07. Oktober 2019 / 20:46 Uhr

Grizzlys Wolfsburg stürzen ab: Das fordert Manager Charly Fliegauf jetzt!

Grizzlys Wolfsburg stürzen ab: Das fordert Manager Charly Fliegauf jetzt!

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Charlyt
Die Grizzlys müssen sich aufrappeln: Nach fünf Niederlagen in Folge macht Manager Charly Fliegauf klare Ansagen an sein Team. © Boris Baschin
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Guter Start und brutaler Absturz. Die Grizzlys Wolfsburg sind fast wieder im Fahrwasser der Vorsaison angelangt. Da hatten sie im Eishockey-Oberhaus nach 13 Spielen nur neun Punkte. Jetzt haben sie nach neun Spielen neun Punkte, was schon zu wenig ist, und sie sind seit fünf Partien sieglos. „Es besteht kein Grund zur Panik“, sagt Manager Charly Fliegauf, „aber jeder im Team sollte erkennen, dass wir den Abwärtstrend stoppen müssen.“ Fliegauf setzte sich am Montag mit Coach Pat Cortina zusammen.

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Am Sonntag gegen die Düsseldorfer EG sei ein Aufwärtstrend zu erkennen gewesen, glaubt der Manager, „da konnte man nicht so viel kritisieren, die Einstellung hat gestimmt.“ Ärgerliche Fehler hätten zum Düsseldorfer Sieg geführt, nachdem die Grizzlys 2:1 vorn gelegen hatten. Dennoch gab es auch gegen die DEG Wunderlichkeiten. Fliegauf: „In Mannheim haben wir das Powerplay gut gemacht, gegen Düsseldorf spielen wir uns wieder einen Wolf.“ Er meint: Zu wenig Schüsse, zu kompliziertes Spiel. „So wie in den letzten eineinhalb Minuten will ich es sehen“, fordert der Ex-Profi. Mit dem Mut der Verzweiflung nagelten die Grizzlys nun die Pucks aufs Tor. Warum nicht früher?

Der Druck ist gestiegen. „Die Trainer hatten am Freitag und Samstag deutlich gemacht, was sie sehen wollen, das werden wir intensivieren.“ Fliegauf verriet: „Wir haben besprochen, wie die kommendenTage ablaufen sollen.“ Videostudium und vermehrt Einzelgespräche stehen diese Woche an. Das Team solle den Kopf frei bekommen, sich auf die Basics konzentrieren.
Ein großes Manko noch: „Die Spieldisziplin“. Dazu zählt das Verhalten im Powerplay, aber auch die unerwünschte Verspieltheit in offensiven Aktionen und der gerne zögerliche Aufbau (Fliegauf: „Wir müssen schneller hinten raus"). Ebenfalls dazu zählen die Strafzeiten: Auch gegen Düsseldorf waren vermeidbare dabei. Und Wolfsburg musste den Preis bezahlen. Bei Fünf gegen Fünf waren die Grizzlys sogar treffsicherer, aber fingen sich alle Gegentreffer in Über- und Unterzahl.

Grizzlys Wolfsburg gegen Düsseldorfer EG Zur Galerie
Grizzlys Wolfsburg gegen Düsseldorfer EG © Tim Schulze
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Von der Qualität im Team ist Fliegauf überzeugt, weiß aber auch: „Nur die Jungs können es richten, jeder muss schauen, dass er leistungsmäßig da ist, wo er sein kann und wo er sich selbst sieht.“ Das sei nicht bei allen der Fall. Das kommende Spiel komme, so kurios es klinge, gerade recht. Es geht nach München (neun Spiele, neun glatte Siege). „Das ist eigentlich das leichteste Spiel für uns“, so Fliegauf, „da erwartet niemand etwas. Danach aber, gegen Bremerhaven, in Krefeld und gegen Iserlohn sind Spiele, wo wir punkten müssen.“

Personell sieht es voraussichtlich besser aus. Zugang Chris Casto dürfte spielen und Stürmer Mike Sislo wieder fit werden.

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