01. Dezember 2021 / 16:27 Uhr

Großer Konkurrenzkampf: Wolfsburg-Trainer Kohfeldt macht Waldschmidt Mut

Großer Konkurrenzkampf: Wolfsburg-Trainer Kohfeldt macht Waldschmidt Mut

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Derzeit nicht erste Wahl: VfL-Trainer Florian Kohfeldt (l.) setzt derzeit nicht auf Luca Waldschmidt.
Derzeit nicht erste Wahl: VfL-Trainer Florian Kohfeldt (l.) setzt derzeit nicht auf Luca Waldschmidt. © DPA
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Hinter Luca Waldschmidt liegen beim VfL Wolfsburg keine leichten Wochen. Aber es sieht gut aus, dass der Sommer-Neuzugang demnächst wieder mehr Spielzeit bekommt, obwohl der Konkurrenzkampf groß ist.

Kurz vor Transferschluss hatte der VfL die Verpflichtung von Luca Waldschmidt bekannt gegeben, doch bisher lief es für den technisch versierten Offensivmann noch nicht wirklich rund beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Aber Trainer Florian Kohfeldt macht seinem Schützling Mut, dass er trotz großer Konkurrenz im Angriff Chancen auf Einsatzzeit hat.

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Waldschmidt kommt beim VfL noch nicht richtig in Fahrt. Direkt bei seiner ersten Trainingseinheit für seinen neuen Klub war Wolfsburgs Nummer 7 mit Sebastiaan Bornauw zusammengerasselt, zog sich eine Platzwunde zu und musste anschließend kürzertreten. Beim 2:0 in Fürth durfte Waldschmidt dann das erste Mal von Beginn an ran und steuerte direkt eine Torvorlage bei. In den darauffolgenden vier Liga-Spielen gelang ihm ein weiterer Assist sowie sein erster Treffer beim 1:3 gegen Gladbach. Es sah gut aus, doch dann der nächste Rückschlag: Eine Muskelverletzung bremste den Ex-Freiburger gegen seinen Ex-Klub aus und auch in den drei Partien danach kam er nicht zum Einsatz.

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Jetzt ist die Leidenszeit vorbei, beim 1:3 gegen Dortmund wurde Waldschmidt eine halbe Stunde vor Schluss eingewechselt und sorgte direkt für Wirbel. Kohfeldt fand, "dass Luca ganz ordentliche 30 Minuten gegen Dortmund hatte". Aber noch mehr hätte es den Coach gefreut, "wenn er sich mit einem Tor belohnt hätte".

Zurück in die Startelf zu kommen, wird für Waldschmidt nicht ganz einfach. Wout Weghorst und Lukas Nmecha sind als die beiden besten Wolfsburger Torschützen gesetzt, Dodi Lukebakio machte gegen den BVB sein bisher bestes Spiel für den VfL. Aber ausschließen will Kohfeldt eine Veränderung in den nächsten Partien in Mainz, gegen Lille und gegen Stuttgart nicht. "Wenn er die Woche über gut trainiert, ist Luca für mich auch ein Startelf-Kandidat in der kommenden Woche", so der Coach. Denn: "Seine Qualität und meine grundsätzliche Wertschätzung ihm gegenüber sind sehr hoch."

Dass der VfL so viel Qualität und der Trainer somit in der Offensive die Qual der Wahl hat, gefalle Kohfeldt "ganz gut". Wenngleich es ihm nicht leichtfällt, seinen Akteuren zu sagen, wenn sie nicht zum Kader gehören. Zuletzt hatte es Daniel Ginczek getroffen. "Das ist kein einfacher Moment", sagt der VfL-Coach. "Ich hoffe, dass mir die Spieler das auch anmerken. Mir tut es jedes Mal leid, wenn ich das einem Spieler mitteilen muss", gleichwohl sei auch das Teil seines Jobs.

Casteels raus aus der Quarantäne

Erfreuliche Nachrichten für den VfL: Torhüter Koen Casteels hat seine Quarantäne nach seiner Corona-Infektion beendet. Auf dem Trainingsplatz war Wolfsburgs Kapitän am Mittwoch aber noch nicht zu sehen, stattdessen arbeitete er im VfL-Center individuell. Ob es bei Casteels für das Mainz-Spiel am Samstag reicht, ist noch offen. "Wenn er heute oder morgen mit dem Team trainieren könnte, hätten wir eine Chance auf Mainz. Ansonsten wird es auf Lille hinauslaufen", hatte Trainer Florian Kohfeldt am Dienstag gesagt. Heißt: Die erste Einheit am Donnerstag mit der Mannschaft käme dem Coach eigentlich zu spät.


Die anderen Profis übten am Mittwoch fleißig auf dem Platz - auf dem Programm stand unter anderem das Überspielen der Abwehrkette, unter Druck, Lösungen mit dem Ball zu finden sowie die Defensivarbeit. Dafür holte Kohfeldt sogar die Taktiktafel raus, um seinen Schützlingen deutlich zu machen, was er genau von ihnen erwartet.