12. Januar 2019 / 20:26 Uhr

Großes Hallo beim 5. Gottschi-Cup mit 6000 Euro an Spendengeldern

Großes Hallo beim 5. Gottschi-Cup mit 6000 Euro an Spendengeldern

Volker A. Giering
Die Übergabe des 900-Euro-Schecks an die Nord-Ostsee-Auswahl. V.l. Gerd Eissing, Volker Giering, Tobias Homp, Dietmar Hirsch.
Die Übergabe des 900-Euro-Schecks an die Nord-Ostsee-Auswahl. V.l. Gerd Eissing, Volker Giering, Tobias Homp, Dietmar Hirsch. © 54°/Garve
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Benefizturnier in der Ludwig-Jahn-Halle Bad Schwartau - Nord-Ostsee-Auswahl gewinnt im Finale gegen den HSV

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Es war ein Großes Hallo am Samstag beim Fußball-Benefizturnier um den 5. Gottschi-Cup in Bad Schwartau. Besonders Schirmherr Dietmar Hirsch musste viele Hände schütteln. „Es ist schön, so viele alte Bekannte wiederzutreffen“, sagte der ehemalige Spieler und Sportliche Leiter des VfB Lübeck (bis 2009). Dass der 47-Jährige nichts verlernt hat, zeigte er gleich im ersten Gruppenspiel der Nord-Ostsee-Auswahl beim 5:0-Kantersieg gegen Eutin 08, als „Didi“ einmal selbst traf.

Das Wochenende verbringt Hirsch bei seiner Tochter Lara in Hamburg, die an der Elbe studiert. Am Sonntag geht es dann wieder zurück in den Westen. An die Ludwig-Jahn-Halle hat er viele schöne Erinnerungen. Schließlich spielten beide Töchter früher Handball beim VfL Bad Schwartau. Die Altliga des VfB Lübeck trat indes ohne Ur-Gestein Holger Behnert an, der seine Laufbahn offiziell im letzten Sommer beendet hat. Auch wenn der 54-Jährige seitdem auch schon wieder ausgeholfen hat. „Holger hat gesagt, dass er alt genug ist. Zudem hatte er immer Probleme mit der Wade“, sagte Teammanager Ernst Gewiss. Bei den Grün-Weißen plant man aktuell ein Abschiedsspiel für Behnert, wie Gewiss den LN verriet. „Am liebsten würden wir gern nochmal im Lohmühen-Stadion spielen. Wir sind da in Abstimmung mit dem Verein.“

Schnappschüsse rund um das beliebte Hallenturnier in Bad Schwartau.

Peter Wulf-Dietrich (l.) und Volker Giering (Lübecker Nachrichten) bei der Übergabe des Schecks im Wert von 900 Euro. Zur Galerie
Peter Wulf-Dietrich (l.) und Volker Giering (Lübecker Nachrichten) bei der Übergabe des Schecks im Wert von 900 Euro. ©
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Gewohnheitsbedürftig waren die apfelgrünen Trikots der VfB-Spieler um Michael Koch, mit denen sie schon bei der letzten Deutschen Meisterschaft aufgelaufen waren. „Die Farbe ist so grell, da brauchst du ja eine Sonnenbrille“, witzelte VfB-Vorstandssprecher Thomas Schikorra auf der Tribüne, die mit 509 Zuschauern gut gefüllt war. Neu bei den lübschen Altherren ist Joachim Quandt (37, früher SV Schwarz-Weiß Westerrade), der seinen Einstand im VfB-Dress gab. Gut erholt zeigte sich Stefan Schnoor, der Sportdirektor von Regionalligist VfB Lübeck, der erstmals seit seinem Amtsantritt an der Lohmühle im Urlaub weilte. Der Ex-Bundesliga-Profi machte eine 14-tägige Südostasien-Reise mit Stationen in Thailand, Malaysia, Vietnam und Singapur. Vor dem Trainingsauftakt am Montag (16 Uhr) sagte Schnorr: „Nachdem ich schon die erste Gespräche mit Beratern geführt habe, freue ich mich, dass es wieder los geht. Ich denke, wir haben ein vernünftiges Vorbereitungsprogramm auf die Beine gestellt.“

