14. Januar 2021 / 14:15 Uhr

Grizzlys Wolfsburg vor Schlüsselspiel: Trainer Cortina wackelt, Fauser fällt aus

Grizzlys Wolfsburg vor Schlüsselspiel: Trainer Cortina wackelt, Fauser fällt aus

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Boris Baschin, Wolfsburg, DEL, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg- Düsseldorfer EG, Eispalast,
Da war er noch dabei: Gerrit Fauser (Nr. 23) am Mittwoch im ersten Drittel gegen die DEG. Am Freitag (18.30 Uhr) gegen Iserlohn fällt der Angreifer der Grizzlys Wolfsburg aus. © Boris Baschin
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Sportlich läuft es schlecht, Coach Pat Cortina wackelt und personell gibt es unterschiedliche Nachrichten aus dem Lager von Eishockey-Erstligist Grizzlys Wolfsburg. Die schlechte Nachricht: Gerrit Fauser fällt am Freitag gegen Iserlohn aus.

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Seit sechs DEL-Spielen sind die Grizzlys Wolfsburg ohne Drei-Punkte-Sieg, zweimal gab es zwei glatte Niederlagen, insgesamt in dieser Zeit nur sechs von 18 möglichen Punkten. Vor dem Heimspiel gegen Düsseldorf am Mittwoch hatte Manager Charly Fliegauf den Trainerstab unter Druck gesetzt. Es gab aber wieder nur einen einzigen Punkt durch ein 1:2 n. V. Für Coach Pat Cortina wird es langsam eng.

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Am Freitag (18.30 Uhr) muss gegen Iserlohn ein Sieg her, vor allem aber eine Leistung, die einen Wandel verspricht. Denn das Düsseldorf-Spiel war trotz defensiver Verbesserung keine Trendwende. Nicht helfen kann dabei Gerrit Fauser. Der Nationalspieler war am Mittwoch im letzten Drittel nicht mehr dabei, fällt mit einer "Unterkörperverletzung" gegen Iserlohn aus, hieß es vom Klub. Wie lange Fauser fehlen wird, soll eine Untersuchung zeigen. Fauser war während des Magentasport-Cups schon einmal mit einer Fußverletzung länger außer Gefecht gewesen.

Grizzlys Wolfsburg gegen Düsseldorfer EG

Szenen vom Spiel zwischen den Grizzlys Wolfsburg und der DEG am 13. Januar 2021. Zur Galerie
Szenen vom Spiel zwischen den Grizzlys Wolfsburg und der DEG am 13. Januar 2021. © Boris Baschin

Bessere Nachrichten von zwei Abwehrspielern

Die besseren Nachrichten kommen von zwei Akteuren, die aber in der aktuellen Situation erwartungsgemäß nicht helfen können. Janik Möser hat sein Langzeit-EKG durch und es ist offenbar ausgewertet. Mit positivem Resultat. Manager Fliegauf, der sich zu sportlichen Dingen vor dem Iserlohn-Spiel nicht äußern will, sagt: "Er ist zurück auf dem Eis und fängt an zu trainieren." Die Rückkehr des Verteidigers dürfte sich aber noch mindestens bis Mitte Februar hinziehen. Er hatte seine Belastung zwischenzeitlich auf Null fahren müssen, nachdem eine Herzmuskelentzündung diagnostiziert worden war - und die war wohl als Folge einer Corona-Infektion.

Auch von Abwehrkollege Dominik Bittner gab es Positives. Er darf nach seiner Bauchmuskelverletzung im Magentasport-Cup-Spiel in Bremerhaven ab Ende Januar wieder eishockeyspezifisch trainieren, allerdings erst mal neben dem Eis. Seine Rückkehr dürfte sich damit bis tief in den Februar hinziehen. Möglicherweise müssen die Grizzlys für die Defensive noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden, allerdings dürften erst einmal die Verbesserung der aktuellen Leistung und die Trainerfrage ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Sechs Spiele ohne Dreier, dabei in dieser Zeit überhaupt nur zweimal (in Overtime) gewonnen und bereits im Magentasport-Cup hatten die Grizzlys eine Serie von fünf Pleiten am Stück hingelegt, eine weitere Niederlage würde Minimalziel Platz vier weiter aus der Reichweite bringen.