09. Oktober 2019 / 16:27 Uhr

Grizzlys-Wolfsburg-Krise: Coach Pat Cortina fordert "mehr von jedem, auch von mir!"

Grizzlys-Wolfsburg-Krise: Coach Pat Cortina fordert "mehr von jedem, auch von mir!"

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Teambesprechung der Grizzlys Wolfsburg wŠhrend des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und dem DŸsseldorfer EG am 06.10.2019 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Marco Leipold/City-Press GmbH)
Lässt sein Team nicht auseinander dividieren: Grizzlys-Coach Pat Cortina (M.) sieht jeden einzelnen gefordert, mehr zu bringen. Auch sich selbst. © City-Press / Grizzlys Wolfsburg
Anzeige

„Es ist eine Ergebniskrise, keine Leistungskrise!“ Pat Cortina, Coach der Grizzlys Wolfsburg, ist optimistisch, dass der Eishockey-Erstligist den Bock nach fünf Niederlagen in Folge bald umstößt. Aber vor dem Wochenende mit dem Spiel bei Überflieger München und dem Nordduell gegen Bremerhaven ist ihm klar: „Wir brauchen mehr von jedem, auch von mir.“

Anzeige
Anzeige

Die Aussage von Ex-Nationaltrainer Pat Cortina zeigt: Der zu Saisonbeginn gekommene Coach lässt sich sein Team nicht auseinanderdividieren. Unübersehbar sind seit Wochen zwar einige vermeintliche Leistungsträger unter ihren Möglichkeiten, der Coach aber nimmt alle in die Pflicht. Und will nicht alles umwerfen, „denn wir müssen den Prozess beibehalten, das große Bild im Kopf behalten, Augenmerk auf die Details legen.“ Weil immer wieder kleine Unachtsamkeiten und Fehler die Spiele gekostet hätten. „Jedem muss bewusst sein, dass diese kleinen Dinge entscheidend sind“, macht er seinen Schützlingen klar.

Powerplay im Fokus

Das Überzahlspiel, das in Mannheim nach einem Riesen-Loch mal wieder funktioniert hatte, erlebte gegen Düsseldorf gleich wieder einen Rückfall. Nun bekommt das Powerplay viel Aufmerksamkeit. Routinier Gerrit Fauser erklärt: „Bei Fünf gegen Fünf spielen wir sehr gut, wir investieren jetzt viel Arbeit in die Special Teams.“ Über die wurde jetzt sogar schon direkt nach dem Training am Rande der Bande gesprochen. Co-Trainer Petteri Väkiparta hatte Videoclips parat, unter Anleitung von Kapitän Sebastian Furchner wurden Abläufe durchgesprochen. Da gehe es um solche Details. Fauser erklärt: „Es geht viel um das Timing, um einen halben Meter vor oder zurück, um bessere Pass- und Schussbahnen zu bekommen.“

Hier geht's zur Umfrage:

Mehr anzeigen

Die Trainingseinheiten bei den Grizzlys sind intensiver geworden. Das könnte auch in München Früchte tragen, glaubt Fauser: „Wir haben keinen Druck und können unser Spiel abliefern. Wenn wir 60 Minuten marschieren, können wir gewinnen.“ Der Vizemeister war bislang aber noch ein anderes Kaliber als Mannheim, wo die Grizzlys chancenlos waren. München hat einen Startrekord nach Punkten (27 von 27 möglichen) auf-, den Siegrekord vom Start weg eingestellt und will mit Sicherheit DEL-Sieg Nummer 10 in Serie.

Am Dienstag gab es in der Champions League mit dem 2:1-Erfolg gegen den schwedischen Vertreter Färjestads BK den vorzeitigen Achtelfinaleinzug. Das könnte Kraft gekostet haben, muss es aber nicht. „Und deshalb sollte das in unseren Überlegungen auch keine Rolle spielen“, sagt Fauser. Mental sei die Situation „nicht einfach, aber die Stimmung ist gut.“

Chris Casto im ersten Training mit den Grizzlys

Debüt für Casto

Bei den Fans scheint die Stimmung langsam in den Keller zu gehen. Der Vorverkauf fürs Nordduell am Sonntag (14 Uhr) gegen Bremerhaven ist mau. Am Dienstag Mittag waren noch keine 2000 Tickets weg. Dabei gibt dann Zugang Chris Casto seine Heimpremiere. Cortina plant in München noch nicht in einem festen Abwehrblock mit ihm, will „ihn einsetzen in Situationen, wo er helfen kann. Er hat lange nicht gespielt, muss sich akklimatisieren.“ Fauser hat einen guten Eindruck vom Neuen, sagt: „Er tut uns gut, ist ein guter Läufer, im Zweikampf stark, hat auch einen guten ersten Pass. Ich bin gespannt, was noch kommt, wenn er erstmal ein paar Tage da ist.“

Sislo könnte erneut ausfallen

Nicht gut: Es droht der neuerliche Ausfall vom Mike Sislo. Nachdem der Angreifer am Dienstag trainiert hatte, fehlte er am Mittwoch. Ob er mit nach München fährt, zeigt sich am Donnerstag. Der Coach war eher skeptisch, ob es für den Außenstürmer reicht. Da mit Marius Möchel und Christoph Höhenleitner schon zwei routinierte Stürmer fehlen, wird er kein Risiko eingehen.

Mehr von den Grizzlys Wolfsburg

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt