14. November 2020 / 19:06 Uhr

Grizzlys Wolfsburg legen los! Und schlagen Düsseldorfer EG mit 7:0

Grizzlys Wolfsburg legen los! Und schlagen Düsseldorfer EG mit 7:0

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Beim Magentasport-Cup: Die Grizzlys Wolfsburg gewannen gegen Düsseldorf 7:0, hier bejubeln Phil Bruggisser, Jan Nijenhuis und Garrett Festerling (v. l.) das 1:0 von Toto Rech (r.).
Beim Magentasport-Cup: Die Grizzlys Wolfsburg gewannen gegen Düsseldorf 7:0, hier bejubeln Phil Bruggisser, Jan Nijenhuis und Garrett Festerling (v. l.) das 1:0 von Toto Rech (r.). © City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg
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Das war deutlich, aber angesichts der Personalsituation erwartbar. Zu ihrem Auftakt als letzte der Teams in den Eishockey-Magentasport-Cup von acht DEL-Klubs schlugen die Grizzlys Wolfsburg die Düsseldorfer EG mit 7:0.

Ordentlicher Auftakt für die Grizzlys Wolfsburg am Samstag beim Magentasport-Cup. Es gab ein 7:0 (3:0, 1:0, 3:0) gegen eine dezimierte Düsseldorfer EG, die obendrein noch nicht so viel trainiert hat wie Wolfsburg. So gesehen war es ein Muster ohne großen Wert. Matti Järvinen (2), Valentin Busch, Toto Rech, Sebastian Furchner, Max Görtz und Spencer Machacek trafen.

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Erst einmal ging es ums spielen, dafür, das Gefühl wiederzubekommen, das man acht Monate so nicht hatte. Grizzlys-Routinier Sebastian Furchner: "Großartig, dass wir einen Weg gefunden haben, dass wir spielen können. Und dass es wohl auch, wie man hört, in der Liga losgehen wird. Kompliment an die Spieler in der Liga, die, wie man hört auf bis zu 60 Prozent Gehalt verzichten. Ich bin sehr optimistisch, dass die Liga los geht. "

Wie es war?

Die Atmosphäre: Erwartungsgemäß gespenstisch. Zuschauer sind wegen Corona nicht zugelassen. Aber: Ein bisschen Lightshow gab es, die Starting Six wurde angesagt. In der Wolfsburger Kurve hingen Transparente von Fanklubs und ein Spruchband: "Ob hinter der Bande oder daheim, wir werden immer bei euch sein".

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Keine Fans dabei: Aber ihre Transparent waren in der Kurve zu sehen. Und ein Banner. © Jürgen Braun

Das Personal: Wolfsburgs Coach Pat Cortina setzte alle Imports ein, auch den erst in dieser Woche eingetroffenen Verteidiger Julian Melchiori. Keeper Dustin Strahlmeier war zweiter Torwart, ansonsten waren alle Wolfsburger Zugänge im Aufgebot. Chet Pickard, der das Tor hütete, hat übrigens eine neue Frisur, einen breiten schwarzen Irokesen. Neben Steven Raabe, am Vorabend als Förderlizenzspieler mit den Hannover Indians in Hamm 5:0 erfolgreich, waren Janik Möser (krank) und Maximilian Adam als überzähliger Spieler nicht dabei.

Die DEG: Coach Harold Kreis fehlte aus privaten Gründen. Schwerer wog: Die Verträge mit Chad Nehring und Luke Adam (wollten die Gehaltskürzung nicht hinnehmen) waren aufgelöst worden, sieben weitere Profis fehlten krank oder verletzt. Düsseldorf bot nur neun Stürmer auf, drei von ihnen aus dem DNL1-Team.

