18. November 2018 / 21:37 Uhr

Grizzlys Wolfsburg vergeigen 6:3-Führung - Nur ein Punkt in Iserlohn

Grizzlys Wolfsburg vergeigen 6:3-Führung - Nur ein Punkt in Iserlohn

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Viel Verkehr vor dem Wolfsburger Tor, Marko Friedrich (Iserlohn #67) versucht Torwart David Leggio (Wolfsburg #33) zu ueberwinden

Iserlohn Roosters vs. Grizzlys Wolfsburg 
- DEL 2018 / 2019 - 19. Spieltag

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Viel Verkehr vor Wolfsburgs Tor: Am Ende war es zu viel. Die Grizzlys verloren nach einer 6:3-Führung noch mit 6:7 nach Verlängerung in Iserlohn. © Mathias M. Lehmann
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Nicht zu fassen: Die Grizzlys Wolfsburg standen am Sonntag vor ihrem ersten Sechs-Punkte-Wochenende der Saison! Doch dann vergeigte der Vorletzte des Eishockey-Oberhauses noch seine 6:3-Führung und unterlag bei den Iserlohn Roosters mit 6:7 (3:2, 1:1, 2:3) nach Verlängerung. Marius Möchel, Spencer Machacek (2), Cole Cassels, Brent Aubin und Sebastian Furchner trafen für die Gäste, denen so nur ein Punkt blieb.

Vor der Partie hatte sich die irre Ausfall-Serie der Grizzlys fortgesetzt. Im Vergleich zum Freitag fehlten zwei Akteure: Christoph Höhenleitner, der sich eine Platzwunde hinter dem Ohr bei einem Check seines Gegners im Spiel gegen Ingolstadt (4:3) zugezogen hatte, pausierte. Und mit Jason Jaspers (Unterkörperverletzung) hat es den vierten Grizzlys-Center erwischt. Insgesamt mussten die Grizzlys sieben Stürmer ersetzen. Das war die Chance für Steven Raabe. Der 17-Jährige kam nach fünf Minuten erstmals aufs Eis, ist damit der jüngste DEL-Spieler der Grizzlys aller Zeiten. Der Youngster (40 Scorerpunkte in elf Partien) ist in der DNL-U20 der Wolfsburger aktiv und hat schon öfter bei den Profis mittrainiert. Viel Eiszeit bekam er nicht, was vor allem daran lag, dass sehr oft die Special Teams ran mussten. Und zu denen zählt er natürlich noch nicht.

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Grizzlys Wolfsburg gegen ERC Ingolstadt

Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt, 16.11.2018, Zur Galerie
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt, 16.11.2018, ©

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Iserlohn - Grizzlys Wolfsburg: So lief das erste Drittel

Für die Gäste ging es vor 3700 Zuschauern bei den enorm heimstarken Sauerländern schlecht los. Armin Wurm kassierte eine fragwürdige Strafe, Iserlohn nutzte sie schnell. David Leggio, der erstmals nach seiner Verletzungspause wieder im Tor stand (am Freitag hatte noch Jerry Kuhn den Kasten gehütet), hatte die Scheibe nicht festhalten können, Evan Trupp schob ein. Doch das Team von Coach Hans Kossmann hat sich in der Länderspielpause einiges angeeignet. Unbeeindruckt und solide spielten die Grizzlys immer wieder nach vorn, hielten es unkompliziert, bauten zunehmend mehr Druck auf, schossen bei jeder guten Gelegenheit. Und so glichen sie auch aus, als Möchel nach Wade Bergmans Schuss abstaubte. In Überzahl haben es die Grizzlys seit der Pause auch drauf. Im neunten Versuch binnen zwei Partien markierten sie in Iserlohn ihren vierten Treffer im Powerplay - Machacek markierte das gut herausgespielte 2:1. Nicht schlecht für eine Mannschaft, die zeitweise durchschnittlich gut 20 Überzahlchancen für einen Treffer brauchte. Die Gastgeber kamen relativ billig mit einem harmlos scheinenden Schuss zum 2:2, offenbar konnte Leggio die Scheibe nicht sehen. Doch Wolfsburg setzte noch einmal nach: Daniel Sparre kurvte ums Tor, passte vor den Kasten, Cassels traf hart und genau zum 3:2 für die Gäste.

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So lief das zweite Drittel: Aubin macht die 100 voll

Erneut erwischte Iserlohn den besseren Start. Die Gäste schienen noch zu träumen, Loui Caporusso fuhr recht unbedrängt durch die neutrale Zone, dann tanzte er auch noch Wurm und Jeremy Dehner aus und vollendete mit der Rückhand zum 3:3. Die Partie war danach zerfahren, es gab einige Strafen, Wolfsburg ließ sich in Unterzahl nicht überlisten. Und blieb in Überzahl weiter gefährlich. Machacek scheiterte einmal aus der Drehung, kurz danach hatten die Grizzlys doppelte Überzahl, und dann war es soweit: Aubin erzielte endlich, endlich, endlich sein erstes Saisontor. Der Treffer im 18. Saisonspiel war zugleich sein 100. DEL-Treffer. Und die Grizzlys lagen wieder vorn, nahmen eine 4:3-Führung mit in die zweite Pause.

Iserlohn kippt einen 3:6-Rückstand gegen Wolfsburg

Im Schlussdrittel schlug Wolfsburg mal zuerst zu. Erneut in Überzahl. Diesmal war es Furchner. Wenig später legte Machacek mit seinem zweiten Tor das 6:3 nach. Das sah doch gut aus. Doch die heimstarken Gastgeber wollten sich nicht mit der fünften Pleite in Folge anfreunden. Sie verkürzten in der 50. Minute durch Justin Florek auf 4:6 und in der 53. Minute durch Liga-Topscorer Jon Matsumoto auf 5:6. Was vor allem in Überzahl aufgebaut worden war, verspielten die Gäste nun in Unterzahl. Lean Bergmann erzielte 101 Sekunden vor Schluss den Ausgleich im Powerplay, Leggio verlor erneut zu leicht den Puck. Dann kassierte Machacek eine unglückliche Strafe in der Verlängerung, und wieder schlug es ein - 7:6 für Iserlohn durch Liga-Top-Torjäger Anthony Camara.