11. Dezember 2019 / 18:34 Uhr

Grizzlys Wolfsburg kämpfen um Dauerbrenner Christoph Höhenleitner

Grizzlys Wolfsburg kämpfen um Dauerbrenner Christoph Höhenleitner

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Christoph Höhenleitner von den Grizzlys Wolfsburg feiert das Tor zum 1:0 während des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Thomas Sabo Ice Tigers am 25.10.2019 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Jan-Philipp Burmann/City-Press GmbH)
Überlegt, ob er noch eine Saison anhängt: Grizzlys-Urgestein Christoph Höhenleitner. © City-Press / Grizzlys Wolfsburg
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Mit Sebastian Furchner hat ein Urgestein bei Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg am Dienstag bis 2021 verlängert. Die Klubverantwortlichen, allen voran Trainer Pat Cortina, hoffen, dass ein weiterer Dauerbrenner ebenfalls anhängt.

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Weder wird er leicht euphorisch noch wird er schnell überkritisch – doch wenn er mal weniger gelassen ist, dann hat das dementsprechend Gewicht. Wie am Mittwoch. Da sang Grizzlys-Coach Pat Cortina das Hohelied auf Christoph Höhenleitner. „Ich möchte mal ein paar Worte über Höhi sagen. Er ist unglaublich in der Abwehr, einfach unglaublich. Klug mit dem Puck, smart im Positions- und Körperspiel“, entfuhr es ihm voller Respekt und Anerkennung.

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Er ist ein Aushängeschild unserer Organisation

Wolfsburgs Eishockey-Urgestein hatte – nicht zum ersten Mal – bewiesen, dass er auch im 13. Jahr bei den Grizzlys und auch mit 36 Jahren eigentlich nicht wegzudenken ist. Manager Charly Fliegauf möchte gern mit dem Routinier verlängern. „Wir wissen, dass er ein wertvoller Spieler ist.“ Er will die Gespräche „in nächster Zeit“ führen, aber auch keinen Druck aufbauen. Schließlich bleibt Höhenleitner sowieso. Fliegauf: „Er hat ja erklärt, dass er für uns im Nachwuchs arbeiten will,was super ist. Er ist ein Aushängeschild unserer Organisation. Er weiß, dass die Tür für ihn offen steht.“

Fliegauf weiß aber genau wie Cortina, dass der Allrounder, der schon seit einigen Jahren immer wieder als Verteidiger seinen Mann stand, die Entscheidung für sich treffen muss, wie ihm die Rolle behagt, die Fliegauf so skizziert: „Mal erste Reihe, mal vierte Reihe, mal in der Abwehr.“ Oder ob er sich anders orientieren wolle. Eine Verlängerung mit ihm – „von der Fitness her keine Frage“, meint der Manager. Die Leistungen sprechen sowieso weiter für sich.

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg - Krefeld Pinguine

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Eishockey: Grizzlys Wolfsburg - Krefeld Pinguine © Boris Baschin
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Der Dauerbrenner selbst legt sich fest: „Standby-Spieler werde ich nicht. Wenn ich aufhöre, dann ist Schluss.“ Die Entscheidung werde irgendwann fallen, „das ist kein großes Ding.“ Und wie ist die Tendenz? „Fifty-fifty“, sagt Höhenleitner.

Nebenbei ist er auch noch einer der Spieler, die die Jüngeren anleiten. Valentin Busch erklärt: „Alle Spieler helfen uns, aber Gerrit Fauser, Höhi und Sebastian Furchner – die helfen uns jungen Spielern viel.“ Diese Hilfe, so erläutert der Trainer, verdienen sich Youngster aber auch: „Geholfen wird denen, die investieren, die sich verbessern wollen.“ Und da sind alle Youngster in Wolfsburg gut dabei.

Valentin Busch hat endlich eine DEL-Trophäe in der Vitrine

Besonders glücklich war zuletzt Busch. Denn der hat endlich sein erstes DEL-Tor erzielt. In seinem 51. Erstliga-Einsatz war es das wichtige 1:0 gegen Krefeld. „Das wurde Zeit“, meinte der gebürtige Erdinger. „Der Puck kommt in meine Vitrine.“ Den Trophäenschrank hatten ihm die Eltern beim Umzug mitgebracht. Er wurde im Wohnzimmer aufgebaut. Es ist viel drin. Aber wenig aus dem Herrenbereich. „Viele Pokale und Trophäen aus der Jugend, Medaillen von der U20-WM“, berichtet er. Stolz sei er zudem auch auf den Preis „Rookie des Jahres“ in der DEL 2 für Bayreuth. Nur eine DEL-Trophäe fehlte noch. Bis vergangene Woche. „Es war mal Zeit“, erklärt er. „Man hat das schon immer im Hinterkopf, dass es doch irgendwann mal klappen muss, dass man als junger Spieler die Chance nutzen muss, wenn sie da ist.“ Seine Hoffnung jetzt: „dass noch viele Tore folgen.“ Am Freitag (19.30 Uhr) bei den starken Straubing Tigers und am Sonntag (17 Uhr) gegen Berlin sind die nächsten Gelegenheiten.

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