11. Mai 2021 / 20:55 Uhr

Für Cortina kam das Aus "nicht mehr überraschend"

Für Cortina kam das Aus "nicht mehr überraschend"

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Trainer Pat Cortina von den Grizzlys Wolfsburg wŠhrend des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Fischtown Pinguins Bremerhaven am 22.04.2021 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH)
Nicht überrascht vom Aus: Ex-Grizzlys-Coach Pat Cortina. © City-Press / Grizzlys Wolfsburg
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Das war's. Am Montag hatte Pat Cortina offiziell erfahren, dass es keine Zukunft für ihn als Trainer bei den Grizzlys Wolfsburg gibt. "Überraschend kam es aber nicht mehr", sagte der Coach, der mit den Niedersachsen am vergangenen Freitag deutscher Eishockey-Vizemeister geworden war.

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Am Montag hatte Pat Cortina erfahren, dass es keine Zukunft für ihn als Trainer bei den Grizzlys Wolfsburg gibt. Der Verein gab es am Dienstag offiziell bekannt. "Überraschend kam es aber nicht mehr", sagte der Coach, der mit den Niedersachsen am vergangenen Freitag durch eine 1:2-Niederlage in Berlin im dritten Finalspiel deutscher Eishockey-Vizemeister geworden war. Am Montag habe er es konkret erfahren, allerdings sei es nicht unerwartet gekommen, "denn es muss ja Gründe gegeben haben, warum die Gespräche verschoben worden waren", so Cortina. Die nach außen getragene Begründung (man wolle sich voll auf die Saison konzentrieren) habe er zwar ebenfalls mitgetragen, jedoch hätte sich für ihn das Ende dadurch abgezeichnet.

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Cortina war auf eine längere Zusammenarbeit eingestellt gewesen ("Ich hatte ja nicht ohne Grund den Wohnsitz der Familie hierher verlegt"). Grundsätzlich wäre er bereit gewesen, weiterzumachen, "es sei denn in gemeinsamen Gesprächen über die Ausrichtung und die Strukturen wäre man dann unterschiedlicher Meinung gewesen". Doch zu Gesprächen sei es nicht mehr gekommen.

Wenn er enttäuscht war, so verbarg Cortina das, fügte aber hinzu: "Für meinen Co-Trainer Petteri Väkiparta tut es mir leid, dass er auch gehen muss. Er hat sehr gute Arbeit geleistet." Er selbst gehe ohne Groll: "Ich möchte mich bei allen Sportlern und der Organisation für die vergangenen zwei Jahre bedanken. Die vergangene Saison war erstaunlich und toll. Das Finale zu erreichen hat auch mich stolz und glücklich gemacht, war etwas, wofür auch ein Coach lebt und worauf er in seiner Karriere immer hinarbeitet."

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Grizzlys-Kapitän Sebastian Furchner sagte: "Menschlich ist es schade, dass er nun geht, ich hoffe, dass sich noch Zeit und Gelegenheit findet, dass ich mit ihm und Co-Trainer Petteri Väkiparta noch einmal zusammensitzen kann, dass es nicht bei so einem Abschied zwischen Tür und Angel nach zwei Jahren vertrauensvoller Zusammenarbeit bleibt."