07. Mai 2020 / 09:11 Uhr

"Große Nummern im kleinen Fußball": Das ist die persönliche Top-Elf von Gustav Kuhn

"Große Nummern im kleinen Fußball": Das ist die persönliche Top-Elf von Gustav Kuhn

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Da musste er nicht lange nachdenken: Gustav Kuhn kann in seiner Top-Elf sogar auf einen Bundesliga-Stürmer setzen.
Da musste er nicht lange nachdenken: Gustav Kuhn kann in seiner Top-Elf sogar auf einen Bundesliga-Stürmer setzen. © Jörg Zehrfeld
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Gustav Kuhn ist aktuell Trainer des Kreisligisten TSV Goltern, 16 Jahre lang war er als Coach des TSV Groß Munzel tätig. Zum Auftakt der neuen Serie "Große Nummern im kleinen Fußball" stellt er seine Top-Elf vor, in der neben Hendrik Weydandt ein Kraftpaket mit Klavier auf dem Rücken stürmt.

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Fußballer kommen und gehen – in dieser Hinsicht sind Profivereine und Amateurklubs auf Augenhöhe. Doch einige Akteure hinterlassen Eindruck – sei es durch ihre Qualität auf dem Platz oder ihre Charaktereigenschaften. In der neuen Serie „Große Nummern im kleinen Fußball“ berichten Trainer und Spieler von eben solchen Kicker aus der Region und nennen ihre ganz persönliche Top-Elf. Den Anfang macht Gustav Kuhn, Trainer des TSV Goltern, zuvor 16 Jahre Coach des TSV Groß Munzel.

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Jan Siegert (Tor): "Wurde als Radiomoderator bekannt, war ein extrem starker Schlussmann. Nach einer abgefangenen Ecke hat der den Ball locker bis hinter die Mittellinie geworfen. Ein Ausnahmekeeper, den ich beim TSV Groß Munzel hatte."

Sabahattin Nergiz (Abwehr): "Eine Granate, als ich bei der SG Limmer war. Ein Manndecker alter Schule, der seinen Gegenspielern noch auf die Toilette gefolgt ist. Ein super Typ."

Manfred Samland (Abwehr): "Ein klasse Libero, der immer noch ein, zwei Mann ausspielen musste, bevor er den Pass geschlagen hat. Hat uns auch ein paar Dinger gekostet."

Claus Grzeskowiak (Abwehr): "Der Mann hatte drei Lungen im Körper. Saustarker Abwehrrecke, hat es mit 96 und Eintracht Trier in die 2. Bundesliga geschafft. Ein Ausnahmefußballer."

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Till Schiprowski (Mittelfeld): "Seinen Weg habe ich von der Pampersliga bis zu den Herren begleitet. Ein genialer Mittelfeldspieler, absolut vorbildlich. Hat jedes Kopfballduell gewonnen, war sich für nichts zu schade."

Marc Stakemann (Mittelfeld): "Gegen den habe ich ungern gespielt. Aber Marc blieb stets fair, ein geiler Typ. Die dritte Halbzeit mit dem alten Landringhäuser war immer wieder schön."

Matthias Tillmann (Mittelfeld): "Griffig, aber immer auf der fairen Schiene. Mit dem hast du dich beharkt, danach gab es aber einen Handschlag und kein Anspucken oder eine Beleidigung."

Pascal Kuhn (Mittelfeld): "Meinen Sohn musste ich einfach nominieren. Hat immer in meinen Teams gespielt, obwohl er tolle Angebote von anderen Klubs hatte. Die Kohle war ihm immer egal, der Bengel wollte einfach nur kicken. Ist immer geradeaus geblieben, der ist mir echt gut gelungen (lacht)."

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Hendrik Weydandt (Sturm): "Was soll ich zu ihm noch sagen, das Märchen hat er selbst geschrieben. Legte in Munzel oft noch Extraschichten im Training ein. Henne hat sich nicht verändert, ein toller Typ und ein echtes Vorbild."

Momar N’Diaye (Sturm): "Kam aus dem Senegal nach Groß Munzel, ist da eingeschlagen wie eine Bombe. Ein Kraftpaket vor dem Herrn. Konnte sich ein Klavier auf den Rücken binden und einfach lossprinten."

Eginet Paloj (Sturm): "Spielte vorher höherklassig in Degersen, für uns in Munzel war er ein Starzugang. War immer der Erste und Letzte auf dem Trainingsplatz. Ein echter Freund. Trainierte dann die Reserve, zusammen haben wir viele Talente hervorgebracht."