12. Januar 2020 / 21:17 Uhr

Grizzlys Wolfsburg unterliegen unglücklich 2:3 in Mannheim

Grizzlys Wolfsburg unterliegen unglücklich 2:3 in Mannheim

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Mannheims Tommi Huhtala (Nr.61) trifft gegen #34 Wolfsburgs Chet Pickard zum 2:1 beim Spiel in der DEL, Adler Mannheim (blau) - Grizzlys Wolfsburg (orange).

Foto © PIX-Sportfotos *** Foto ist honorarpflichtig! *** Auf Anfrage in hoeherer Qualitaet/Aufloesung. Belegexemplar erbeten. Veroeffentlichung ausschliesslich fuer journalistisch-publizistische Zwecke. For editorial use only.
Es sollte nicht sein: Die Grizzlys schnupperten an einem Punkt beim Meister doch am Ende bejubelte Mannheim ein glückliches 3:2. © PIX-Sportfotos / Michael Ruffler
Anzeige

Am Freitag unfassbar schlecht, zwei Tage später beim Meister viel, viel besser. Nur: Punkte gab es nicht für Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg. Bei den Adlern Mannheim gab es eine bittere 2:3-Niederlage. Die Entscheidung fiel spät.

Anzeige
Anzeige

Vor 11550 Zuschauern trafen die Adler bereits nach 13 Sekunden - und schossen ihren letzten Treffer drei Minuten vor Schluss. Zwischendurch war Wolfsburg immer stärker geworden, hatten Garrett Festerling und Toto Rech zweimal die Adler-Führung wettgemacht. Zum Glück verloren die Verfolger auch, die Grizzlys blieben trotz Null-Punkte-Wochenende Neunter. "Auswärts sind wir gut, wir müssen zu Konstanz finden, sonst kommen wir nicht hoch", meinte Stürmer Nick Latta.

Alexander Johansson wieder an Bord

Die Grizzlys hatten Alexander Johansson wieder an Bord. Der Stürmer war wieder fit, U23-Spieler Jan Nijenhuis musste gegenüber dem Freitag-Debakel gegen Ingolstadt (1:7) weichen. Im Tor stand Ex-Adler Chet Pickard, der beim Stand von 1:6 am Freitag schon übernommen hatte. Wolfsburg war zuletzt auswärts top gewesen (sechs Siege in acht Spielen), allerdings siebenmal in Serie in Mannheim sieglos.

Grizzlys brutal effizient

Mannheims Mathias Plachta brachte es zur ersten Pause korrekt auf den Punkt: "Wolfsburg ist kaltschnäuzig heute!" Was für ein kurioses erstes Drittel. Streckenweise war es ein Spiel auf ein Tor. Auf das der Gäste. Doch die waren brandgefährlich, wenn sie mal raus kamen. Schon nach 13 Sekunden stand es 1:0. David Wolf hatte Johansson die Scheibe in der neutralen Zone abgeluchst, bediente Plachta zur Führung des Meisters.

Danach schnürten die Adler das Team von Trainer Pat Cortina ein, Pickard stand immer wieder im Brennpunkt. Wolfsburg hatte Probleme, mit seinem bedächtigen Aufbau überhaupt aus der eigenen Zone zu kommen. Ein Powerplay brachte etwas Sicherheit. Und mit dem ersten nennenswerten, aber auch feinen Angriff besorgte Auswärts-Torjäger Festerling (sieben seiner zehn Tore schoss er in der Fremde) nach starkem Zuspiel von Spencer Machacek das 1:1.

Festerling hatte dann bei einem Konter noch Pech, traf nur die Latte. Eine Minute vor der ersten Sirene trafen die Adler nach wenigen Sekunden in ihrem ersten Powerplay. Doch keineswegs geschickte Gäste fuhren noch einmal einen schnellen Angriff, Rech schloss zum 2.2 ab. Ziemlich kaltschnäuzig bei 12:5 Schüssen für die Adler.

Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt

Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt Zur Galerie
Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH

Das zweite Drittel war nicht nur nach Schüssen ausgeglichen. "Da haben wir uns nicht mehr in die Hosen gemacht - so hatte es zumindest am Anfang des ersten Drittels ausgesehen", meinte Stürmer Christoph Höhenleitner vor der Kamera von Magentasport.

Wolfsburg hielt nun weitaus besser dagegen. Es gab auf jeder Sete eine dicke Chance: Wolf kam frei vor Pickard zum Schuss. Der hielt. Auf der anderen Seite tauchte Johansson vor Dennis Endras auf - auch der parierte. Die Grizzlys überstanden eine Unterzahl bravourös. Das Quartett konnte nicht wechseln, hielt die Adler aber in Schach. Kurz vor der zweiten Sirene bekamen die Wolfsburger ihre zweite Überzahl, es sprang aber nichts heraus.

Krämmer rettet Mannheim

Im Schlussabschnitt agierten beide Teams vorsichtig, die Grizzlys hatten nun sogar mal längere Drangphasen, die besseren Chancen allerdings hatte Mannheim. Pickard hielt unter anderem gegen Plachta prächtig, einmal blockierte Johansson gerade noch rechtzeitig den Schläger des einschussbereiten Wolf. Doch das bittere Ende folgte: Nico Krämmer entriss den Grizzlys kurz vor Schluss den inzwischen verdienten Punkt.

Mehr zu den Grizzlys Wolfsburg

Adler: Endras - Reul, Akdag; Larkin, Katic; Lampl, Lehtivuori; Billins - Plachta, Desjardins, Wolf; Huhtala, Smith, Stützle; Rendulic, Järvinen, Hungerecker; Krämmer, Raedeke, Rosa.

Grizzlys: Pickard - Casto, Bittner; Jones, Button; Likens, Bergman; Adam - Johansson, Festerling, Machacek; Busch, Pfohl, Fauser; Aubin, Olimb, Rech; Latta, Möchel, Höhenleitner.

Schiedsrichter: Gordon Schukies /Michael Klein.

Zuschauer: 11550.

Strafminuten: Adler 4 / Grizzlys 6.

Tore: 1:0 (0:13) Plachta (Wolf/Desjardins), 1:1 (11:13) Festerling (Machacek/Johansson), 2:1 (19:00) Huhtala (Plachta/Lehtivuori - 5:4), 2:2 (19:24) Rech (Olimb/Aubin), 3:2 (57:19) Krämmer (Rendulic/Lampl).