Schnoor lief gemeinsam mit den ehemaligen Profis Nils Bahr, Thomas Vogel und Christian Rahn für die Altliga des Hamburger SV auf. Da diese tags zuvor noch bei einem Turnier in Gera teilnahm, stiegen sie mit Verspätung erst um 15.30 Uhr ins Turnier ein. „Leider sind wir dort aufgrund des schlechteren Torverhältnisses schon in der Vorrunde ausgeschieden“, sagte Vogel, „trotzdem hat es vor 2000 Zuschauern Spaß gemacht.“ Zwei personelle Veränderungen gab es derweil kurzfristig beim Titelverteidiger LN-Buzzerboys. Während Phillip Kamke arbeiten musste, meldete sich Oldie-Torwart Ole Oberbeck am Morgen bei Teamchef Sandeep „Sunny“ Singh aus Krankheitsgründen ab. „Ole war die ganze Nacht nur auf Toilette“, sagte Singh, der spontan für den 48-Jährigen als Stand-by-Torwart neben dem Ex-Eicheder Markus Venz („Mir passt das Trikot wie noch im Vorjahr“) einsprang. Auf der Tribüne saß Ole´s Vater Rolf Oberbeck, der bei der großen Tombola ein Steakmesserset abräumte.

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Auch die Torleute Tim Callsen (Nord-Ostsee-Auswahl) und Bernd Heinrich (VfB Lübeck) freuten sich über das Wiedersehen. Beide standen in der Saison 1997/1998 im Kader des damaligen Oberligisten TSV Pansdorf. „Das war eine wilde Zeit. Leider nur ein Jahr, da der Verein das Team am Saisonende aus der Oberliga zurückzogen hatte“, erzählte Heinrich. Auf dem Parkett sorgte der Phönixer Sven Köster für die kurioseste Szene des Cups. Bei einem spektakulären Rettungsversuch auf der Linie beim 0:1-Gegentreffer gegen den VfL Bad Schwartau geriet er ins Wanken und riss dabei das Tor um.

Beim Gottschi-Cup wurde aber in erster Linie für den guten Zweck gekickt. So übergab LN-Mitarbeiter Volker Giering vor dem Beginn einen Scheck über 900 Euro an den Verein Mukoviszidose, den Gerd Eißing aus dem Bundesvorstand entgegen nahm. Davon hatten die LN-Buzzerboys 400 Euro beim 12. Confima-Cup eingespielt. Hinzu kamen 500 Euro vom Confima-Sieger und Oberliga-Meister NTSV Strand 08. Insgesamt kam ein Betrag von 6000 Euro zusammen. Von den teilnehmenden Teams spendete der VfB Lübeck mit 250 Euro den höchsten Betrag. Turniersieger wurde am Ende die Nord-Ostee-Auswahl nach einem Sieg im Finale gegen den VfL Bad Schwartau. "Wir haben das Turnier verdient gewonnen, nur zwei Tore kassiert", sagte Michael Hopp, Sportvorstand beim VfB Lübeck und am Samstag in Diensten der Nord-Ostee-Auswahl tätig. "das Wichtigste ist aber, dass wir das Geld für den guten Zweck einspielen konnten."

Die LN-Buzzerboys mussten sich nach dem Turniersieg im Vorjahr dieses Mal mit dem vierten Platz begnügen, trotzdem war Teamchef Sunny Singh mehr als zufrieden mit der Leistungs seiner Jungs: "Wir haben einmal mehr unter Beweis gestellt, dass wir mit unser Auswahl gegen Traditionsmannschaften mit lauter Ex-Profis mithalten können. Ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden, zumal wir nach der Verletzung von Mario Pophal nur noch acht einsatzfähige Akteure in unseren Reihen hatten. Die ganze Mannschaft sitzt jetzt noch in Schwartau beim Bierchen zusammen und lässt den Abend entspannt ausklingen", resümierte Singh den Auftritt der Buzzerboys.

Die Mannschaft der Buzzerboys beim Gottschi-Cup 2019

Im Tor wird VfB-Urgestein Ole Oberbeck (l.) stehen. Zur Galerie
Im Tor wird VfB-Urgestein Ole Oberbeck (l.) stehen. ©

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