnell eingegrenzt wird."



Er sei gespannt auf die neue Saison, den Spielplan halte er für gut, weil er erst einmal für weniger Reisen sorgt. So "kann man hoffen, dass die Saison gut anläuft und gut zu Ende geht. Ob sie mit Zuschauern zu Ende geht, da habe ich zum heutigen Zeitpunkt Zweifel", sagte Mohrs. Und ohne Fans "ist das nicht der Eishockey-Sport, den wir lieben, aber eine Lösung, die besser ist als gar keine."

Zum Sportlichen fügte der AR-Chef noch an: "Ich glaube, dass wir eine gute Mannschaft haben, die einen allerdings nicht ganz so guten Start hingelegt hat. Es wird die Frage sein, wie kommen wir jetzt in die Saison rein. Und da erhoffe und erwarte ich schon eine Leistungssteigerung." Dank richtete Mohrs an die Sponsoren, an Hauptsponsor Volkswagen, "aber auch die meisten anderen haben uns erfreulicherweise die Treue gehalten".

Zum Hygiene-Konzept erläuterte Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf: "Pro Woche unterziehen sich Team und Stab einem PCR- und zwei Antigen-Tests. Gesundheit geht vor, zugleich ist alles dafür getan, dass möglichst keine Spiele ausfallen." Sprich: Die Grizzlys haben das Konzept so aufgestellt, dass ein positiver Spieler allein in Quarantäne müsse, die übrigen Spieler als Kontaktpersonen zweiten Grades - nach aktuellem Stand - weiter arbeiten könnten.

Was das Sportliche angehe, habe sich die Liga darauf geeinigt, dass eine Mannschaft mit einem Torwart und zehn Feldspielern noch spielfähig ist, erst mit weniger kann die Partie abgesagt werden. Den Spielplan für die Spiele gegen die Süd-Staffel gebe es erst nach Abschluss der Nord-Runde. Um Nachhol-Raum einfügen zu können. Sollten Spiele mal gewertet werden müssen, dann greife die Quotienten-Regelung. Die Play-Offs kann eine Mannschaft aber nur erreichen, wenn sie 50 Prozent ihrer Spiele (also 19 der 38 Hauptrunden-Partien) ausgetragen hat.

Fliegauf sagte mit Blick auf die Spielzeit: "Es war eine schwierige Situation, hochfahren, runterfahren, hochfahren, runterfahren, jetzt sind wir froh, dass wir auf der Zielgeraden sind. Es fängt an zu kribbeln, von Tag zu Tag mehr, wir sind leider erst am Sonntag dran. Wir haben uns körperlich gut vorbereitet für die Saison."

Coach Pat Cortina sieht das genauso. Im Magentasport-Cup hat es gegen die in beständiger Kader-Rotation befindliche Wundertüte Krefeld Pinguine mit 1:3 und 1:2 zwei Niederlagen gegeben, obendrein eine Tor-arme Vorbereitung mit brutalen individuellen Fehlern. Dennoch ist er zuversichtlich für den Start, denn "die Ergebnisse waren nicht gut, aber wichtig ist, wie die Mannschaft reagiert hat." Und das habe sie danach. "Wir haben den Biss, sind fokussiert, wir sind besser drauf als vor zwei Wochen. Es ist ein neuer Start, Saison-Anfang. Zu den Problemen im Cup meinte der Coach: "Es war nicht nur unser Spiel vor des Gegners Tor, von 14 Gegentoren waren nach unserer Meinung sieben direkte Geschenke. Es gibt keine Geschenke mehr, wir haben unsere Weihnachtsgeschenke schon verteilt." Und: "Keiner unserer Spieler hat seinen Scoring Touch verloren, wir können Tore schießen."

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!