28. September 2020 / 13:50 Uhr

Große Erleichterung: FSV Eintracht erkämpft ersten Ligasieg

Große Erleichterung: FSV Eintracht erkämpft ersten Ligasieg

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Erster Ligaerfolg nach dem Aufstieg: Der FSV Eintracht Königs Wusterhausen (grüne Trikots) hat den MTV Wünsdorf mit 2:0 bewzungen. 
Erster Ligaerfolg nach dem Aufstieg: Der FSV Eintracht Königs Wusterhausen (grüne Trikots) hat den MTV Wünsdorf mit 2:0 bewzungen.  © Oliver Schwandt
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Landesklasse Ost: FSV Königs Wusterhausen ringt im Dahme/Fläming-Derby in der  den MTV Wünsdorf mit 2:0 nieder.

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Die Erleichterung war groß beim Tross der Aufsteigers, auch Trainer Wolfgang Juhrsch atmete tief auf nach dem ersten Saisonsieg in der Fußball-Landesklasse Ost: „Wir haben es heute unnötig spannend gemacht im zweiten Abschnitt, die Möglichkeiten zur Entscheidung waren da. Ich bin zufrieden mit der Einstellung der Jungs und das wir endlich unseren ersten Sieg in der laufenden Saison erreicht haben“, befand der Trainer des FSV Eintracht Königs Wusterhausen nach dem 2:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den MTV Wünsdorf.

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Vier Spiele lang hatte der FSV-Anhang warten müssen, bis am Sonnabendnachmittag am fünften Spieltag vor 30 Zuschauern der erste Sieg gelungen war. Benjamin Beutke brachte den FSV mit einem Kopfball nach einer Ecke in der 36. Minute in Führung, in der Nachspielzeit fiel dann mit dem Treffer zum 2:0-Endstand durch Elvis Amabo (90 + 5) die endgültige Entscheidung. Die Eintracht hatte im ersten Abschnitt mehr vom Spiel und auch zwei „Hundertprozentige“, aber werder Maciej Hofman noch Youngster Ralph Zimmermann trafen aus völlig freier Postion vor dem Gästegehäuse nicht das Ziel. Auf der Gegenseite hatte der Gast auch zwei mal die Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch Eintracht-Keeper Christopher Rosenow hielt einen Schuss aus Nahdistanz und einen Foulstrafstoß (27.) holte er mit einer hervorragenden Reaktion aus der unteren linken Ecke. Im zweiten Abschnitt hatte die Eintracht die Möglichkeit die Führung auszubauen, doch die Youngster Marian Heinrich und Ralph Zimmermann scheiterten aus Nahdistanz hintereinander am guten Wünsdorfer Torwart. Auf der Gegenseite traf der Gast kurz vor Spielende noch den Außenpfosten, ansonsten ließ die gut agierende Hintermannschaft der Eintracht nichts mehr zu.

In Bildern: FSV Eintracht KW siegt mit 2:0 gegen den MTV Wünsdorf.

FSV Eintracht KW (grüne Trikots) siegt mit 2:0 gegen den MTV Wünsdorf. Per Eigentor durch Paul Späthe (36.) gingen die Hausherren in Führung. Elvis Amabo setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt (90.+5) Zur Galerie
FSV Eintracht KW (grüne Trikots) siegt mit 2:0 gegen den MTV Wünsdorf. Per Eigentor durch Paul Späthe (36.) gingen die Hausherren in Führung. Elvis Amabo setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt (90.+5) © Oliver Schwandt

„Ich kann meiner Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen“, sagte MTV-Trainer Matthias Fricke anschließend, „wir haben entsprechend unserer Möglichkeiten alles versucht, leider fällt es uns schwer, aufgrund unserer Personallage, mehr Torchancen herauszuspielen. Wir haben leider einen Elfmeter verschossen, mit einer 1:0-Führung hätte die Partie durchaus einen anderen Verlauf nehmen können. Einem Rückstand hinterherzulaufen, fällt uns im Moment besonders schwer, weil wir mehrere Stammspieler ersetzen müssen.“ Der FSV kletterte durch den Sieg auf Tabellenrang 13, die Vertretung aus Wünsdorf rutschte auf Position 15 ab, nun gilt es für Trainer Fricke und sein Team, den Abwärtstrend zu stoppen.

Matthias Fricke kickte schon als Kind in Wünsdorf

Matthias Fricke (56) hatte das Traineramt auf dem Burgberg im diesem Sommer von Markus Wolf übernommen, der das Team in der vergangenen Spielzeit auf Rang der Abschlusstabelle geführt hatte. Der Wünsdorfer hatte bereits als Kind bei seinem Heimatverein begonnen – damals noch die BSG Lok – mit 17 Jahren sein erstes Punktspiel in der ersten Mannschaft absolviert und in den neunziger Jahren in Mellensee mehrere Jahre gekickt. 1999 übernahm er eine Kindermannschaft als Übungsleiter und blieb mehr als zehn Jahre im Amt. Anschließend spielte er im Altherrenbereich und legte eine Pause vom aktiven Fußball ein – nun folgte ein Comeback an der Seitenlinie des MTV.