28. Mai 2020 / 13:42 Uhr

"Große Nummern im kleinen Fußball": Das ist die persönliche Top-Elf von Kurt Becker

"Große Nummern im kleinen Fußball": Das ist die persönliche Top-Elf von Kurt Becker

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kurt Becker setzt in seiner Topelf auf ein 4-3-3.
Kurt Becker setzt in seiner Topelf auf ein 4-3-3. © Debbie Jayne Kinsey
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Kurt Becker war von 1996 bis 2018 Trainer beim SV Ramlingen/Ehlershausen, ist dort seither als Sportlicher Leiter tätig. Doch der 65-Jährige hat auch in seiner Zeit als Zweitligaspieler von Arminia Hannover herausragende Spieler kennengelernt. Im SPORTBUZZER stellt er seine persönliche Top-Elf vor.

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Fußballer kommen und gehen – in dieser Hinsicht sind Profivereine und Amateurklubs auf Augenhöhe. Doch einige Akteure hinterlassen Eindruck – sei es durch ihre Qualität auf dem Platz oder ihre Charaktereigenschaften. In der neuen Serie „Große Nummern im kleinen Fußball“ berichten Trainer und Spieler von eben solchen Kickern aus der Region und nennen ihre ganz persönliche Top-Elf. Dieses Mal der ehemalige Zweitligaspieler von Arminia Hannover und langjährige Trainer des SV Ramlingen/Ehlershausen, Kurt Becker.

Marcel Maluck (Tor): "Unser aktueller Keeper ist sicherlich der beste Torwart, mit dem ich je gearbeitet habe. Er ist vorbildlich in allem und zeigt eine hohe Identifikation mit dem RSE."

Holger Kaiser (Abwehr): "Ein Kämpfer vor dem Herrn. Holger hatte und hat immer eine überragende Einstellung und will jedes Spiel gewinnen."

Patrick Njofang (Abwehr): "War immer zu Scherzen aufgelegt und hat die harte aber elegante Zweikampfführung beherrscht – ohne dabei den Gegner zu verletzen. Patrick hat seine heutige Frau in Ramlingen kennengelernt. Sie haben mittlerweile drei Kinder."

Burkhard Theil (Abwehr): "Das Gesicht des TSV Isernhagen mit einer unwahrscheinlichen Loyalität zum Klub. Ein vorbildlicher Kämpfer, der immer eine sensationelle Einstellung an den Tag gelegt hat."

Sven Milewski (Abwehr): "Weltklasse und Kreisklasse, Genie und Wahnsinn. Das sagt eigentlich alles. Ein sehr guter Kicker, den ich in Isernhagen, Ramlingen und bei Sparta Langenhagen trainiert habe."

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Marc Jenkins (Mittelfeld, defensiv): "The English Man – und ein absolutes Tier. Er hasste Weicheier. Deshalb wollte auch nie einer gegen ihn spielen (schmunzelt)."

Jörg Brüning (Mittelfeld, defensiv): "Leider war er nur knapp zwei Jahre bei mir. Ein top Fußballer mit hoher sozialer Kompetenz – und ein absolutes Vorbild für alle."

Alex de Andrade (Mittelfeld, offensiv): "Ein echter Brasilianer, der aus Celle zu uns gekommen ist. Er beherrscht die hohe Fußballkunst; es war eine Augenweide, ihm zuzusehen. Leider haben ihn zwei Kreuzbandrisse zurückgeworfen."

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Marc-Robin Becker (Sturm): "Mein Sohn – das ist jetzt schwierig für mich. Er hat sich stark mit dem RSE identifiziert und alle Angebote abgelehnt. Ob das immer richtig war, weiß ich nicht (lacht). Ein Spezialist für Flanken und Freistöße. Da war er genial."

Marcel Kattenhorn (Sturm): "Er kam mit 18 Jahren von der A-Jugend von Eintracht Braunschweig. Leider ist er den Verlockungen des Lebens erlegen; andernfalls wäre er jetzt jede Woche im Fernsehen – und zwar als Fußballer."

Manuel Brunne (Sturm): "Mein Dachdecker. Er hat tagsüber malocht wie ein Tier, abends schwach trainiert und war sonntags die reine Tormaschine. Und – ganz wichtig: Hat ordentlich Umsatz im Klubheim gemacht. Sein Fallrückzieher gegen Oldenburg ist in die Auswahl zum Tor des Monats gekommen – nur Arjen Robben hat am Ende mehr Stimmen bekommen."