02. April 2019 / 22:31 Uhr

Grizzlys Wolfsburg: Fauser zum Nationalteam, Adam vor Bestätigung, Trainerteam vor Komplettierung

Grizzlys Wolfsburg: Fauser zum Nationalteam, Adam vor Bestätigung, Trainerteam vor Komplettierung

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Platz 12: Die WM in Paris und in Köln ist für das deutsche Eishockey ein Highlight – und zwei Grizzly sind dabei: Am 25. April werden Stürmer Gerrit Fauser und Torwart Felix Brückmann für den vorläufigen Kader nominiert. Während Fauser alle Spiele mit der DEB-Auswahl bestreitet, kommt Brückmann als dritter Torhüter nicht zum Einsatz. Aber: „Allein die Berufung ist eine riesige Auszeichnung.“ Fauser und Deutschland werden in Gruppe A Vierter hinter den USA, Russland und Schweden, im Viertelfinale ist nach einem 1:2 gegen Kanada Schluss.
Kämpft um einen Platz im Nationalteam: Gerrit Fauser von den Grizzlys Wolfsburg. © Imago
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Die Saison ist vorbei für die Grizzlys Wolfsburg - außer für zwei. Und: Sommerpause ist auch für die Verantwortlichen noch nicht. Das Trainerteam könnte sich in Kürze komplettieren und ein weiterer Zugang des heimischen Eishockey-Erstligisten sollte kurzfristig bekannt gegeben werden.

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Schafft Fauser den Sprung zur WM?

Noch nicht vorbei ist die Pause für Gerrit Fauser. Er wird zum Nationalteam stoßen, das sich jetzt sukzessive mit Spielen im Rahmen der sogenannten Euro Hockey Challenge für die WM formiert. Die ersten Spiele dieses Wettbewerbs steigen am 11. und 13. April in Kaufbeuren und Garmisch-Partenkirchen gegen die Auswahl der Slowakei. Es fehlen noch die in den Halbfinals der DEL aktiven Cracks und die möglichen Zugänge aus der NHL. Ob es am Ende für Fauser reicht, muss sich zeigen. Unter Bundestrainer Marco Sturm war der Wolfsburger gesetzt und Teil des Olympia-Silber-Wunders im vergangenen Jahr. Fausers Plus: Er kann auf den Flügeln und als Center agieren, ist ein exzellenter Unterzahlspieler.

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Aber jetzt muss sich Fauser bei Sturm-Nachfolger Toni Söderholm bewähren, um ein Ticket zur Weltmeisterschaft in der Slowakei (20. bis 26. Mai) zu lösen, bei der Deutschland in der Vorrunde auch auf Frankreich trifft, für das der zukünftige Grizzly Anthony Rech berufen werden dürfte. Fauser hatte eine schwere Saison - genau wie die Grizzlys. Er verzichtete m November auf die Teilnahme am Deutschland-Cup, um seine Schulter ein wenig zu schonen, die er sich direkt im ersten Punktspiel nach Olympia-Silber verletzt hatte. Fauser war zwar zu Saisonbeginn fit, hatte aber noch Probleme. Die Pause dann tat gut, er wirkte viel frischer, allerdings stoppte ihn sein eigener Mitspieler Spencer Machacek, in dem er Fauser so unglücklich checkte, dass der mit einer Gehirnerschütterung pausieren musste.

Adam-Verpflichtung dürfte nun bekannt gegeben werden

Für die Eisbären Berlin ist die DEL-Saison am Freitag mit dem K.o. im Viertelfinale gegen Meister München vorüber gewesen. Damit werden sie in Kürze bekannt geben, wer bei ihnen bleibt und wer nicht. Und dann werden die Grizzlys mitteilen, dass sie Nachwuchsverteidiger Maximilian Adam (21) von den Eisbären verpflichtet haben.

DEB National coach Toni SÖDERHOLM, DEB headcoach, team manager, Petteri VÄKIPARTA, Assistent coach DEB, Gesticulate, give instructions, action, single image, gesture, hand movement, pointing, interpret, mimik, GERMANY - SWITZERLAND 4-2 Top Team Peking friendly match Memmingen, Germany, February 05, 2019, Season 2018/2019, Photographer: Peter Schatz / MAGICS
Hat ein Angebot als Co-Trainer in Wolfsburg: Petteri Välkiparta (r.), Co-Trainer der Schwenninger Wild Wings und des DEB-Teams (l. DEB-Chefcoach Toni Söderholm). © Imago / peter Schatz
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Das Trainerteam der Wolfsburger könnte sich, so Fliegauf, "in acht bis 14 Tagen" konkretisiert haben. Torwarttrainer Ilari Näckel ist heim nach Finnland, mit der Mitteilung im Gepäck, "dass er gute Chancen hat zu bleiben", so der Grizzlys-Manager. Der neue Chef-Coach Pat Cortina hat derweil erwartungsgemäß den Wunsch geäußert, seinen Schwenninger Co-Trainer Petteri Väkiparta zu bekommen. Der ist zwar noch in Schwenningen gebunden, doch die Grizzlys hoffen, dass er seinen Vertrag auflösen kann. Eine Ablöse werde Wolfsburg nicht bezahlen. Fliegauf: "Er hat ein Angebot von uns, die Auflösung seines Vertrages in Schwenningen muss er selbst regeln." Es könnte klappen, denn möglich scheint, dass Paul Thompson, während der Saison gekommener Cortina-Nachfolger bei den Wings, eine eigene Co-Trainer-Lösung bevorzugt. Von Väkiparta ist auch Fliegauf angetan, sagt: "Er genießt in der Branche hohes Ansehen." Der Finne zählt auch zum Stab von Toni Söderholm beim Nationalteam.

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Deutschland gegen Frankreich in Wolfsburg: Eröffnungsbully mit Wolfsburgs Oberbuergermeister Klaus Mohrs (links) und dem ehemaligen Grizzly-Spieler Tyler Haskins. Zur Galerie
Deutschland gegen Frankreich in Wolfsburg: Eröffnungsbully mit Wolfsburgs Oberbuergermeister Klaus Mohrs (links) und dem ehemaligen Grizzly-Spieler Tyler Haskins. ©

Karachun und Wrenn können gehen

Erwartungsgemäß wohl keine Rolle mehr spielen in den Planungen der Grizzlys Verteidiger William Wrenn und Stürmer Alexander Karachun. Für beide hatte sich Wolfsburg nach dem Saisonende noch die Option erbeten, über eine Vertragsverlängerung nachzudenken. Allerdings ist jetzt die Entscheidung gereift. Und die lautet, so Manager Charly Fliegauf: "Wir legen uns jetzt noch nicht fest, beide sollten sich nach anderen Klubs umschauen." Das heißt, die Grizzlys werden zwei neue Importverteidiger verpflichten (auch Jeremy Dehner ging) und es bedeutet zugleich, dass sie offenbar Verteidiger im Visier haben, die stärker sein sollten als Wrenn. Karachun hätte als Ü23-Akteur nur Einsatzchancen bei vielen Ausfällen bekommen.

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