Das Spiel: Wolfsburg begann stark, spielte sich drei Tore in kurzer Folge heraus, dann fand die DEG trotz ihrer Personalnot zu einer guten Ordnung, machte es den Grizzlys schwerer. Die Gastgeber waren überlegen, hätten unter anderem durch Järvinen und Phil Bruggisser, die allein vor DEG-Keeper Hendrik Hane auftauchten, erhöhen können. Von der DEG kam im ersten Abschnitt wenig, später gab es einen Pfostenschuss durch Marc Zanetti. Und auch die eine oder andere Düsseldorfer Gelegenheit zu viel, aber Pickard war stark, hielt kurz vor Schluss obendrein einen Penalty von Daniel Fischbuch.


Eishockey: Magentasport-Cup - Grizzlys Wolfsburg gegen Düsseldorfer EG

Eishockey: Magentasport-Cup - Grizzlys Wolfsburg (in Schwarz-Orange) gegen Düsseldorfer EG. Zur Galerie
Eishockey: Magentasport-Cup - Grizzlys Wolfsburg (in Schwarz-Orange) gegen Düsseldorfer EG. © City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg

Ersteinschätzung: Wolfsburg hat an Speed gewonnen - Jordan Boucher, Max Görtz und Järvinen haben da Zugewinn gebracht. Kreativität war in einigen Szenen ablesbar, auf der Mittelstürmerposition sind die Grizzlys jetzt enorm tief besetzt. Valentin Busch, der älteste der Wolfsburger U23-Akteure, machte einen guten Eindruck, hat sich in der Coronapause offenbar physisch gut weiterentwickelt.

Die Neuen: Sie konnten sich alle sehen lassen. Und sie trugen sich bis auf Boucher auch alle in die Scorerliste ein. Bruggisser zeigte seine offensiven Möglichkeiten mit dem Traumpass zu Järvines Solo und, dass er an der blauen Linie die erhoffte Verstärkung sein kann. Boucher und Görtz haben Zug, Phil Hungerecker passt gut rein, Järvinen hat Tempo, Spielstärke, gute Hände und Übersicht. Verteidiger Melchiori hat im Vergleich zu den anderen noch Trainingsrückstand, hatte vor allem im ersten Drittel noch verständliche Umstellungsprobleme, hat aber Physis und Reichweite und übernahm Verantwortung, bereitete nicht von ungefähr das 5:0 vor.

Video zu den Starting Six:

Magentasport-Cup Grizzlys

So sah es Grizzlys-Coach Pat Cortina

Das Fazit von Coach Pat Cortina: "Wir wollten die richtige Einstellung und die richtige Energie sehen. Das haben wir. Wir haben viele gute Dinge gesehen, aber auch viele Dinge, die wir verbessern müssen. Aber das ist normal, insbesondere nach so einer langen Pause. Das Spiel mit dem Puck war manchmal nicht sauber, manchmal waren wir nicht kompakt genug. Aber nochmal, es war das erste Spiel. Und das wichtigste war Einstellung und Energie - und die war gut."

Das nächste Spiel bestreiten die Grizzlys im Rahmen des Magentasport-Cups am Dienstag in Krefeld.

Grizzlys: Pickard - Melchiori, Bittner; Wurm, Likens; Button, Bruggisser - Busch, Olimb, Boucher; Furchner, Pfohl, Machacek; Rech, Festerling, Nijenhuis; Fauser, Järvinen, Görtz; Hungerecker.

DEG: Hane - Ebner, Nowak; Geitner, Jensen; Zanetti, Dersch - Kammerer, Barta, Fischbuch; Ehl, Buzas, Eder; Stelzmann, Wrede, Bongers.

Tore: 1:0 (5:21) Rech (Festerling/Bruggisser), 2:0 (6:32) Busch (Hungerecker/Bittner), 3:0 (8:44) Järvinen, 4:0 (37:26) Furchner (Bruggisser), 5:0 (40:18) Järvinen (Melchiori), 6:0 (51:24) Görtz (Fauser), 7:0 (52:34) Machacek.

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Schiedsrichter: Hunnius/Iwert. Zuschauer: keine. Strafminuten: Wolfsburg 6/DEG 8.